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BASEL

Museum der Kulturen in Basel

Ein Besuch im Museum der Kulturen in Basel zur
Sonderausstellung „ROT“
Spurensuche durch die Welt einer faszinierenden Farbe


Es war ein erfreulicher Zufall der mich in Basel, vorbei am Münster, zu dem in einem der vielen schönen Altstadthäuser untergebrachten Museum der Kulturen führte, wo außer der Sonderausstellung ROT noch die Dauerausstellungen über Fasnacht, Tibet und Textil stattfanden, die ich aus Zeitmangel nur durchstreifte.


An einer winzigen Kasse besorgte ich die Eintrittskarte für den Preis von CHF 16.-. was sich nach dem Besuch der Ausstellung als durchaus gerechtfertigt erwies, zumal man noch einen umfangreichen Leitfaden ausgehändigt bekam, indem jedes einzelne Exponat beschrieben wurde.
Verblüffend war schon der erste Eindruck, der mir das Thema „Rot“ bereits im Eingangsbereich näher brachte, wo rote Teppiche in den Tunnelgang wiesen, beleuchtet durch rote Kugellampen. Als musikalische Untermalung war das gleichmäßige Pochen des Herzschlags eines Menschen zu hören, gar nicht unangenehm, sondern ich empfand es sogar als beruhigend. Bum-bum-bum……..




Die Aufseher achteten sehr darauf, daß nicht geblitzt wurde, und somit konnte ich meine Fotos nur mit ausgeschaltetem Blitz aufnehmen, was dazu führte, daß sie sehr dunkel waren und ich sie mit der Autokorrektur des Computers nacharbeiten musste.

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Auf dem Weg zur Garderobe war ein Kunstwerk an der Wand nicht zu übersehen, eine unregelmäßig rote Tafel, die ein nierenförmiges Loch enthielt durch das ein Mund mit dem Betrachter kommunizierte. Der Mund öffnete und schloß sich abwechselnd als würde er Worte aussprechen. Ein Werk des amerikanischen Künstlers Tony Oursler, der durch multimediale Installationen bekannt geworden war.


Eines der bereits im Eingangsbereich befindlichen Objekte stach sofort ins Auge, der rote Rennwagen Ferrari 500 TRC (Leihgabe), Baujahr 1957. Dazu hatte sich der Chefdesigner geäußert: „Die Farbe Rot sendet im Zusammenhang mit einem Ferrari deutliche Signale für Leidenschaft, Potenz und Angriffslust aus“.




Was mich betrifft, so hatte ich leider wenig Zeit die Texte zu lesen, die zahlreich an den Wänden Erläuterungen lieferten, speziell über den Symbolgehalt und die wirtschaftlichen und religiösen Aspekte dieser Farbe, denn ich musste meine knappe Zeit bis zum Bus einteilen, ich war abhängig von der Abfahrtszeit einer Gruppe an der ich teilhatte. Deshalb richtete ich meine Aufmerksamkeit bewusst auf die Ausstellungsobjekte und versuchte nichts zu übersehen, so wie z.B. die kleine Maofibel.



Neben den erwähnten Erläuterungen boten sich dem Besucher noch Fotovergrößerungen, die die Farbe Rot in Verwendung mit religiösen Ritualien zeigten.




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Auch auf die christliche Kultur wurde verwiesen, so war z.B. ein Foto ausgestellt, die mit roten Blumen geschmückten Gräber auf einem Friedhof im Kanton Wallis .
Natürlich gab es noch viele andere christliche Objekte, wie z.B. Marienstatuen mit dem roten Herzen auf der Brust und ähnliches.

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Ahnenstatuen, Masken und Gottheiten beherrschten einen großen Teil der Ausstellung.
Ich entnehme dem Leitfaden: „ Farblich bewegen sich die Ahnen in einer symbolischen Farbenskala, die von Schwarz über Rot nach Weiss führt: Das Rot einer Ahnenfigur zeigt das Wissen, das sie während ihres irdischen Lebens angesammelt hat. Je heller eine Ahnenfigur ist, desto höher steht sie in der Ahnenhierachie.“

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Zugegeben ein gruseliges Erscheinungsbild boten die Masken schon, das hier ist eine Stabmaske eines Ahnen. Nachgelesen: „ Die Farben Rot, Weiss und Gelb sowie der Flaum am Kinn und die Muster auf der Stirn weisen auf eine rituelle Nutzung der Maske bei Kultfesten hin .“


Da ich an Modetraditionen aus allen Ländern Gefallen finde, gefiel es mir, zunächst die Kopfbekleidungen zu bestaunen, angefangen vom indianischen Federschmuck (Tanz- und Kriegsschmuck) über die asiatischen Turbane bis hin zu den wunderschönen japanischen Hüten .


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Welchen Aufwand es erfordert einen Turban zu binden, zeigte ein Foto aus Indien, wo das 7 Meter lange Tuch gewickelt wird, das in Farbe, Musterung und Wickel-Stil Auskunft über den sozialen und familiären Status des Trägers und über seine regionale Herkunft gibt. Zur Hochzeit wird die Farbe Rot bevorzugt, als Ausdruck von Fruchtbarkeit und Vitalität.



Und mitten drin der Bollerhut, der zum Emblem für den Schwarzwald schlechthin geworden ist und in den Gutachtaler Dörfern getragen wurde. Die roten Kugeln durften nur die ledigen Frauen tragen, die verheirateten schmückten sich mit schwarzen Bollen. Die Wollkugeln sollen an die Legende erinnern, wonach das Blut des gekreuzigten Jesus sich auf dem Boden in rote Rosen verwandelte und die Tränen der Maria am Grabe Jesu zu schwarzen Rosen wurden.

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Gleich daneben leuchteten die mit Naturmitteln eingefärbten roten Farbtöne der südamerikanischen handgewebten Stoffe aus Ländern wie Bolivien, Guatemala, Peru und Mexico.


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Viele Wandtafeln erklären dem Besucher auf welche Weise die roten Farben erzeugt wurden, sei es durch Pflanzenextrakte oder durch tierische Färbung, wie am Beispiel der Cochenille Schildlaus oder der Purpurschnecke.


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Zu Denkanstössen regten die abwechselnden Bilder, die sekundenlang auf der Leinwand
verharrten an. Die fotografisch einigermaßen gelungenen, gebe ich hier wieder.


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Die Ausstellung hat das kreative Potenzial der Farbe in allen Facetten zum Ausdruck gebracht und da die Verlängerung noch bis 31.08.08 andauert, kann ich sie nur jedem empfehlen, der sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchte. Informationen über Öffnungszeiten und Führungen kann man unter Öffnungszeiten
erfahren.

Mir, die ich der roten Farbe immer schon zugetan war, hat die Ausstellung sehr gefallen und ich hoffe mit meiner Bilderfolge einen kleinen Eindruck davon übermittelt zu haben.

Zum Abschluß noch einige Aufnahmen, die meine persönliche Fotogalerie erweitern.




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Anneli, danke ich für die Unterbringung dieses Beitrags, denn sie macht sich damit immer große Mühe.
Bis bald, viele Grüsse,

Autor

Uta (Vamp)

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