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Im EUROPAPARK mit dem ZDF

und mit dem Feierabend-Team

ZDF 1
Rust-Expedition

Freiburg, im Mai 2005: Zunächst eine Frage vom Regenmacher Helmut,
der Quizmaster vom Storchennest:
Durch wie viel Länder kann ein kleines Flüsschen fließen? 1 bis 15 Antworten sind möglich? Es ist nicht die Dreisam von Freiburg!
Nicht die Oos in Baden - Baden! Es ist ein kleiner Bach, der auf denen uns so bekannten Bergen wie den Gschasikopf (1045 m), Geißberg und Rohrhardsberg ( 1155 m) entspringt und dann im Hinterprechtal nach Norden fließt. Erst im Ort Oberprechtal besinnt er sich eines Besseren und fließt an Elzach, Winden, Gutach, Waldkirch vorbei und erreicht bei Buchholz die Rheinebene. Bei Riegel vermischt sich das Wasser mit dem Wasser der Dreisam. Die beiden müssen jedoch gleich wieder Wasser lassen, und zwar in den Leopoldkanal. Nur die „Alte Elz“ darf ihr Wasser behalten, welches dann im Ruster Europapark zu sinnvollen Dingen und auch unsinnigen Spritzereien verwendet wird.






ZDF 2
Liebe Leute, ihr werdet Euch fragen woher ich das alles weiß? Als neuer Reporter vom ZDF (Zweites Deutsches Fern- und Nahsehen) muss man den Dingen natürlich auf den Grund gehen. Statt Kurhaus, Spielbank, Lichtentaler Allee wurden wir von Anneli Nawrath einfach umgepolt und als Vergnügungstester eingesetzt.


ZDF 3
Zurück zu meiner Frage: Durch wie viele Länder fließt nun die Alte Elz? Es sind genau 12 Länder, dazu kommen noch, die „Welt der Kinder“, „Chocoland“ und „Abenteuerland“, durch die sich Tag für Tag unzählige Menschen mit Kind und Kegel ohne Grenzschwierigkeiten frei bewegen. Die alten Badener würden sagen „ja gits des au“, und die Schwaben, natürlich die Echten, sagen wie immer „hanno, so ebbis“.


ZDF 4
Pünktlich, waren wir um 13°° Uhr in der Halle des Hotels Colosseo zur Stelle.
In der Halle des Prachtbaues haben sich unsere „Trainer“ vorgestellt. Die Damen und Herren, vom ZDF, wie Kameramann, Tontechniker und Regieassistentin. Dann waren die Leute dran, denen wir das ganze zu verdanken hatten, die Leute vom "www.Feierabend-com" an der Spitze Herr Alexander Wild. Zum Schluss die Managerinnen vom Park, die uns begleiteten und alle Türen und Tore öffneten, sie dienten auch als “Meeting Point“, wenn wir nicht mehr weiter wussten!


ZDF 5
Wir sollten herausfinden, welche Attraktionen seniorentauglich sind und mussten diese auch noch beurteilen. Es war daher kein reines Vergnügen sondern Arbeit, Siggi würde sagen „Wir mussten Hirnen“.

ZDF 6
Zunächst bezogen wir unsere Zimmer, denn es sollte ja alles in zwei Tagen geschehen. Dies
war auch notwendig. Die Matratzen, die Bettwäsche, die Lüftung, das Bad, alles war zu testen.
Das Hotel war so auf Rom getrimmt, dass sogar alte Wäsche an Leinen aus den Fenstern hing. In welches Zimmer wir auch schauten, Leonardo da Vinci war schon da.
Überall „Rom“ und „Italien“, man konnte meinen wir sind im Urlaub. Alles italienisch, sogar die Stimme im Aufzug die angekündigt hat in welchem Stockwerk man sich gerade befand. Nur die Eselsmilch als Schönheitsmittel für Frauen hat gefehlt, dafür gab es ein gutes Duschgel.

ZDF 7
Nachdem die Koffer und wir versorgt waren, ging es in den Europapark.
Durch einen Tunnel konnte man bequem den Hintereingang erreichen, und schon war man in Spanien mit Arena ohne Stierkämpfe, Restaurant Don Quichotte, Freilichtbühne, aber auch das Hotel ALCAZAR
und das Hotel EL ANDALUZ.
Ein paar Schritte, und wir befanden uns in Portugal. Hier kam die Frage auf, wer testet die neue „Atlantica Super Splash“. Wenn gedacht wurde, dass hier vielleicht unter den Senioren Zweifel aufgekommen wären ob wir da kneifen würden? Nein wir waren so ein toller, lustiger Haufen dass, obwohl es von unten sehr nass aussah, doch die Bereitschaft da war den Spaß zu testen. Und schon saßen wir im Boot. Es ging auch gleich den ersten Turm hoch. Oben wurden wir gedreht, natürlich nicht wir z.B. mit den Köpfen nach unten, nein nur die Richtung des Bootes.
Dann ging es rückwärts zum nächsten Turm. Und wieder eine Drehung und jetzt rauschten wir steil vorwärts der Wasserfläche entgegen. Dort spritzten die Wasserfontänen nur so zur Seite. Wir im Boot haben nur ein paar Spritzer abbekommen.
So gaben wir unseren „Meeting Point’s“ ein Zeichen, dass wir noch einmal wollten! Und so ging es auch schon wieder bergauf. Es war einfach herrlich!
Wir waren gespannt was nun kommen sollte. Doch halt, wir mussten erst noch „hirnen“ d.h. unser Urteil abgeben. Es lautete: Auch für Senioren sehr gut geeignet, wenn sie erst einmal ihre Angst begraben hatten.

ZDF 8
Es sei mir hier erlaubt, die Dinge nicht chronologisch wieder zu geben. Ich will nur das Wesentliche herausgreifen und berichten.
Als wir nach Griechenland kamen knurrte unser Magen so sehr,
als wäre es der Fluch der Kassandra. Wir hatten nur am Morgen das Frühstück in Freiburg zu uns genommen.
Die Taverne Mykonos war ganz in der Nähe, so stürzten wir dahin, Hans vorneweg. Doch was wurde uns da angeboten? Griechische Spezialitäten in mediterranem Ambiente, Tintenfischstückchen, vegetarisches Pita-Brot usw. Weil ich zu lange überlegt habe, was ich essen sollte, hatte das Gros unserer Meute schon gegessen und war wissbegierig unterwegs zur Wasserachterbahn Poseidon. Ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen und konnte von der Terrasse der Taverne zusehen, wie sie auf dieser Bahn nass wurden.
Es spritzte gewaltig, doch was das Gerät der Bahn nicht ausreichend verursachen konnte haben dann Zuschauer mit fest montierten Wasserpistolen vom Rande des Wasserbeckens aus nachgeholt.

ZDF 9
Dann wurde die Frage gestellt, (weil wir ja alle eine Karte vom Europaparks bekommen hatten) wie schnell wir herausfinden können, wo die Seebühne ist.

Peter hatte zu Beginn der Exkursion den Vorschlag gebracht, die Karte sollte in gleiche Quadrate eingeteilt sein. Bei der Aufzählung der Attraktionen könnten die Quadrate mit angegeben werden. z.B. 660 Norwegische Stabkirche C 7. 350 Schweizer Bobbahn C 4 usw.

Schweizer Bobbahn, ja das musste natürlich sein. Ich hatte vor Jahren keine so gute Erfahrung damit gemacht, da war ich noch jünger und jetzt bin ich im „Tätschmeralter“, was ist da der Unterschied? Wir stiegen mit einem Jodler im Ohr fröhlich in den Bob. Als wir unten ankamen waren die Gesichter grau und nicht mehr so fröhlich.
Fazit: Für Senioren nicht unbedingt zu empfehlen!



ZDF 10

Nach dem „Hirnen“ ging es weiter zum “Euro-Tower“. Da konnte man sich von der Schweiz erholen. Es wurde bemängelt, dass die Gondel oben nicht eine Fotopause macht, wie in einem Drehkaffee.
Dabei könnte der ganze Park von oben in aller Ruhe und in allen Richtungen angeschaut werden. Dies ist wohl auch vom EP-Express möglich, doch nicht mit dieser wunderbaren Aussicht wie vom Turm.

ZDF 11
Langsam ging es Richtung Hotel. So kamen wir auch nach Holland. Feststellen konnte man es an den wunderschönen Tulpen. Im Übrigen war die ganze Anlage des Europaparks wunderschön angelegt und gepflegt. Es sind ständig „Papermen“ unterwegs, welche die rücksichtslos fortgeworfenen Zigarettenkippen und Papierchen aufsammeln.

Hier in Holland wollten wir uns nur im Kaffeetassen Karussell ein bisschen ausruhen und bewegen lassen. Mit der Hoffnung einer gemütlichen Runde hat sich das Ding immer schneller und schneller gedreht.
Lisa, die schon Probleme bei der Bobbahn hatte hob den Arm, damit der gute Mann am Schalter das Ding stoppen sollte.
Doch er hat das Zeichen falsch verstanden, weil wir einen Kameramann dabei hatten, liess er es doppelt oder dreimal so lang laufen. Lisa meinte später, sie hätte noch drei, vier Tage später Probleme gehabt.

Die Tassen sind also für Senioren geeignet, nur sollte kein Kameramann dabei sein.
Anderorts wurde schon gesagt, das seien Dreharbeiten für die Sendung „Versteckte Kamera“ und so weiter.

ZDF 12
Bis zum Abendessen war noch Zeit. Das hat zu ein bisschen Matratzenhorchdienst eingeladen und man konnte sich auch wieder ein frisch machen.
Für uns war im Restaurant Medici ein Tisch reserviert. Dann schauten wir die Speisekarte an:

Carpaccio di manzo con rucola = Marinierte Rinderfiletscheiben auf Rucola mit gehobelten Parmesanspänen, = Vitello Tonnato al profumo e guesto = Kaltes Kalbfleisch mit Thunfischsauce und kleinem Salatsträußchen, = “L’antipsto del Colosseo“ con funghi marinati, melanzane e zucchine alla griglia, frutti di mare, prosciutto di Parma, salame e Taleggio = “Antipasti Colosseo” mit marinierten Pilzen, Zucchini und Auberginen vom Grill, Meeresfrüchtesalat, Parma Schinken, Salami und Taleggio-Käse,= Saltimbocca alla „Romana“ con prosciutto e salvia contorno di spaghetti al pesto = Kalbsschnitzel “Römische Art” gefüllt mit Landschinken und Salbei dazu Pesospaghetti usw. usw.

Dies war nur ein kleiner Ausschnitt der Speisekarte die ein Format von 6 in Worten sechs DIN A4 Seiten hatte. So ist es kein Wunder, dass wir etwas warten mussten, bis aufgetragen wurde. Doch dafür hat es vorzüglich geschmeckt.
Die Wartezeit wurde durch eine Wasserorgel im Innenhof des Hotels kurzweilig gemacht. Wenn man bedenkt, was aus dem Schwarzwaldwasser der alten Elz alles gezaubert werden kann!



ZDF 13
Hier noch einmal ein kurzer Testbericht: Die Gänge sind alle nach Römerart mit Steinplatten belegt. Würde ein Läufer von ca. 80 cm bis 1m in der Mitte liegen, könnte das Steinpflaster
noch bewundert werden, jedoch die Tritte der Stöckelschuhe aus der Bar heimkehrenden Damen wären für die schon schlafenden Gäste nicht mehr wahrnehmbar.
Und noch’n Gedicht, nein noch eine Anmerkung: Als Senioren werden wir nicht nur immer kleiner, auch der Magen schrumpft! Auf dieser großen Speisekarte und auf den Speisekarten im Park waren nur Kinderteller vermerkt. Ältere Menschen sind scheu. Es wäre vorteilhaft , wenn da stehen würde „ Kinderteller und für ältere Menschen“ oder „Piatti per Bambini et i pin vecchi (oder anciani. )

ZDF 14
Der folgende Tag war nicht ganz so aufregend, obwohl sehr aufreibende Situationen dabei waren. So fanden wir es schön uns von der Panoramabahn durch den Park fahren zu lassen. Das Einsteigen war noch möglich, doch für korpulentere Menschen könnte es unbequem werden, wenn die Enkel nicht allein Zug fahren sollen.





Die Anderen Attraktionen wie Dschungelfloßfahrt, Mississippidampfer usw. sind selbstverständlich auch für ältere Menschen geeignet. Für uns war das Floßfahren im Skandinavischen Fjord (Fjord-Rafting) noch sehr aufregend.
Wenn eine Kamera den Geist wegen eines Wasserschadens aufgegeben hat, dann hier.
Selbst der Kameramann vom ZDF wäre um ein Haar hier baden gegangen, weil er die Kamera halten musste. Er hatte keine weiteren Hände zum Festhalten und wenn die Reifen in denen wir saßen an einem Hindernis anstießen, hat es einen heftigen Ruck gegeben. Es ging noch einmal gut.

Testergebnis: Für „ängstliche Senioren“ nur bedingt geeignet, selbst wenn es den meisten von uns sehr viel Spaß machte!


Beim Abschlussgespräch wurde die Sauberkeit im ganzen Park hervorgehoben und das immer und überall freundliche Personal wurde gelobt.
Hier in Rust hat die Familie Mack ein Paradies für Klein und Groß, für Jung und Alt geschaffen.
Einer hat irgendwann mal gesagt:

„Arbeite als würdet ihr kein Geld brauchen,
liebt – als hätte euch noch nie jemand verletzt,
tanzt als würde keiner hinschauen,
singt als würde keiner zuhören,
lebt als wäre das Paradies auf Erden.“



Wir danken dem Europapark, dem Feierabendteam und dem ZDF
für diese zwei wunderschönen Tage!



Wir kommen sehr gern
immer wieder in den Europapark!

Autor

Helmut (Regenmacher)

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