Mach mit bei Feierabend.de!
Finde neue Freunde für Leben, Liebe und Freizeit
Online Sofortkontakt zu 160.000 Gleichgesinnten
Triff nette Menschen „vor Ort“ in 120 Regionalgruppen
Jetzt kostenlos anmelden!
Service:
Freunde einladen! Sicherheitshinweis Zur Startseite machen Rundgang durch die Community Sofort-Nachrichten
R_regio
Freunde einladen! Sicherheitshinweis Zur Startseite machen Rundgang durch die Community Sofort-Nachrichten
Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich.
Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle
durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die
von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.
Fast alle der 20 angemeldeten FA-Mitglieder sorgten wieder für ein gut gefülltes Zugabteil; wir trafen uns am Hauptbahnhof, unterwegs stiegen noch einige zu. Gutes Wetter war bestellt, es konnte losgehen vom Bahnhof Hinterzarten zum über 300 Jahre alten Hugenhof, in dem heute ein Skimuseum untergebracht ist.
Nach Erledigung der Formalitäten empfing uns in der Georg-Thoma-Stube eine ältere Dame; wir staunten nicht schlecht, als uns Frau Anna-Luise Weber ihr Alter verriet: 88 Jahre! Ihr steht eine überaus positive Lebenseinstellung im Gesicht geschrieben, und sie berichtete authentisch und hellwach über ihr erfülltes, sportliches Leben, in dem die Familie Thoma eine große Rolle spielte.
Aufgewachsen ist der 1937 geborene Georg Thoma, auch liebevoll Jörgle genannt, unterhalb des Feldbergs auf dem Wunderlehof, arme Zeiten während des Krieges und danach! Sein Vater konnte nicht alle sieben Kinder durchfüttern und so musste Georg als Hütejunge arbeiten. Der Schulweg nach Hinterzarten betrug viele Kilometer, die er im Sommer barfuß und im Winter auf einfachsten Skiern zurücklegte. Die Höfe lagen zu dieser Zeit weit auseinander, man lebte einsam und sehr einfach.
Wenn es draußen zu kalt war, stellte sich der Hütejunge in die warme Hinterlassenschaft einer Kuh. Im Herbst sammelte er Pilze, die er im renommierten Hotel Adler verkaufen wollte. Mit seinen Kuhfladenfüßen ging er ins Hotel, wo man ihn hinauswarf: „Du stinksch‘ jo!“ Er arbeitete später als Briefträger – im Winter auf Skiern.
Mit 16 Jahren wurde er erstmals Deutscher Jugendmeister in der Nordischen Kombination. Danach gewann er viele Medaillen und fragte sich mit der Zeit, was er mit dem „Schissdreck“ sollte, lieber hätte er etwas zu essen.
1960 gewann er in Squaw Valley die Goldmedaille; er wurde in ganz Deutschland berühmt. Der Kommentar seiner Eltern, die den ungewohnten Rummel nicht verkrafteten: „Bub, was hast Du uns angetan“! Die Goldmedaille gibt es noch, sie ist im Museum aufbewahrt.
Der inzwischen 74 Jahre alte Georg Thoma hat sich seine Sportlichkeit und Lebendigkeit bewahrt, er fährt noch beim Kirchzartener Ultra-Bike mit und hält Vorträge.
Wenn es draußen zu kalt war, stellte sich der Hütejunge in die warme Hinterlassenschaft einer Kuh. Im Herbst sammelte er Pilze, die er im renommierten Hotel Adler verkaufen wollte. Mit seinen Kuhfladenfüßen ging er ins Hotel, wo man ihn hinauswarf: „Du stinksch‘ jo!“ Er arbeitete später als Briefträger – im Winter auf Skiern.
Mit 16 Jahren wurde er erstmals Deutscher Jugendmeister in der Nordischen Kombination. Danach gewann er viele Medaillen und fragte sich mit der Zeit, was er mit dem „Schissdreck“ sollte, lieber hätte er etwas zu essen.
1960 gewann er in Squaw Valley die Goldmedaille; er wurde in ganz Deutschland berühmt. Der Kommentar seiner Eltern, die den ungewohnten Rummel nicht verkrafteten: „Bub, was hast Du uns angetan“! Die Goldmedaille gibt es noch, sie ist im Museum aufbewahrt.
Der inzwischen 74 Jahre alte Georg Thoma hat sich seine Sportlichkeit und Lebendigkeit bewahrt, er fährt noch beim Kirchzartener Ultra-Bike mit und hält Vorträge.
Lebhaft erzählte Frau Weber (die letzte Woche noch mal auf die Skier wollte, allerdings war es zu vereist, sie musste umkehren), dass sie 40 Jahre in Alpersbach ein „Wochenend“ hatten, wo sie regelmäßig Ski gelaufen waren. Sie erzählt über den Wandel in der Viehhaltung: wie überrascht sie war, als plötzlich keine braunen, sondern nur noch schwarz-weiße Kühe und die das ganze Jahr über draußen zu sehen waren – es werden inzwischen Kälber gezogen.
Sie erklärte die ausgestellten handgearbeiteten Skimodelle, und anhand der vielen Fotos wie sie hergestellt wurden und später die Herstellung in der Skifabrik, dass man Eschenholz verwendete (Buchenholz bricht), dass die Lederriemen schnell verschlissen waren und wie man improvisierte, den klappbaren Ski, den sie mal auf dem Fahrrad transportiert hatte, die Felle, Strümpfe aus ungewaschener Schafwolle, die man wegen des hohen Fettgehaltes benutzte, sie erinnerte daran, wie die Leute 1942 am Siegesdenkmal ihre Skier für die Russen abgeben mussten und an die Olympiasiegerin Christel Kranz, die 1936 eine Goldmedaille gewann. Die Olympiamedaille von Georg Hättich und die Langlaufskier von Papstsekretär Georg Gänswein zählen zu den Schätzen des Museums, der schicke silberfarbene Rennanzug von Sven Hannawald, sowie die Skimode aus dieser Zeit. Die Entwicklung der Skiherstellung ist anhand von Modellen zu sehen, sowie eine kleine Skibobanlage und ein Kühlschrank aus früher Zeit mit Skiwachsen.
Sie erklärte die ausgestellten handgearbeiteten Skimodelle, und anhand der vielen Fotos wie sie hergestellt wurden und später die Herstellung in der Skifabrik, dass man Eschenholz verwendete (Buchenholz bricht), dass die Lederriemen schnell verschlissen waren und wie man improvisierte, den klappbaren Ski, den sie mal auf dem Fahrrad transportiert hatte, die Felle, Strümpfe aus ungewaschener Schafwolle, die man wegen des hohen Fettgehaltes benutzte, sie erinnerte daran, wie die Leute 1942 am Siegesdenkmal ihre Skier für die Russen abgeben mussten und an die Olympiasiegerin Christel Kranz, die 1936 eine Goldmedaille gewann. Die Olympiamedaille von Georg Hättich und die Langlaufskier von Papstsekretär Georg Gänswein zählen zu den Schätzen des Museums, der schicke silberfarbene Rennanzug von Sven Hannawald, sowie die Skimode aus dieser Zeit. Die Entwicklung der Skiherstellung ist anhand von Modellen zu sehen, sowie eine kleine Skibobanlage und ein Kühlschrank aus früher Zeit mit Skiwachsen.
Waldy, Papageno und Felix konnten mit kleinen Episoden aus ihrer Zeit zu den Erzählungen von Frau Weber beitragen, so dass diese Führung auch ein lebhafter Austausch aus vergangenen Zeiten war.
Schön war’s – vertieft haben wir die Gespräche anschließend im Gasthaus Imbery, wo sich noch Trudel und Gisela/Goosi zu uns gesellten und wo es allen sichtlich gefiel und gut schmeckte.
Bericht und Fotos: anmargi/Margit
Schön war’s – vertieft haben wir die Gespräche anschließend im Gasthaus Imbery, wo sich noch Trudel und Gisela/Goosi zu uns gesellten und wo es allen sichtlich gefiel und gut schmeckte.
Bericht und Fotos: anmargi/Margit




































Liebe Margit, danke für den ausführlichen und schönen Bericht, die guten Bilder beweisen, dass sich einiges geändert hat. Vor Jahren war das mein erstes Unternehmen mit Feierabend. Inzwischen scheinen noch viele Ausstellungsstücke dazu gekommen zu sein. Lieben Gruß Helga
Hallo Margit, der Bericht ist wieder "einmalig". Als ich die Skischuhe sah, kamen Erinnerungen bei mir auf, denn solche hatte ich auch, als ich nach Oberstdorf in Erholung kam. Euch Allen, die Ihr bei diesem Bericht mitgewirkt haben, sage ich vielen Dank. Liebe Grüße Christel
Liebe Margit, mit diesen sehr anschaulichen Fotos und dem Bericht aus dem Skimuseum war ich doch sehr erinnert an meine ersten Ski, die immer vereisten Bindungen, die starren Socken, die man dann in der Hütte über dem Kamin trocknen konnte, die "Klappski", mit denen man mit Fellen untergeschnallt Berge ersteigen konnte.Eindrucksvoll im Museum auch die Verbindung zur modernen Technik vielen Dank Goosi
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die herrlichen Bilder, liebe Anmargi. Seitdem ich das letzte Mal das Skimuseum besucht habe, hat sich offensichtlich viel verändert. Das Ende im Gasthaus Imbery konnte ich gemeinsam mit Euch noch miterleben. Der Linseneintopf mit Wurst war an dem sonnigen kalten Tag genau das Richtige.
Hallo Margit, Du hast unseren wunderschönen Ausflug nach Hinterzarten wieder so super beschrieben, dazu Deine guten Bilder - ein ganz herzliches Dankeschön!!!
Skilaufen, das hieß anfang der 50ziger Jahre tatsächlich hinauflaufen oder besser: Steigen. Lifte gab es im Schwarzwald noch keine. deshalb konnte man auch nur drei bis vier Abfahretn hinlegen. Die Geschichte des Skilaufs im Schwarzwld ist in dem Museum wirklich sehr anschaulich dokumentiert. Und hin und wieder wurde man an seine eigene Geschichte erinnert, sei es anhand eines Ausrüstungsgegenstandes oder an Fotos die die Erinnerungspforten aufstießen. Ja, und Margit hat sich mal wieder selbst übertroffen,ein interessanter Fotoabriß und eine g'scheite Reportage. Merci vielmals! Pitt 70.
Als ich den Bericht vom Skimuseum las, dachte ich doch gleich, dass er von einem begeisterten Skifahrer oder Skifahrerin stammen muss. Und so war es keine Überraschung, dass sich unsere Margit als Autorin herausstellte. Vielen Dank für den Bericht und die Fotos! Liebe Grüße Ingeborg
Liebe Margit,vielen Dank für den schönen Artikel. So kann man zu Hause nochmal in Ruhe das Gesehene Revue passieren lassen. Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite - naja, wenn Engel reisen. Viele Grüße Uschi
Herrlich zu lesen und in der Vergangenheit "herumzusteigen". Nein, ich war keine Skifahrerin, es klappt einfach nicht. Doch diese Keilhosen, die Skischuhe zum Binden und auch die Skier mit den Stöcken und runden Holzreifen daran, die hatte ich. Und auf das Raufsteigen mit den Skiern auf den Hang legte einstmals mein Mann großen Wert, ich fand es eine entsetzliche Quälerei.(Meine "unegalen" Füße und diese schrecklich langen Dinger!) Eigenartig, ein Skilift kommt nicht in meiener Erinnerung vor. Doch so vieles aus dem Bericht ist noch bekannt, mit samt den Namen, es ist halt "unsere Geschichte". Danke liebe Margit für den anschaulichen, lebendigen schönen Bericht. Irene