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Das Elsass besitzt drei große Schätze: das Straßburger Münster, den Isenheimer Altar in Colmar und die Humanistenbibliothek in Schlettstadt
Wir kannten das Strassburger Münster und den Isenheimer Altar. Zu unserer Freude organisierte Reviera, unserer bewährte Reiseleiterin, eine Fahrt zum dritten großen Schatz im Elsass, der Humanistenbibliothek.
Am 26.4. sammelten wir uns auf dem Parkplatz bei der Bahnstation Riegel
Wir kannten das Strassburger Münster und den Isenheimer Altar. Zu unserer Freude organisierte Reviera, unserer bewährte Reiseleiterin, eine Fahrt zum dritten großen Schatz im Elsass, der Humanistenbibliothek.
Am 26.4. sammelten wir uns auf dem Parkplatz bei der Bahnstation Riegel
Die Fahrt ging dann im Konvoi in das schöne Städtchen Schlettstatt im Elsass. Die Autos wurden am Stadtrand geparkt, und auf dem Parkplatz gab uns Reviera eine Einführung zu Schlettstadt und der Bibliothek.
Nebenbei sei erwähnenswert, dass im Jahr 1523 erstmalig Weihnachtsbäume in Schlettstadt aufgestellt wurden.
Wir betraten die Stadt zu Fuß durch das Zeitglockentor
Wir betraten die Stadt zu Fuß durch das Zeitglockentor
Drei „Zaungäste“ beobachten uns beim Einzug in die Stadt
und vorbei an St. Luis und St. Fides, einer gotischen und einer romanischen Kirche.
Ein Poster wies auf die Fahrradfreundlichkeit des Städtchens hin.
In der Mitte der Stadt erreichten wir das Bibliotheksgebäude
Es war ursprünglich ein Getreidespeicher. Im 19. Jahrhundert wurden die an anderen Orten gelagerten Buchbestände dorthin überführt. Über eine Treppe vorbei an römischen Artefakten erreichten wir den großen Bibliothekssaal.
Eine Bibliothekarin führte uns durch die geschichtliche Entwicklung der Bibliothek und erläuterte die heutigen Buchbestände.
Es handelt sich im Wesentlichen um zwei Bibliotheken:
* 1 die Bibliothek der Humanistenschule
* 2 die Bibliothek des berühmten Gelehrten Beatus Rhenanus
Im Jahre 1441 berief der Magistrat von Schlettstadt den gebürtigen Westfalen Ludwig Dringenberg zum Leiter der Lateinschule. Dringenberg zeigte sich als talentierter und engagierter Pädagoge, der den Strömungen der damaligen Zeit offen gegenüberstand. Unter seiner Lenkung entstand in Schlettstadt die erste Schule am Oberrhein, in der humanistisches Denken gepflegt wurde. Seine Nachfolger waren Kraft Hofman (1477–1501), Hieronymus Gebwiler (1501–1509) und Hans Sapidus (1510–1525).
Beatus Rhenanus, ein begabter Schüler von Dringenberg hinterließ seine private Bibliothek seiner Vaterstadt Schlettstadt. Diese Bibliothek enthielt bei seinem Ableben im Jahr 1547 etwa 670 in Leder gebundene Bände, die Rhenanus an seinen Studien- und Lehrtätigkeitsorten Straßburg, Basel, Paris und Schlettstadt gesammelt hatte. Die Bibliothek war schon damals kostbar, da Bücher und Handschriften nur in geringer Zahl hergestellt wurden. Diese Bibliothek ist die einzige größere Bibliothek dieser Art, die aus dem Mittelalter praktisch als Ganzes erhalten blieb.
Die Sammlungen der Humanistenbibliothek umfassen Bücher der Bibliothek der humanistischen Schule von Schlettstadt im 15. Jh. und Leihgaben der 'Libraria rhenana'(760 Bände), die dem Humanisten Beatus Rhenanus gehörten. Diese zwei Bibliotheken schildern die Evolution der Bücherherstellung vom 7. bis zum 16. Jh. Die Buchbestände führen durch die Geschichte des elsässischen Humanismus und durch den elsässischen Buchdruck des 15. bis 17. Jh. Besonders erwähnenswert sind die Schriften von Geiler von Kayserberg, Jacques Wimpheling, Beatus Rhenanus, Martin Bucer, das älteste noch erhaltene Buch im Elsass (Merowingerlectionar des 7. Jh.), ein Exemplar des Kapitulars Karl des Groβen (9. Jh.), die Abhandlung über die Architektur von Vitruve (10. Jh.), die Cosmographie von Ringmann und Waldseemüller (von 1507), das Schulheft von Beatus Rhenanus (von 1499), zahlreiche Inkunabel (550) und Werke des 16. Jh..
* 1 die Bibliothek der Humanistenschule
* 2 die Bibliothek des berühmten Gelehrten Beatus Rhenanus
Im Jahre 1441 berief der Magistrat von Schlettstadt den gebürtigen Westfalen Ludwig Dringenberg zum Leiter der Lateinschule. Dringenberg zeigte sich als talentierter und engagierter Pädagoge, der den Strömungen der damaligen Zeit offen gegenüberstand. Unter seiner Lenkung entstand in Schlettstadt die erste Schule am Oberrhein, in der humanistisches Denken gepflegt wurde. Seine Nachfolger waren Kraft Hofman (1477–1501), Hieronymus Gebwiler (1501–1509) und Hans Sapidus (1510–1525).
Beatus Rhenanus, ein begabter Schüler von Dringenberg hinterließ seine private Bibliothek seiner Vaterstadt Schlettstadt. Diese Bibliothek enthielt bei seinem Ableben im Jahr 1547 etwa 670 in Leder gebundene Bände, die Rhenanus an seinen Studien- und Lehrtätigkeitsorten Straßburg, Basel, Paris und Schlettstadt gesammelt hatte. Die Bibliothek war schon damals kostbar, da Bücher und Handschriften nur in geringer Zahl hergestellt wurden. Diese Bibliothek ist die einzige größere Bibliothek dieser Art, die aus dem Mittelalter praktisch als Ganzes erhalten blieb.
Die Sammlungen der Humanistenbibliothek umfassen Bücher der Bibliothek der humanistischen Schule von Schlettstadt im 15. Jh. und Leihgaben der 'Libraria rhenana'(760 Bände), die dem Humanisten Beatus Rhenanus gehörten. Diese zwei Bibliotheken schildern die Evolution der Bücherherstellung vom 7. bis zum 16. Jh. Die Buchbestände führen durch die Geschichte des elsässischen Humanismus und durch den elsässischen Buchdruck des 15. bis 17. Jh. Besonders erwähnenswert sind die Schriften von Geiler von Kayserberg, Jacques Wimpheling, Beatus Rhenanus, Martin Bucer, das älteste noch erhaltene Buch im Elsass (Merowingerlectionar des 7. Jh.), ein Exemplar des Kapitulars Karl des Groβen (9. Jh.), die Abhandlung über die Architektur von Vitruve (10. Jh.), die Cosmographie von Ringmann und Waldseemüller (von 1507), das Schulheft von Beatus Rhenanus (von 1499), zahlreiche Inkunabel (550) und Werke des 16. Jh..
Zusätzlich sind in der Bibliothek Altartafeln und Skulpturen
aus Kirchen von Schlettstadt ausgestellt, die zur Verschönerung der nüchternen Buchregale beitragen ...
Alle Beteiligten
Alle Beteiligten
schauten sich interessiert die herrlichen alten Bücher in den Schauvitrinen an. Einige der Sammlungsobjekte werden hier beispielsweise bildlich dargestellt.:
Wir waren begeistert, doch nach vielen Schauen wurden wir hungrig und das nächste Ziel war ein elsässisches Lokal, wo das Abschlusstreffen
ReRe machte einen kleinen Abstecher nach St.Georg und St. Fides, um die farbigen Glasfenster
in St.Georg aus dem 15 Jh. zu betrachten.
Wir danken Reveria für den großartigen Event und freuen uns schon auf die nächste Exkursion!
Bildquellen:
Bibliotheksgebäude (03c) :“Commons.Wikimedia“-gemeinfrei.,
alle anderen: ReRe.
Bericht am besten mit Mozilla Firefox öffnen!
Wir danken Reveria für den großartigen Event und freuen uns schon auf die nächste Exkursion!
Bildquellen:
Bibliotheksgebäude (03c) :“Commons.Wikimedia“-gemeinfrei.,
alle anderen: ReRe.
Bericht am besten mit Mozilla Firefox öffnen!




















