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Am Fuß des 1.414 m hohen Belchen liegt in wundervoller Landschaft das stille Münstertal. Auf einer Anhöhe liegt majestätisch die Benediktinerabtei St. Trudpert. Für 23 FA-ler war sie am 16. August 2011 das Ziel. Trudel und Peter/RERe hatten die Pfarrkirche und den wunderbaren Garten bei einer ihrer kleinen Wanderungen schon besichtigt. Auch Margit war überzeugt, daß St. Trudpert ein lohnendes Besichtigungsziel sei und vereinbarte für uns die Besichtigung des Klosters und der Klosterkirche.
Und heute war es soweit. Mit dem Zug gut zu erreichen, natürlich mit dem Auto noch schneller. Wir standen bereits vor 14.00 Uhr erwartungsfroh vor dem Klostergebäude und warteten auf Schwester Jovita, die uns durch das Kloster führen wollte. Schwester Jovita war 13 Jahre Kindergarten-Leiterin, dann 10 Jahre Gemeindereferentin. Jetzt ist sie zuständig für die Klosterführungen. Auch leitet sie die Besinnungstage.
Als erstes wurden wir in die Pfortenkapelle geführt. Dort erfuhren wir einiges aus der Geschichte des Klosters:
Um das Jahr 600 gründete der Wandermönch Trudpert, der unter der Obhut eines iro-schottischen Klosters stand, im Münstertal eine Einsiedelei, um die heidnischen Alemannen zu missionieren. Sein Wirken war allerdings nur von kurzer Dauer, denn schon drei Jahre später - so die Legende - wurde er dort, wo heute die Quelle entspringt, von zwei Einwohnern des Tals mit der Axt erschlagen. Diese waren ihm von Graf Otbert als Rodknechte zugeteilt worden. Graf Otbert ließ den Leichnam in dem Bethaus in einem steinernen Sarg ehrenvoll beisetzen. Im Jahr 815 wurde der Märtyrer Trudpert von Papst Stefan heilig gesprochen.
Um das Jahr 600 gründete der Wandermönch Trudpert, der unter der Obhut eines iro-schottischen Klosters stand, im Münstertal eine Einsiedelei, um die heidnischen Alemannen zu missionieren. Sein Wirken war allerdings nur von kurzer Dauer, denn schon drei Jahre später - so die Legende - wurde er dort, wo heute die Quelle entspringt, von zwei Einwohnern des Tals mit der Axt erschlagen. Diese waren ihm von Graf Otbert als Rodknechte zugeteilt worden. Graf Otbert ließ den Leichnam in dem Bethaus in einem steinernen Sarg ehrenvoll beisetzen. Im Jahr 815 wurde der Märtyrer Trudpert von Papst Stefan heilig gesprochen.
Der spirituelle Mittelpunkt dieses alten sakralen Ortes ist die Quelle in der ausgeschmückten Kapelle, die auf dem Grab von St. Trudpert errichtet wurde.
Sie übte jahrhundertelang eine große Anziehungskraft auf die Gläubigen aus. Das Wasser der Quelle soll bei Augenleiden geholfen haben.
Sie übte jahrhundertelang eine große Anziehungskraft auf die Gläubigen aus. Das Wasser der Quelle soll bei Augenleiden geholfen haben.
Heute wird der Sonntag nach dem 26. April von der Gemeinde als Trudpertusfesttag begangen. An diesem Tag werden die Statue des Heiligen, der barocke Reliquienschrein von 1714 und das berühmte Niellokreuz aus dem 12. Jh. in feierlicher Prozession um Kapelle, Kloster und Pfarrkirche getragen.
Um das Jahr 800 gründen Benediktiner aus St. Gallen die Abtei St. Trudpert. Es entwickelte sich im Laufe vieler Jahrhunderte ein blühendes Kloster, an dem allerdings die Wirren der Zeit nicht spurlos vorübergingen. Die Geschichte des Münstertales ist geprägt vom Kampf der weltlichen Herren und des Klosters um den Besitz der Silbergruben, da ein einheitliches Bergrecht noch nicht existierte und sowohl der Kaiser als auch der Landesherr oder der Grundeigentümer das Recht zum Betreiben von Bergwerken für sich in Anspruch nahmen. Die blühende Stadt Münster, die aufgrund des ertragreichen Silberbergbaus im Tal entstehen konnte, wurde 1346 aus Konkurrenzneid von den Freiburgern vollständig zerstört. In der Folge und mit der Erschöpfung der Silberminen geht auch ein jäher Niedergang des Klosters einher.
1618 bis 1648, der Dreißigjährige Krieg bringt den vollständigen Ruin des Klosters. Am Ende des Jahres 1632 zerstören Tausende Schweden das Kloster. Erst Jahrzehnte später leitet Abt Augustin Sengler die Bauperiode ein, aus der die heutige Barockkirche hervorging (zwischen 1710 und 1738). Baumeister von Kirche und Kloster war der Vorarlberger Peter Thumb.
Das Kloster St. Trudpert war im Mittelalter zu einem blühenden geistigen und auch künstlerischen Gemeinwesen geworden. Zeugnis davon geben die beiden Vortragekreuze aus dem 12. Jahrhundert. Die Kunstwerke des Klosters wurden in die ganze Welt verstreut, als 1806 nach der Aufhebung des Klosters in der Säkularisation die Mönche das Kloster verlassen mussten. Das ältere romanische der beiden Vortragekreuze ist heute noch in St. Trudpert. Das jüngere gotische befindet sich in der Ermitage in St. Petersburg. Im Herbst 2003 ist es in der Ausstellung des Augustinermuseums "Das Kreuz aus St. Trudpert in der Staatlichen Ermitage St. Petersburg und das Niello-Kreuz in St. Trudpert" nach rund 200-jähriger Abwesenheit vom Oberrhein für einige Wochen in seiner ursprünglichen "Heimat" zu bewundern gewesen, zusammen mit dem älteren romanischen, in Niello-Technik gearbeiteten Vortragekreuz, das gleichfalls zum Kirchenschatz des Klosters St. Trudpert gehört und an Ort und Stelle die Stürme der Säkularisation überdauert hat, bevor es vor nicht allzu langer Zeit in eine Sicherheitsverwahrung gegeben wurde. Schwester Jovita erzählt uns, dass sie und alle ihre Mitschwestern die Ausstellung im Augustinermuseum besucht hätten. Sie waren von der eindrucksvollen Gegenüberstellung der beiden Kreuze in der Ausstellung sehr berührt.
Um das Jahr 800 gründen Benediktiner aus St. Gallen die Abtei St. Trudpert. Es entwickelte sich im Laufe vieler Jahrhunderte ein blühendes Kloster, an dem allerdings die Wirren der Zeit nicht spurlos vorübergingen. Die Geschichte des Münstertales ist geprägt vom Kampf der weltlichen Herren und des Klosters um den Besitz der Silbergruben, da ein einheitliches Bergrecht noch nicht existierte und sowohl der Kaiser als auch der Landesherr oder der Grundeigentümer das Recht zum Betreiben von Bergwerken für sich in Anspruch nahmen. Die blühende Stadt Münster, die aufgrund des ertragreichen Silberbergbaus im Tal entstehen konnte, wurde 1346 aus Konkurrenzneid von den Freiburgern vollständig zerstört. In der Folge und mit der Erschöpfung der Silberminen geht auch ein jäher Niedergang des Klosters einher.
1618 bis 1648, der Dreißigjährige Krieg bringt den vollständigen Ruin des Klosters. Am Ende des Jahres 1632 zerstören Tausende Schweden das Kloster. Erst Jahrzehnte später leitet Abt Augustin Sengler die Bauperiode ein, aus der die heutige Barockkirche hervorging (zwischen 1710 und 1738). Baumeister von Kirche und Kloster war der Vorarlberger Peter Thumb.
Das Kloster St. Trudpert war im Mittelalter zu einem blühenden geistigen und auch künstlerischen Gemeinwesen geworden. Zeugnis davon geben die beiden Vortragekreuze aus dem 12. Jahrhundert. Die Kunstwerke des Klosters wurden in die ganze Welt verstreut, als 1806 nach der Aufhebung des Klosters in der Säkularisation die Mönche das Kloster verlassen mussten. Das ältere romanische der beiden Vortragekreuze ist heute noch in St. Trudpert. Das jüngere gotische befindet sich in der Ermitage in St. Petersburg. Im Herbst 2003 ist es in der Ausstellung des Augustinermuseums "Das Kreuz aus St. Trudpert in der Staatlichen Ermitage St. Petersburg und das Niello-Kreuz in St. Trudpert" nach rund 200-jähriger Abwesenheit vom Oberrhein für einige Wochen in seiner ursprünglichen "Heimat" zu bewundern gewesen, zusammen mit dem älteren romanischen, in Niello-Technik gearbeiteten Vortragekreuz, das gleichfalls zum Kirchenschatz des Klosters St. Trudpert gehört und an Ort und Stelle die Stürme der Säkularisation überdauert hat, bevor es vor nicht allzu langer Zeit in eine Sicherheitsverwahrung gegeben wurde. Schwester Jovita erzählt uns, dass sie und alle ihre Mitschwestern die Ausstellung im Augustinermuseum besucht hätten. Sie waren von der eindrucksvollen Gegenüberstellung der beiden Kreuze in der Ausstellung sehr berührt.
Hofrichter Konrad von Andlau erwarb 1808 den größten Teil der klösterlichen Gebäude und Güter, um sie vor dem Verfall und der Zerstörung zu retten. Erst im Jahre 1920 wurden sie wieder ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung zugeführt. Schwestern aus dem Elsass erwarben die Gebäude und ließen sich hier nieder. Pfarrer Willibald Strohmeyer war 1924-1931 Superior dieser Neugründung. Heute ist St. Trudpert das Mutterhaus der "Schwestern vom hl. Josef", die in zahlreichen sozialen und caritativen Bereichen tätig sind.
Da die ehemalige benediktinische Klosterkirche Anfang des 19. Jahrhunderts an den neugegründeten badischen Staat überging und gleichzeitig Pfarrkirche für die Bevölkerung des Münstertales wurde, ließ der Schwesternorden Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts eine eigene Klosterkirche - eine Kuppelkirche - errichten. Leider mussten schon 1929 sämtliche Bauarbeiten eingestellt werden, da durch den Bankrott und das betrügerische Verhalten einer Freiburger Bank die Schwestern an den Rand ihrer Existenz gebracht wurden. Es war kein Geld mehr da und die Schwestern lebten in bitterer Armut. Während des zweiten Weltkrieges wurden Flüchtlinge, Umsiedler und Obdachlose im Kloster aufgenommen. Zahlreiche Schwestern arbeiteten in den Lazaretten. Ein großes Unglück war, dass der Dekan Willibald Strohmeyer in den letzten Kriegstagen von den Nazis ermordet wurde.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die seit 1929 ausgesetzten Bauarbeiten an der Klosterkirche wieder aufgenommen und am 09.05.1965 konnte der erste Gottesdienst gefeiert werden.
Dies alles berichtet uns Schwester Jovita, und wir sind sehr eingenommen von ihrer ruhigen und freundlichen Art und ihrer Bereitschaft, uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Am Vortag unseres Besuches wurde Maria Himmelfahrt gefeiert; an diesem Tag ist auch die Kräuterweihung. Ein großer Strauß Kräuter steht deshalb im Altarraum, den eindrucksvolle Holzstatuen von Jesus, Maria und Johannes schmücken. Die Wände und die Kuppeldecke der Klosterkirche wurden vom Kirchenmaler Josef Lorch aus Füssen gestaltet; die Fenster sind aus weißem Flussglas, in Blei gefasst. Der hohe Kirchenraum ist wohltuend schlicht gestaltet.
Da die ehemalige benediktinische Klosterkirche Anfang des 19. Jahrhunderts an den neugegründeten badischen Staat überging und gleichzeitig Pfarrkirche für die Bevölkerung des Münstertales wurde, ließ der Schwesternorden Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts eine eigene Klosterkirche - eine Kuppelkirche - errichten. Leider mussten schon 1929 sämtliche Bauarbeiten eingestellt werden, da durch den Bankrott und das betrügerische Verhalten einer Freiburger Bank die Schwestern an den Rand ihrer Existenz gebracht wurden. Es war kein Geld mehr da und die Schwestern lebten in bitterer Armut. Während des zweiten Weltkrieges wurden Flüchtlinge, Umsiedler und Obdachlose im Kloster aufgenommen. Zahlreiche Schwestern arbeiteten in den Lazaretten. Ein großes Unglück war, dass der Dekan Willibald Strohmeyer in den letzten Kriegstagen von den Nazis ermordet wurde.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die seit 1929 ausgesetzten Bauarbeiten an der Klosterkirche wieder aufgenommen und am 09.05.1965 konnte der erste Gottesdienst gefeiert werden.
Dies alles berichtet uns Schwester Jovita, und wir sind sehr eingenommen von ihrer ruhigen und freundlichen Art und ihrer Bereitschaft, uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Am Vortag unseres Besuches wurde Maria Himmelfahrt gefeiert; an diesem Tag ist auch die Kräuterweihung. Ein großer Strauß Kräuter steht deshalb im Altarraum, den eindrucksvolle Holzstatuen von Jesus, Maria und Johannes schmücken. Die Wände und die Kuppeldecke der Klosterkirche wurden vom Kirchenmaler Josef Lorch aus Füssen gestaltet; die Fenster sind aus weißem Flussglas, in Blei gefasst. Der hohe Kirchenraum ist wohltuend schlicht gestaltet.
Schwester Jovita führt uns zum Schluss zur Trudpertuskapelle, die wir noch ausgiebig bewundern; für die Quelle reicht leider die Zeit nicht mehr. Vielleicht ergibt sich ein anderes Mal die Chance.
Wir verabschieden uns von Schwester Jovita und streben anschließend dem Gasthof Kreuz zu; wir wollen den erlebten Nachmittag noch gemeinsam ausklingen lassen.
Wir verabschieden uns von Schwester Jovita und streben anschließend dem Gasthof Kreuz zu; wir wollen den erlebten Nachmittag noch gemeinsam ausklingen lassen.
Ein Ausspruch einer Schwester, mit der einige Teilnehmer ins Gespräch gekommen waren, wird eifrig kommentiert. Warum wohl? Vielleicht hatten wir der jungen Schwester diese Schlagfertigkeit nicht zugetraut? Sie sagte fröhlich lachend: "Ich bin die Jüngste und die Schönste hier (wenn niemand neben mir steht).Und wenn jemand schöner ist als ich, ist er geschminkt!"
Einige Informationen und Passagen habe ich aus dem Internet übernommen.
Fotos: anmargi/Margit
Fotos: anmargi/Margit








































Liebe Helga, Du hast - wie immer - ganz wunderbar aufgenommen, recherchiert und für uns wiedergegeben - vielen herzlichen Dank für Deine Mühe - wir wissen's sehr zu schätzen. Margit
Liebe Helga, danke für den ausführlichen, guten Bericht, der gibt mir,als nicht dabei gewesene, doch sehr viel Informationen. Herrliche Bilder! Gruß Helga
Wieder einmal mehr waren Künstler am Werk. Dieser Bericht mit seinen Bildern ist nicht nur aufschlußreich, sondern auch wunderschön. Ich sage einfach "Dankeschön", den Mitwirkenden und grüße herzlich Christel
Ein herrlicher Bericht und wunderschöne Fotos. Danke an Margit und an die Berichteschreiberin. LG Sadia :-)
Vielen Dank liebe Tinsky für Deinen aufschlussreichen Bericht über unseren Besuch im Kloster St. Trudpert. Es war bestimmt nicht einfach so viel interessante Information von Schwester Juvenita auf`s Papier zu bringen. Anmargi hat mit ihren bestechend schönen Bilder den Bericht geschmückt. Das "Geamtwerk" von Tinsky und Anmargi ist grossartig gelungen.
Auch ich habe den Bericht von Helga mit den herrlichen Fotos von Margit begeistert gelesen und bin nochmals durch das Kloster und den schönen Garten spaziert. Eine großartiege Teamarbeit von Euch beiden! Vielen Dank und liebe Grüße Ingeborg
Wieder eine sehr gelungene Reportage von Helga.Der sehr malerisch-anschauliche Bericht ist lebendig und mit einer feinen Beobachtungsgabe geschrieben, so dass es eine Freude ist, ihn zu lesen!
Ein wunderbarer Bericht, der das Gehörte und Gesehene lebendig in Erinnerung ruft. Kompliment, liebe Helga, aber auch Dir, liebe Margit, für die überaus gelungenen Bilder. Marlen
Liebe Helga, liebe Margit, ein ausführlicher, sehr informativer Bericht, schöne, gelungene Fotos - besser geht's nicht. Vielen Dank sagt Anne-Grete
Sehr schöner Bericht, tolle Bilder! Vielen Dank Margit und Helga! Hildegard/hibiscus1
Untermalt von unglaublich vielen, wundervollen Bildern von Margit ist Dir mal wieder ein typisches "Tinsky"- Meisterwerk gelungen, liebe Helga. Mir scheint, ich habe mal wieder etwas versäumt. Danke Euch beiden. Liebe Grüße, Irene
Kunsthistorisch und geschichtlich wunderbar wiedergegeben. Herrliche Bilder und der schöne Bericht vertiefen die Eindrücke und die Erinnerung nach dem Besuch. Danke an Margit und Helga
St. Trudbert, ganz in unsrer Nähe, danke für die Idee das Kloster zu besuchen. Ihr beiden, liebe Helga, liebe Margit, habt eine gute Dokumentation erstellt. Ein ausgezeichneter Bericht, von dir, liebe Helga und stimmungsvolle Bilder dazu, liebe Margit. herzlichen Dank euch beiden. mit Gruß Gisela
Liebe Helga, Du sagtest am 23.08. noch nicht anschauen, es wird noch berichtigt. Jetzt habe ich Deinen wunderbaren Bericht gelesen und habe große Hochachtung für diese Leistung. Was haben wir doch für begabte FA`ler unter uns. Und dazu noch die profihaften Fotos von Margit. Euch beiden und natürlich Trudel und Peter für den Vorschlag ein ganz dickes Dankeschön.