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Fahrt zum Genfer See
- Lac Léman
Fahrt zum Genfer See - Lac Léman
Kurz entschlossen hatte ich mich angemeldet zu einer Kulturreise mit Kurzwanderungen rund um den Genfer See. Die Reise ging über Basel, Délémont zuerst nach Bellelay, einen früheren Kloster, das jetzt in eine psychiatrische Klinik umgewandelt worden ist, wunderschön liegt und eine Pause wert war.
Weiter ging es durch das Tal der Areuse nach Môtiers,
wo wir Rousseau im Museum einen Besuch abstatten wollten, auch hier gelebt hat, aber die Museen werden erst Mitte Mai geöffnet. Pech! Die Fahrt ging vorbei am Creux du Van, dem Chasseron nach les Rousses. Vom Col den Faucille machten wir einen kurzen Aufstieg zum Mont-Rond und genossen eine phantastische Sicht auf den Genfer See. Ganz gut konnte man den Jet d`eau sehen in Genf. Unser Bus brachte uns nach Coppet, wo wir das Schloß besichtigen konnten, in dem Mme de Stael - von Napoleon aus Paris verbannt - einem Musenhof vorstand, in dem sich Dichter und Denker trafen. Das Schloß ist jetzt noch in Familienbesitz, steht aber zur Besichtigung zur Verfügung. In Echenevex quatierten wir uns in dem ganz schön ausgestatteten Hotel "Auberge des Chasseurs" ein.
wo wir Rousseau im Museum einen Besuch abstatten wollten, auch hier gelebt hat, aber die Museen werden erst Mitte Mai geöffnet. Pech! Die Fahrt ging vorbei am Creux du Van, dem Chasseron nach les Rousses. Vom Col den Faucille machten wir einen kurzen Aufstieg zum Mont-Rond und genossen eine phantastische Sicht auf den Genfer See. Ganz gut konnte man den Jet d`eau sehen in Genf. Unser Bus brachte uns nach Coppet, wo wir das Schloß besichtigen konnten, in dem Mme de Stael - von Napoleon aus Paris verbannt - einem Musenhof vorstand, in dem sich Dichter und Denker trafen. Das Schloß ist jetzt noch in Familienbesitz, steht aber zur Besichtigung zur Verfügung. In Echenevex quatierten wir uns in dem ganz schön ausgestatteten Hotel "Auberge des Chasseurs" ein.
Am 29.4.ging die Fahrt nach dem Frühstück zuerst nach Vevey. Hier waren wir in der Chocolaterie Poyet angemeldet und lauschten voll Interesse den Ausführungen für die Herstellung der besten Schokolade, die schon ihren Ursprung in der Auswahl der richtigen Kakaobohnen aus dem richtigen Land hat. Natürlich durften wir reichlich kosten und hinterher in dem wunderschönen Laden auch einkaufen. Der Marktplatz war nicht für Markttag in Betrieb, zeigte aber reges Leben.
Die Markthalle ist ein wunderschönes Gebäude. Man hat von dort einen tollen Blick auf den See.
Die Zeit zur freien Verfügung nutzte ich für einen Bummel auf der Uferpromenade
bis zu der Figur des Charly Chaplin.
Anschließend machte ich noch einen Besuch im Alimentarium, dem Museum der Ernährung, das ganz lieb eingerichtet und aufgebaut war mit altem Geschirr, Bestecken aus aller Herren Länder, Lebensmittel aus den versch. Zeiten usw
Der Bus brachte uns an die Talstation der Seilzugbahn, mit der wir auf den Mont Pélerin fuhren. Von oben hatte man eine wundervolle Aussicht auf die Stadt, den See und die zum Teil noch schneebedeckte Bergwelt. Abwärts liefen wir einige Stationen zu Fuß, um uns dann ganz nach unten mit der Bahn bringen zu lassen. Unsere nächste Station war Lausanne, die Fahrt führte uns durch die Steillagen des Weinanbaus.
Wir suchten die Kathedrale Notre Dame, die um 1300 oberhalb der Stadt errichtet worden ist. Das Portal ist reich verziert mit Bildhauerarbeitenden sowohl der Propheten als auch der Jünger Jesu. Im Innern ist der Lettner entfernt.
Das Schloß hab ich nur von außen betrachtet, dafür bin ich ins Olympische Museum, das in einem mit wunderbaren Bäumen und Sträuchern bepflanzten Park etwas auf der Anhöhe liegt. Man hat im Innern die Möglichkeit, das Geschehen auf Bildschirmen in drei Ebenen nachzuerleben.
Vor dem Eingang steht die Meßlatte für den Hochsprung der Herren auf 2,40 m.
Als wir im Bus saßen, ging ein Hagelschauer nieder, so dass die Promenade mit einem Schlag von den Besuchern leergefegt war. Wir traten die Rückfahrt über den alten Hafen von Lausanne - Ouchy, mit seiner blumengeschmückten Uferpromenade - an, um nach Morges - unserm zweiten Standquartier zu kommen. Wir hatten unser Hotel in Morges direkt am See gelegen und wurden mit einem wunderschönen Regenbogen über dem See begrüßt.
Morges ist eine nette mittelalterliche Stadt. Von der Befestigungsanlage mit Ringmauer ist nur noch das vom Hafen aus gut sichtbare Schloss zu sehen.
Nach dem Frühstück machten wir eine schöne kleine Wanderung am See entlang nach St. Sulpice, einer gut erhaltenen romanischen Kirche
Die Fahrt ging weiter nach Genf.
Beeindruckend ist in jedem Fall das Wahrzeichen der Stadt, die Fontäne "Jet d`eau", die aus dem See mit ca 200 km/h als riesige weiße Wassersäule in die Höhe bis zu 140 m hinauf schießt.
Im Park ist eine neue Stadtmauer von über 100 m Länge errichtet worden zum Gedenken an die Reformationsideen der franz. Humanisten. Calvin ließ sich in Genf nieder und regierte diktatorisch.
Am Ufer sahen wir natürlich auch das Hotel "Beau Rivage", in dem Sissi Ruhe und Erholung suchte, aber dann doch heimtückisch am Seeufer ermordet wurde.
Ein Spaziergang durch die Stadt führte uns auch hinauf zur Kathedrale St. Pierre aus dem 12. und 13. Jhrdt, die jetzt calvinistisch ist und neben einem aus dem 15.Jhrdt stammenden Chorgestühl
Ein Spaziergang durch die Stadt führte uns auch hinauf zur Kathedrale St. Pierre aus dem 12. und 13. Jhrdt, die jetzt calvinistisch ist und neben einem aus dem 15.Jhrdt stammenden Chorgestühl
auch den Kirchentuhl Calvins zeigt.
Bei unserm Rundgang kamen wir am Geburtshaus Rousseaus vorbei.
Jetzt machten wir uns bereit für eine Bootsfahrt von Genf zu dem auf der Landzunge zw. dem Großen und dem Kleinen See gelegenen Städtchen Ivoire.
Das Schiff legte in verschiedenen Häfen an, unter anderm auch in Nyon, einem Städtchen, das ehemals von Cäsar gegründet worden war
Das Schiff legte in verschiedenen Häfen an, unter anderm auch in Nyon, einem Städtchen, das ehemals von Cäsar gegründet worden war
Zeugnis davon gibt noch die hier aufgestellte Säulengruppe. Das Chateau des Städtchens zieht natürlich auch den Blick auf sich.
Wir stiegen eine Station vor Ivoire aus, um am Seeufer entlang nach Ivoire zu gelangen. Ivoire
- eigentlich ein kleines Hafenstädtchen mit Mauern, Türmen, einem Schloß, niedrigen Häusern aus grauen Bruchsteinen usw. - zieht doch viele Touristen an
und erinnerte mich an Rothenburg & Co. Aber das tat dem fröhlichen Rundgang bei bestem Wetter keinen Abbruch
Der Bus brachte uns dann über Thonon-les-Bains zu unserm nächsten Hotel, in dem wir abends noch eine Weinprobe genossen, bevor wir unser müdes Haupt schlafen legen konnten
Der nächste und leider schon letzte Tag brachte uns über Evian-les-Bains nach Montreux.
In Evians wurden im 19. Jhdrt die Heilquellen entdeckt, dies bescherte der Stadt eine "Kurarchitektur" der Belle Epoque
In der Villa Lumière ist heute das Rathaus untergebracht, das Kasino glänzt mit byzantinischer Kuppel und großartiger Säulenhalle, das Theater nimmt sich noch recht bescheiden aus neben den großartigen Hotelpalästen
Aber auch die Moderne ist angekommen mit einem gewaltigen Spiegelglasbau
Weiter ging die Fahrt am See entlang Richtung Montreux. Zuerst machten wir Station am Château de Chillon, das wir besichtigten.
Man kommt in die unterirdischen Kerkerräume. Lord Byron schilderte in seiner Ballade "Der Gefangene von Chillon" das Schicksal des berühmtesten Gefangenen Francois de Bonivard, der hier vier Jahre an einer Säule angekettet im Verlies verbringen musste
Bei der Besichtigung hat mir mehr die Aussicht als die Ausstattung imponiert. Wie schön, dass wir in diesem Jhdrt leben!
Jetzt kamen wir noch nach Montreux, das durch sein mildes Klima ein bevorzugter Wohn- und Aufenthaltsort ist.
Es gedeihen neben Feigen-, Maulbeer- und Mandelbäumen sogar Pinien, Zypressen und Palmen. Natürlich prägen auch hier die Hotelpaläste das Stadtbild.
Jetzt war der Kreis um den Lac Léman nahezu geschlossen und wir traten die Heimfahrt an. Sie brachte uns hoch in die Wein- und Schneeberge über den Col de Mosses,
bis wir in Chateau d`Oex noch einmal einen Stop einlegten, um einen Blick in die Käserei zu werfen und uns für daheim mit dem köstlichen Gryères zu versorgen. Müde, aber glücklich über all die schönen Erlebnisse kamen wir zu Hause wieder an.










































