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Durch den Blasiwald

wandern Trudel, Storchi und Peter

blasiwald_pic1.jpg
von
Seebrugg nach St. Blasien




Nach vielen kalten, regnerischen Tagen klang endlich der Wetterbericht gut.
Wir, Peter und Trudel verabredeten uns zu einer Wanderung. Peter schlug vor, von Seebrugg nach St. Blasien zu laufen, denn ich hatte noch nie den Dom besichtigt und kannte ihn nur vom schnellen Vorbeifahren.
Anneli wurde von dem Vorhaben benachrichtigt und entschloss sich, mit uns zu wandern. Hänschen und Anneli befanden sich am Wochenende in Falkau und so war es kein Problem, unterwegs bei einzusteigen.
Peter saß bereits im Zug, als ich in Kirchzarten zustieg und dann ging es gemeinsam los nach Seebrugg. Der Zug war vollbesetzt mit Rentnern, bepackt mit Rucksäcken und Wanderstöcken. Wie schön, dass wir Rentner auch an Wochentagen unterwegs sein können!!
Ab Seebrugg wanderten wir dann über die Staumauer auf die andere Seite des Schluchsees, um den Einstieg in Richtung Blasiwald zu finden. Es dauerte etwas, bis wir auf dem richtigen Pfad waren, und als wir es geschafft hatten standen wir kurz darauf auf der hinteren Seite der Staumauer und waren erschrocken zu sehen, wie mächtig, groß und dick sie ist.
Mit Anneli und Hänschen hatten wir uns in Althütte verabredet. Anneli hatte auf der Karte eine kleine Kapelle entdeckt und diese war unser Treffpunkt.


Blasiwald 2
Wir wanderten bei Sonnenschein und Wärme eine Zeitlang leider auf asphaltiertem Weg und erreichten erhitzt und durstig Blasiwald. Zwei nette, junge Frauen erklärten uns, dass wir auf dem richtigen Weg seien nach Althütte und schenkten uns sogar ihr Wanderblatt(alle Wege eingezeichnet)
Es war beschwerlich zu laufen, denn es ging immer bergauf auf dem Sträßle.
Als wir plötzlich den Turm einer kleinen Kapelle entdeckten, wussten wir, dass wir nun in Althütte waren. Ein Bänkle an der Kapelle im Schatten eines Baumes lud ein zum Vesper.Wir packten unseren Rucksack aus mit Broten, Äpfeln und Getränk und atmeten tief durch, um uns etwas zu erholen. Just in dem Moment, fuhren Hänschen, Anneli und Oli (der Hund) vor und begrüßten uns freudig. Sie setzten sich zu uns und wünschten uns einen Guten Appetit. Von der gegenüberlegenden Seite aus beobachtete uns ein großer Affe, aus Stein gehauen um den ständig eine graue Katze schlich, die von Oli begrüßt wurde.

Blasiwald 3

Ein Gorilla und andere hübsche Dinge interessierten uns sehr und wir konnten feststellen, dass in dem alten Gemäuer gegenüber ein Bildhauer wohnt und arbeitet. Zum Glück ratterte plötzlich ein Motorrad an, auf dem sich eine hübsche junge Dame befand, die ihr Gefährt dort parkte und scheinbar zu dem Haus und dem Affen gehörte. Diese fragten wir, ob es eine Möglichkeit gäbe, mal in das Innere des Hauses schauen zu dürfen. Erfreut öffnete sie uns die Tür und stellte sich als Tochter des Bildhauers und seiner Frau vor.


Wir waren erstaunt, viele herrliche Sachen entdecken zu können in dem alten Gemäuer, das mit viel Liebe zu einem hellen Atelier umgestaltet wurde. Die junge Frau erzählte uns, dass sie das Kolleg in St. Blasien besucht und hofft, nun bald das Abitur machen zu können. Leider konnten wir den Bildhauer und seine Frau nicht persönlich begrüßen, aber die freundliche Tochter konnte uns viel erzählen über ihre Eltern

Blasiwald 4

Die Wanderung wurde fortgesetzt mit Anneli und Olli gemeinsam. Hänschen fuhr mit dem Auto nach St. Blasien, um uns dort zu empfangen bei der Ankunft.


Blasiwald 5
Oli hatte seine große Freude mit uns dreien, denn sein Vergnügen, einen Stock zu holen, den man ihm wirft, wiederholte sich ständig. Irgendwann stellten wir fest, dass wir auf dem falschen Weg liefen und brauchten eine Zeitlang, um wieder in Richtung St. Blasien zu wandern. Wir liefen lange herunter auf unebenen Wegen durch einen herrlichen Wald, in dem es nach Harz duftete und hofften im Geheimen, St. Blasien auf diesem selbstgesuchten Weg zu erreichen. Nirgendwo ein Wanderzeichen, aber der geschenkte Plan der beiden jungen Frauen half uns dann doch weiter in die richtige Richtung.
Es dauerte nicht lange, als wir freudig den Dom von St. Blasien durch die Bäume entdeckten und dann auch plötzlich vor ihm standen.

Blasiwald 6
Hänschen saß schon ganz ungeduldig auf einer Bank und jubelte, als er uns sah. Er hatte versucht, uns per Handy anzurufen, aber Annelis Handy war versehentlich ausgeschaltet und so hatte er keinen Kontakt aufnehmen können.
Nach der Besichtigung des Doms, lud uns Hänschen zu Kaffee und Kuchen ein.
Ein Bummel über das Stadtfest in St. Blasien beendete die abenteuerliche Wanderung.
Hänschen brachte uns, Peter und Trudel, an den Zug via Kirchzarten/Freiburg und Anneli, Hänschen und Oli kehrten heim nach Falkau zu einem geruhsamen Wochenende.

Autor

Trudel (trudel)

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