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Es war eine große Gruppe von „Feierabendlern“, die sich am Sonntag, 23.10. um 11.30 Uhr am Bahnhof in Emmendingen eingefunden hatte. Noch war es neblig und die Temperaturen lagen im einstelligen Bereich, d. h. wir fröstelten und mancher war froh, sich warm angezogen zu haben.
Aber alle waren wissensdurstig und freuten sich, als uns Helga (Cuba) unsere Führerin, Frau Schmidt-Tull, vorstellte. Nach kurzer Strecke zu Fuß scharte Frau Schmidt-Tull unsere Gruppe um sich und begann uns in Kurzform in die Geschichte der Stadt einzuführen.
Im 4. Jahrhundert besiedelten die Alemannen das Gebiet vom heutigen Emmendingen. Es waren einzelne Bauernhöfe, die um eine kleine Kirche entstanden sind. Sie nannten das Dorf Anemot, später Anemotingen, dann Emitingen aus dem letztendlich die heutige Bezeichnung Emmendingen wurde.
Die Gegend wurde immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht, da die Flüsse Brettenbach, Mühlbach und Elz immer wieder über die Ufer traten. Die erste urkundliche Erwähnung von Emmendingen war im Jahr 1094 n.Chr. Das kleine Dorf stand unter dem Schutz der Herren von Hachberg, die auf der Hochburg ihren Sitz hatten, und ab 1161 n.Chr. auch des Zisterzienserklosters Tennenbach. Die Herren von Hachberg übten die hohe Gerichtsbarkeit im Dorf aus und die Dorfbewohner waren sowohl den Herren von Hachberg als auch dem Kloster Tennenbach abgabepflichtig. 1418 erhielt das Dorf das Marktrecht durch Kaiser Sigismund.
Emmendingen lag am Fernhandelsweg Frankfurt – Basel und hatte daher auch eine strategische Bedeutung, das erkannte der Markgraf Karl II, der im Jahr 1556 Wegezoll erheben ließ. Im Jahr 1590 wurde Emmendingen durch Markgraf Jacob III zur Stadt erhoben und mit einer Stadtmauer umgeben, deren Reste heute noch beim Rathaus zu sehen sind. Sie wurde 1689 von den Franzosen abgebrochen. Beeindruckend ist auch das barocke Rathaus, das 1729 errichtet wurde. Dort hielten die Markgrafen am Mittwoch jeder Woche einen sog. Gerichtstag ab.
Im 4. Jahrhundert besiedelten die Alemannen das Gebiet vom heutigen Emmendingen. Es waren einzelne Bauernhöfe, die um eine kleine Kirche entstanden sind. Sie nannten das Dorf Anemot, später Anemotingen, dann Emitingen aus dem letztendlich die heutige Bezeichnung Emmendingen wurde.
Die Gegend wurde immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht, da die Flüsse Brettenbach, Mühlbach und Elz immer wieder über die Ufer traten. Die erste urkundliche Erwähnung von Emmendingen war im Jahr 1094 n.Chr. Das kleine Dorf stand unter dem Schutz der Herren von Hachberg, die auf der Hochburg ihren Sitz hatten, und ab 1161 n.Chr. auch des Zisterzienserklosters Tennenbach. Die Herren von Hachberg übten die hohe Gerichtsbarkeit im Dorf aus und die Dorfbewohner waren sowohl den Herren von Hachberg als auch dem Kloster Tennenbach abgabepflichtig. 1418 erhielt das Dorf das Marktrecht durch Kaiser Sigismund.
Emmendingen lag am Fernhandelsweg Frankfurt – Basel und hatte daher auch eine strategische Bedeutung, das erkannte der Markgraf Karl II, der im Jahr 1556 Wegezoll erheben ließ. Im Jahr 1590 wurde Emmendingen durch Markgraf Jacob III zur Stadt erhoben und mit einer Stadtmauer umgeben, deren Reste heute noch beim Rathaus zu sehen sind. Sie wurde 1689 von den Franzosen abgebrochen. Beeindruckend ist auch das barocke Rathaus, das 1729 errichtet wurde. Dort hielten die Markgrafen am Mittwoch jeder Woche einen sog. Gerichtstag ab.
Unsere Führerin machte uns auch auf das älteste Gasthaus „Krone-Post“ aufmerksam und auf das Relief eines Postillon mit der Jahreszahl 1725.
Sie erzählte vom Martinimarkt, der immer ein großes Fest auf dem Marktplatz war und an dem die Bauern ihre Waren feilboten.
Auch hatte der Henker in Emmendingen einen besonderen Status: Er war sehr geachtet und hatte neben dem Rat der Stadt und - im Gegensatz zu anderen Städten - eine hohe gesellschaftliche Stellung.
Das Gasthaus „Löwen“ wurde durch Goethe in seinem Werk Hermann und Dorothea bekannt. Auch das Hotel „Adler“,an dessen Fassade auch „Hotel á l`aigle“ steht und in dem der französische General le Poui wohnte, hatte eine wechselvolle Geschichte.
Sie erzählte vom Martinimarkt, der immer ein großes Fest auf dem Marktplatz war und an dem die Bauern ihre Waren feilboten.
Auch hatte der Henker in Emmendingen einen besonderen Status: Er war sehr geachtet und hatte neben dem Rat der Stadt und - im Gegensatz zu anderen Städten - eine hohe gesellschaftliche Stellung.
Das Gasthaus „Löwen“ wurde durch Goethe in seinem Werk Hermann und Dorothea bekannt. Auch das Hotel „Adler“,an dessen Fassade auch „Hotel á l`aigle“ steht und in dem der französische General le Poui wohnte, hatte eine wechselvolle Geschichte.
Im 17. Jhdt. erhielt Emmendingen auf Antrag vom Markgraf das Recht eine sog. Lateinschule aber nur für Knaben einzurichten, sie war der Vorreiter des heutigen Gymnasiums.
Weiter ging`s zum sog. Schlosser-Haus, in welchem die Schwester von J.W.von Goethe, Cornelia Schlosser, lebte und wo sie 1777 nach einem wechselvollen und tragischen Leben verstarb.
Im Schlosserhaus verkehrten neben Goethe viele berühmte Schriftsteller. Goethe selbst war einige Male in der Stadt und besuchte seine Schwester.
Im Schlosserhaus verkehrten neben Goethe viele berühmte Schriftsteller. Goethe selbst war einige Male in der Stadt und besuchte seine Schwester.
Von den früheren 3 Stadttoren ist heute noch eines in renoviertem Zustand erhalten.
In Emmendingen war auch eine große jüdische Gemeinde, deren Synagoge von den Nationalsozialisten gesprengt worden ist. Die Emmendinger Juden wurden in das Lager Gurs in Südfrankreich gebracht, wo viele verstorben sind.
Heute gibt es wieder eine kleine jüdische Gemeinde. Wir sahen auch den Grundriss der damaligen Synagoge auf dem Schlossplatz. Er war zum Gedenken an den Jahrestag der verschleppten Juden mit Rosen bestreut.
Heute gibt es wieder eine kleine jüdische Gemeinde. Wir sahen auch den Grundriss der damaligen Synagoge auf dem Schlossplatz. Er war zum Gedenken an den Jahrestag der verschleppten Juden mit Rosen bestreut.
Unsere Führerin erzählte uns auch von den Industriefirmen, die in Emmendingen ansässig waren und zum Teil noch sind, so z.B. Spinnerei Ramie, Papierfabrik Sonntag, Zigarrenfabriken, Upat-Dübel u.a.
Im Jahr 1845 erhielt Emmendingen einen eigenen Bahnhof und war fortan an die Eisenbahnlinie Frankfurt-Basel angeschlossen.
Heute hat Emmendingen rund 26 000 Einwohner (incl. Eingemeindungen) und ist vorwiegend eine Stadt der Dienstleistungen, nachdem der größte Teil der Industriefirmen eingegangen ist, sagte uns Frau Schmidt-Tull.
Nach ca. 2 Stunden war unsere aufschlussreiche Führung beendet. Zwischenzeitlich hatte sich auch der Nebel verzogen und die Sonne sandte ihre wärmenden Strahlen.
Zum Abschluss saßen wir alle noch vergnügt im Restaurant „Emotion“ bei gutem Essen beisammen, bevor sich die Einzelnen auf den Heimweg machten.
Ein schöner, lehrreicher Tag war vergangen und Helga/Cuba gebührt unser Dank für die Organisation und den Fotografen für die wunderschönen Bilder.
Fotos: wibldibl und anmargi
Im Jahr 1845 erhielt Emmendingen einen eigenen Bahnhof und war fortan an die Eisenbahnlinie Frankfurt-Basel angeschlossen.
Heute hat Emmendingen rund 26 000 Einwohner (incl. Eingemeindungen) und ist vorwiegend eine Stadt der Dienstleistungen, nachdem der größte Teil der Industriefirmen eingegangen ist, sagte uns Frau Schmidt-Tull.
Nach ca. 2 Stunden war unsere aufschlussreiche Führung beendet. Zwischenzeitlich hatte sich auch der Nebel verzogen und die Sonne sandte ihre wärmenden Strahlen.
Zum Abschluss saßen wir alle noch vergnügt im Restaurant „Emotion“ bei gutem Essen beisammen, bevor sich die Einzelnen auf den Heimweg machten.
Ein schöner, lehrreicher Tag war vergangen und Helga/Cuba gebührt unser Dank für die Organisation und den Fotografen für die wunderschönen Bilder.
Fotos: wibldibl und anmargi



















































Vielen herzlichen Dank für Deine super Organisation dieses Tages in Emmendingen, liebe Helga! Es macht Freude, Deinen Bericht zu lesen, lieber Werner! Er gibt in Deinem schon bekannten tollen Stil alles Wissenswerte wider, was wir gesehen und gehört haben. Vielen Dank! Margit
Danke für den guten Bericht, der sicher nicht einfach zu schreiben war mit der Füller von Invormationen. Die wirkich gut gelungenen Bilder geben den Tag gut wieder. Es ist immer beruhigend, wenn man den Eindruck hat, dass es allen gefallen hat, danke Euch allen! Helga
Zunächst einmal an Helga/cuba herzlichen Dank für ihr großes Engagement für unsere FA-Gruppe. Mit ihrer ansteckenden Begeisterungsfähigkeit verschafft sie uns immer wieder so vielfältige bereichernde Erlebnisse. Auch an Werner lieben Dank für den detailreichen und so schnell verfassten Bericht, ebenso den Fotografen für die wie immer herrlichen Bilder und nicht zuletzt unserer Margit für ihr flinkes Einsetzen des Berichtes. Liebe Grüße Ingeborg
Lieber Werner! Herzlichen Glückwunsch zu Deinem, für Dich, "strapaziösen" Bericht. Da musstest Du die ganze Zeit über die Veranstaltungsdauer recherchieren. Mit anderen Worten: Höchst konzentriert Zuhören und Stichworte in die Agenda schreiben. Tolles Ergebnis! Chapeau! P.S. Man sollte ein kleines Diktiergerät zur Hand haben, dann wäre die Recherche weniger anstrengend.
Da wäre ich gern dabei gewesen, liebe Helga!Ein interessanter Bericht mit gut gelungenen Bildern! Danke!Ich vermisse nur den Grabstein von Cornelia Goethe. Nachdem ich ihre Biographie gelesen, hat ihr Schicksal mich sehr berührt...Musy
... hinzu kamen noch ganz bestimmt sehr kalte Finger beim Schreiben, dafür verdient Werner noch ein Extra-Lob!
Dolle Leistung von Werner. Ich kann mich da nur den Worten von Ingeborg (ibobibo) anschließen und danke sagen. Ebenso ist unsere Cuba zu loben für Ihren Einsatz und dazu noch die besonders gelungenen Fotos von Margit und Erwin. Es war mal wieder ein wunderschöner Tag mit FA.
Auch wenn man Emmendingen so gut kennt wie ich, die ich dort jahrzehntelang gelebt habe, wurde mir durch Deinen Bericht, lieber Werner, die Geschichte der Stadt sehr lebendig vor Augen geführt und ich bedauere fast, nicht bei der Führung dabei gewesen zu sein. Schöne Grüsse von Uta (vamp)
Dass Emmendingen so interessant ist, hätte ich nicht geglaubt. Der Beweis ist der Bericht und die schönen Fotos, die noch schöner im Herbstlicht sind. Herzlichen Glückwunsch euch allen, dass ihr Helga - cuba habt, die so etwas auf die Beine stellt! Lieben Gruß, Käthe
Nun haben wir dei Schokoladenseiten von Emmendingen kennen gelernt mit alten und modernen Gebäuden und auch noch nachdenkliches gehört durch die Stadtführerin, die Du, liebe Helga, für uns organisiert hast. Ganz vielen Dank dafür. Lieber Werner, nicht umsonst hast du Dich Bleistift genannt, Du kannst aber auch trefflich zusmmenfassen, vielen Dank für den aufschlußreichen Bericht. Und liebe Margit, die guten Fotos ergänzen alles wunderbar. herzlichst Gisela