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Tortosa
Ein Vormittagsbummel in Tortosa
Mit dem Zug sind es von meinem Ferienort gerade einmal 20 Minuten in die nächst größere Stadt Tortosa, gelegen zwischen Tarragona und Valencia am Ebro Fluss, deren Innenstadt mindestens genau so schöne Jugendstilhäuser wie Barcelona oder Valencia aufweist
Dieses Mal war ich neugierig auf den „Mercadillo“, das ist der turbulente Markt, der einmal pro Woche stattfindet und wo man größtenteils Kleidung von € 2.- bis € 6.- im Durchschnitt erwerben kann, wie auch Schuhe, Kosmetik und Geschirr und allenmöglichen Krimskrams. Bevor ich die breite Allee, die man durchaus auch als „Rambla“ bezeichnen kann betrete, gehe ich an einem Mimen vorbei, ganz in weiß gekleidet, Bewunderer und Spender erwartend.
Dieses Mal war ich neugierig auf den „Mercadillo“, das ist der turbulente Markt, der einmal pro Woche stattfindet und wo man größtenteils Kleidung von € 2.- bis € 6.- im Durchschnitt erwerben kann, wie auch Schuhe, Kosmetik und Geschirr und allenmöglichen Krimskrams. Bevor ich die breite Allee, die man durchaus auch als „Rambla“ bezeichnen kann betrete, gehe ich an einem Mimen vorbei, ganz in weiß gekleidet, Bewunderer und Spender erwartend.
Die anschließenden Fotos geben einen kleinen Auszug vom Marktangebot, wobei man bemerkt, dass die Immigranten aus Afrika inzwischen zu den Händlern zählen und sich leider auf dem Boden ausbreiten müssen, vermutlich um den Kosten der Standgebühr zu entgehen.
Viele der Besucher sind Marokkanerinnen, die selten allein wie diese Dame auf dem Bild, sondern meist mit Verwandten oder Freundinnen den Markt besuchen und oft ihre kleinen süssen Kinder dabei haben, ob im Wagen oder an der Hand. An dem Wühltisch mit den Schuhen sehe ich gleich 4 Frauen auf einmal.
Genauso eifrig geht es auch am Tisch der BH´s zu, bei dem noch zur besseren Anschaulichkeit zusätzlich eine Schnur über der reichlichen Auswahl des Tisches hängt und deshalb die einzelnen Modelle besser zur Geltung bringt.
Langsam arbeite ich mich durch die Menschenmenge Richtung Ausgang vor, vorbei an den Haushaltswaren, die immer auf Kaufinteresse stoßen, und ein vielseitiges Angebot führen.
Beschreiben lassen sich dabei die lautstarken zum Kauf animierenden Aussagen des Textilverkäufers nicht, der sich nicht nur auf sein Hinweisschild „Oferta 2.-€“, verlässt, sondern unentwegt auch noch diesen Sonderpreis lautstark verkündet, begleitet mit dem Hinweis, dass so etwas geradezu geschenkt ist. Dass es sich bei dem Preis vermutlich um Ware aus Bangladesch handelt, versteht sich von selbst. Es entgeht mir nicht, dass die älteren Damen selten allein spazieren, sie werden fürsorglich am Arm von Verwandten oder einer Freundin geführt.
Die Händler, die ihren Lieferwagen gleich neben dem Stand geparkt haben, sind besonders im Vorteil, denn sie können jederzeit die passende gesuchte Größe aus ihrem Depot entnehmen
Während ich mich dem Ausgang nähere, werfe ich einen Blick hoch zu dem Geäst der Platanen, die zwar noch nicht das Alter der Bäume im nahegelegenen Stadtpark erreicht haben, aber im Sommer durch ihren Blattreichtum bereits den willkommenen Schatten spenden können.
Mein nächstes Ziel ist der Stadtpark, den ich auf dem Weg zur Markthalle durchquere und der sich während meines Septemberbesuchs mit Blühendem schmückt, eigentlich das ganze Jahr hindurch.
Die vielen Bänke im Park sind unbesetzt, da es eine Tagesszeit ist bei der man entweder in der großen Markthalle einkauft oder noch auf dem „Mercadillo“ verweilt.
Die Pinienstämme in der Anlage, besonders wenn es sich um nachgepflanzte Bäume handelt, bleiben nicht immer kerzengerade im Wachstum, denn der kräftige Tramontanawind erlaubt es ihnen nicht, er beutelt sie in Sturmzeiten hin und her. In ihrem Schutzraum werden Rosen gepflanzt, die ganzjährig blühen.
Zwischen den unendlich hohen alten Palmen lockern kleine Gemäuerchen das Bild auf, ebenso wie gemauerte Schalen um blühende Pflanzen aufzunehmen.
Meine besondere Aufmerksamkeit gilt den Stämmen der Palmen, denn in ihnen gibt es Lebensraum für Vögel, die sich dort ihre Nester in verschiedenen Ausmaßen gebaut haben, klein und ganz groß, je nach Bedarf.
Während ich die Platanenallee verlasse, drehe ich mich zum fotografieren noch einmal um und sehe ein Pärchen hinter mir, die auf diese Weise mit ins Bild kommen.
Fast habe ich schon die Markthalle erreicht, die mich jedes Mal wie magisch anzieht. Es liegt wohl an dem breiten Angebot von Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch, Käse, Schinken und Wurst, Oliven und fertigen Speisen, die sich dort vereinen. Dazu kommt die lebendige Atmosphäre, die Gespräche zwischen Käufer und Verkäufer, die Espressopausen an den Ständen, wo sich die Gäste seit Jahr und Tag kennen und keine Eile haben, eine Unterhaltung vorzeitig zu beenden. Ich lasse die Bilderreihe folgen und verweise darauf, dass es sich an meinem Besuchstag um einen Montag handelte, da wird grundsätzlich kein Fisch und keine Meeresfrüchte angeboten, deswegen fehlen diese sonst so reichhaltigen Stände auf meinem Streifzug mit der Kamera. Als ich an einem der letzten Obststände vorbeigehe, entdecke ich das darüberhängende Poster mit der Aufschrift „der Fluß ist Leben“ und weiß, dass damit der Ebro Fluss gemeint ist, denn dieser Aufruf ist in der gesamten Umgebung häufig zu lesen. Die Bevölkerung wehrt sich schon seit Jahren dagegen, dass dem Fluss das Wasser entzogen wird für die Nachbarprovinzen, die vorgeben es für ihre Gemüse- und Obstanlagen zu benötigen.
Bevor ich zum hellen Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangs zusteuere, schwinge ich mich noch auf einen Barhocker und bestelle einen frisch ausgepressten Orangensaft. Vor mir auf dem Glasregal stehen die „tapas“, die kleinen fein hergerichteten Gerichte aus Wurst- Käse-Eiern- Schinken oder Fisch, auf die man nicht verzichten sollte, die sozusagen als Aperitif genossen werden.
Hier habe ich beim Foto ein bisschen gemogelt, denn die Tapas Darstellung ist von einem Ausflug nach Barcelona in einem Barrestaurant entnommen, jedoch das dortige Angebot unterscheidet sich nicht wesentlich von dem in der Markthalle von Tortosa .
Hier habe ich beim Foto ein bisschen gemogelt, denn die Tapas Darstellung ist von einem Ausflug nach Barcelona in einem Barrestaurant entnommen, jedoch das dortige Angebot unterscheidet sich nicht wesentlich von dem in der Markthalle von Tortosa .
Damit schließe ich meinen kurzweiligen Vormittagsbesuch in Tortosa ab, und hoffe Ihr habt mich dabei ein wenig mit Eurem Interesse begleitet. Danke Anneli für das Einsetzen. Hasta luego – bis bald, vamp

























