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Aus der Tierwelt Namibias

Tiere in Namibia von (Tanteklara berichtet)

Tiere in Namibia 1
Aus der Tierwelt Namibias

Namibia fasziniert neben der beeindruckenden Vielfalt von Landschaft, Vegetation und Naturschönheiten selbstverständlich auch durch die vielseitige Tierwelt, die man beinahe hautnah in der freien Natur erleben kann.
Steve Bloom schreibt in seinem Buch über die Elefanten:
„ Sie sind für mich der Inbegriff der afrikanischen Tierwelt. Die Form ihrer Ohren hat sogar eine unheimliche Ähnlichkeit mit dem Schwarzen Kontinent. Es ist eine einmalige Erfahrung, an einem Wasserloch die unterschiedlichen Temperamente und sozialen Beziehungen in einer Elefantenherde zu beobachten.“

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So haben auch auf mich die größten Landtiere der Erde einen gewaltigen Eindruck gemacht. Der afrikanische Elefant wird bis zu 4 m hoch und ca 6000 bis 7000 kg schwer. Allein die Haut, die 2 – 4 cm dick ist wiegt 10 Zentner – trotzdem ist sie sehr empfindlich – der Elefant spürt einen Bremsenstich und kann dabei bluten. Ein Stoßzahn dieser Tiere kann bis 150 kg wiegen (sie sind in Namibia oft recht klein, außer im Caprivi) darum sind die vorderen Beine viel kräftiger, um die Last der Zähne, des Kopfes und des Rüssels zu tragen.

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Mit dem Rüssel führt der Elefant Nahrung und Wasser ins Maul. Elefanten betreiben intensive Hautpflege. Beim Bad tauchen sie – wenn genügend Wasser vorhanden – gerne ganz unter und bespritzen sich mit dem Rüssel mit Wasser. Es sind auch gute Schwimmer. Bei Wassermangel suhlen sie im Schlamm. Neben dem Baden lieben sie Staubbäder, wobei der Staub einen guten Sonnenschutz darstellt.

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In der Mittagshitze suchen sie gerne Schatten auf. Auch das Wedeln mit den großflächigen Ohren – die dazu noch mit kräftigen Venen durchzogen sind - dient der Kühlung. Elefanten können im Stehen und Liegen schlafen, sie benötigen etwa 5 Stunden Schlaf, die restliche Zeit sind sie auf Nahrungssuche. Trotz ihrer Größe sind sie bemerkenswert leise. Wie graue, weiße oder rote Schatten (je nach Farbe des Sandes, mit dem sie sich bewerfen) dringen sie aus dem Busch und sind plötzlich da. Es ist immer Vorsicht geboten, denn sie halten ihre Richtung ein auch wenn Hindernisse im Wege sind, die an die Seite geschoben werden müssen. Ihr Sehvermögen ist nahezu unterentwickelt, aber sie haben einen ausgeprägten Gehör- und Geruchssinn.


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Ein Elefant frisst am Tag 150 bis 300 kg Gras, Äste, Zweige und anderes Grünzeug. Sie sind allerdings schlechte Futterverwerter. Zum Trinken braucht ein Elefant 150 bis 180 l Wasser täglich, wobei er in einem Zug mit seinem Rüssel 5 l aufsaugen kann. Die Backenzähne erwachsener Elefanten sind zu bis zu 30 cm langen Platten verschmolzen, die rautenförmig aufgeraut sind. In jedem Kiefer sitzt ein ziegelsteingroßer ca 4 Pfund schwerer Backenzahn, der je nach Nahrung, tüchtig abgenutzt wird. 6 Mal kann die Backenzahngarnitur ersetzt werden während eines Elefantenlebens, der Ausfall der letzten lebenswichtigen Zahngarnitur kündigt den Alterstod an. Ein Elefant kann bis 70 Jahre alt werden.


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Elefanten leben in Herden ohne Bullen, die kommen nur zur „Musth“– dann sind sie allerdings sehr aggressiv. Man erkennt, ob sie brünstig sind, an der Flüssigkeit, die zwischen Augen und Ohren aus den Drüsen herausläuft. Jetzt suchen sie eine Elefantenkuh in der Herde. Die Tragezeit beträgt 22 Monate. Das Elefantenbaby ist etwa 90 cm hoch und 90 kg schwer und kann nach 2 Tagen bereits mit der Herde mitlaufen, allerdings sind die Füße noch unheimlich weich, die Knochen erhärten sich erst im Laufe der Zeit.


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Elefanten haben unheimlich empfindliche Sohlen, sie treten nur im Notfall auf Steine. Die größten Landtiere der Erde leben in Sippenverbänden bis zu 15 – 25 Tieren, die von einer Leitkuh angeführt werden. Der Elefantenbulle wird mit ca 15 Jahren geschlechtsreif, verlässt dann die Herde, um sich einer Bullenherde anzuschließen. Wird die Herde zu groß, teilt sie sich. Treffen sie sich aber später mal zufällig an einer Wasserstelle, so begrüßen sie sich herzlich. Elefanten haben ein großartiges Gedächtnis und vergessen nichts. Der einzige Feind des Elefanten ist der Mensch!

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Neben den Elefanten sind die Giraffen bemerkenswerte Tiere. Sie sind mit ihren 5,60 Höhe das höchste Tier der Erde – die Kühe sind allerdings etwas kleiner. Giraffen sind in Savannen und trockenen Buschsteppen beheimatet. Der lange Hals gestattet es dem Tier, selbst in hohen Baumkronen Nahrung zu finden, wobei Akazien bevorzugt werden. Der Hals genehmigt auch eine totale Rundumsicht. Beim Trinken ist der allerdings äußerst hinderlich, so muß die Giraffe, um saufen zu können, die Wasserstelle lange sichern,

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dann die Vorderbeine weit auseinanderspreizen und manchmal noch einknicken. In der Stellung kann das Tier dann auch mal von Löwen angefallen werden. Sonst haben Giraffen eigentlich keine Feinde, denn die Schläge mit den langen Beinen und schweren Hufen können tödlich sein. Wie alle Wirbeltiere hat die Giraffe – trotz des langen Halses – nur 7 Halswirbel. Ein ausgeklügeltes System mit Klappen in der Halsvene sorgt dafür, dass das riesige Herz das Blut bis in den Kopf hinaufpumpen kann

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Beim Bücken ruht die Blutsäule auf einem, dem Gehirn vorgelagerten Organ. Die Giraffen sind Wiederkäuer, ihre Zunge ist etwa 45 cm lang, so kann sie mit der Zunge und den Lippen die Blätter von den Ästen ziehen.
Das passgangartige Schreiten der Giraffen wirkt langsam, aber ein flüchtendes Tier kommt durch die enorme Schrittlänge spielend auf 50 km/h. Giraffen leben in relativ lockerer Sozialstruktur in Herden. Die Bullen bilden eigene Gruppen und besuchen die Kühe zur Paarung. Beim Kampf um die Rangordnung bekämpfen sich die Bullen gegenseitig schlagend mit den Köpfen. Paarungszeit ist das ganze Jahr hindurch.

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Die Tragezeit beträgt 14 bis 15 Monate. Die Kleinen werden stehend geboren, wobei der Sturz für das Neugeborene meist glimpflich verläuft. Das Kalb ist etwa 1,80 m hoch und 55 kg schwer. Schon eine Stunde nach der Geburt kann es laufen. Die Giraffenmilch ist sehr fettreich, so wachsen die Jungen schnell. Sicher ist, dass zwischen Mutter und Kind nur lockere Beziehungen bestehen. Giraffen werden ca 20 Jahre alt. Sie schlafen nur 45 Minuten am Tag (!!!) und das höchstens 10 Minuten am Stück. Meist schlafen sie stehend, selten sitzend und noch seltener den Kopf nach vor legend.

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Bei den Nashörnern unterscheidet man zwischen dem Spitzmaulnashorn und dem Breitmaulnashorn. Das Spitzmaulnashorn ernährt sich hauptsächlich von Zweigen und jungen Trieben, während das Breitmaulnashorn Grasflächen bevorzugt. Sie benötigen aber immer Schatten spendenden Busch. Ihre Hörner waren – zu Pulver vermahlen - beliebte Jagdtrophäen als Potenzmittel

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Nashörner sind unheimlich schnell mit bis zu 40 km/h, sie greifen vermeintliche Feinde vehement mit ihrem gefährlichen Horn an. Eigentlich sind sie Einzelgänger und kommen nur zur Paarung zusammen. Nach einer Tragezeit von 15 bis 16 Monaten kommt ein ca 40 kg schweres Kalb zur Welt, das ca 4 Jahre bei der Mutter bleibt. Beim Breitmaulnashorn – das wesentlich massiger ist mit ca 2300 kg - läuft das Junge vor der Mutter, beim Spitzmaulnashorn neben ihr.

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Die Zebras leben in großen Familienverbänden und schließen sich aus Sicherheitsgründen gern anderen Tieren an, so sieht man sie oft mit Gnus, Springböcken, Antilopen usw. zusammen. Sie sind bevorzugte Beute der Löwen. Allerdings bringen sie es auf eine Fluchtgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Als Nahrung bevorzugen sie langes Gras und brauchen täglich Wasser.
Die Tragezeit beträgt 12 Monate.

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Warzenschweine haben nach oben gebogene Eckzähne und ein starkes Gebiss. An den Wasserstellen wissen sie sich schnell Respekt zu verschaffen. Sie sind Allesfresser. Ein typisches Merkmal ist der beim Laufen nach oben gerichtete Schwanz

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Hippos (Flußpferde) haben einen dicken kurzbeinigen Körper und können bis zu 2600 kg wiegen. Sie leben sowohl im Wasser als auch an Land. Am Tage liegen sie lieber im Wasser und ruhen sich am schlammigen Flussufer aus. Nachts gehen sie auf Nahrungssuche. Da sie pro Tag bis zu 60 kg Gras und Wasserpflanzen benötigen, grasen sie oft einen Umkreis von 30 km ab. Hippos sind sehr aggressiv. Es heißt, dass mehr Menschen den Hippos zum Opfer fallen als irgendeinem anderen afrikanischen Säugetier. Auch sie leben in Herden zu ca 15 Tieren.

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Löwen sind die größten afrikanischen Katzen mit einer Schulterhöhe von 1,20 und einem Gewicht von bis zu 250 kg. Es sind gesellige Tiere und, wenn genügend Beute zu erwarten ist, in Rudeln unterwegs. Obwohl die Löwinnen jagen, nehmen sich die Löwen das Recht heraus, als erste zu fressen. Gern werden Antilopen und Zebras gerissen. Das Gebrüll ist über etliche Kilometer zu hören. Die Jagd selber verläuft geräuschlos. Tagsüber döst der Löwe im Schatten liegend gut getarnt vor sich hin.


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Den Leoparden und die Geparden haben wir nur auf einer Tierfarm gesehen. In der freien Natur muss man schon besonders viel Glück haben, wenn man sie sichten will.

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Aber dafür liefen und Löffelhunde über den Weg, die ihren Namen von den riesigen bis zu 14 cm langen Ohren haben, die fast deplaziert wirken bei den so kleinen Tieren. Auch sie leben in Familienverbänden.


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Putzig sind die Erdhörnchen, die sich im Park sogar füttern ließen und aus der Hand fraßen. Sie sind sehr gesellig und können ihren relativ langen Schwanz als Sonnenschirm über den Kopf halten.


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Die Schakale begegneten uns auch häufiger. Sie fressen alles, von Pflanzen bis Aas und reißen auch kleine Antilopen und Lämmer.


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Die Zebramanguste hat wohl ihren Namen von den „Zebrastreifen“ erhalten, die quer über den Körper verlaufen. Sie hat einen ziemlich buschigen kurzen Schwanz

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Gnus begegnen einem öfter,
sie sind gern auch mit
anderen Tieren zusammen
an den Tränken

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Ob ich alle Antilopen richtig auseinander halten kann, weiß ich nicht, aber die Oryx-Antilope ist schon ein beeindruckendes stämmiges Tier mit langen, gerade spitz zulaufenden Hörnern von bis zu 1,20 m Länge. Sowohl männliche wie weibliche Tiere tagen ein Gehörn.

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Beim Kudu tragen nur die männlichen Tiere ein langes, spiralförmiges Gehörn. Sie haben auf dem Rücken einen charakteristischen Höcker. Auf dem Rumpf sind deutliche Streifen zu erkennen. Sie können bei Gefahr bis zu 2,50 m hohe Zäune überspringen.

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Die Springböcke leben ebenfalls von Gras und Kräutern und in großen Verbänden. Sie sind als Springwunder bekannt und es sieht wunderbar aus, wenn ein Springbock fast spielerisch - mit herabhängendem Kopf – bis zu 3 m hoch springen kann. Sind sie auf der Flucht können sie bis zu 90 km/h laufen und machen dabei 12 bis 15 m weite Sätze. Sie haben ein Gewicht von etwa 50 kg und tragen 5 ½ bis 6 Monate.



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Die Schwarznasenantilope
besticht durch ihr Gehörn.

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Die Impalas gehören zu den anmutigsten Antilopen, sind kastanienbraun, nur die Böcke haben 50 bis 75 cm lange Hörner. Sie wiegen 65 bis 75 kg.
Das Auffälligste bei den Impalas ist ihr Verhalten bei Gefahr. Die ganze Gruppe vollführt dann etwas wie ein Schauspringen, sie springen geradeaus, zur Seite, hoch und rundherum. Sie verwirren Angreifer mit ihren Sprüngen, die dann kaum noch in der Lage sind, ein bestimmtes Tier aus der Herde zu fixieren.
Hauptfeind der Impalas ist der Leopard.

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Die Robbenkolonie am Cape Cross mit schätzungsweise 80-100 00 Tieren bleibt einem schon wegen des „strengen“ Geruchs und des Geschreis in Erinnerung.
Die Robben sind Warmblütler und haben eine konstante Körpertemperatur von 37°. Die Speckschicht bildet die Isolierschicht. Sie stellen mit ihrem großen „Fischhunger“ eine erhebliche Bedrohung für die einheimischen Fischer dar.
Mit Schlangen haben wir gottlob keine Begegnungen gehabt, aber die kleinen

Tierle wie Geckos, Heuschrecken,
Warane usw. erfreuten uns.

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Die Vogelwelt ist auch so vielseitig,
dass man nicht auf alle
im Einzelnen eingehen kann,

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Seltsame Nester

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nur der Vogel Strauß
macht da schon eine Ausnahme.

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Waran

Autor

Rotraud (tanteklara)

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