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Ist meine Immobilie fit für das Alter?
Eine Immobilie gilt als die perfekte Altersvorsorge: Die Mietersparnis schont die Rente, und Steuern werden bei der selbstgenutzten Immobilie nicht fällig. Aber die Immobilie muss fit für das Alter sein, damit sie wirklich eine perfekte Ergänzung der Vorsorge ist.
Schuldenfrei sollte sie sein
Als Zusatzrente taugt eine Immobilie nur dann, wenn sie abbezahlt ist. Denn wer im Ruhestand noch die Raten für die Hypothek aufbringen muss, ist schnell überfordert. Im Ruhestand nämlich geht das verfügbare Einkommen nicht selten um 20 % oder 30 % zurück – gerade bei Immobilieneigentümern, die jeden Cent in die eigenen 4 Wände gesteckt haben. Planen Sie die Finanzierung Ihrer Immobilie so, dass die letzte Rate für die Hypothek vor Rentenbeginn fließt.Denken Sie an die Lage
Entscheidend ist bei Immobilien immer die Lage – das gilt im Alter mehr als jemals zuvor. Denn im Alter werden wir immobiler, liegt das Haus abseits von Einkaufsmöglichkeiten und sozialem Umfeld, wird es zunehmend schwerer, sich zu versorgen und Kontakte zu halten. Kaufen oder bauen Sie deshalb mit Weitsicht: Machen Sie sich vor dem Kauf Gedanken darüber, worauf Sie im Alter Wert legen könnten. Je mehr die Bedürfnisse im Alter in die Standortwahl einfließen, umso weniger Sorgen werden Sie später mit der Lage haben.Die Ausstattung
Natürlich baut niemand sein Haus mit 30 bis 40 Jahren so, dass es altersgerecht ist. Aber im Laufe der Jahre lässt sich eine Immobilie nach und nach so vorausschauend verändern, dass Sie jederzeit flexibel bleiben. Große Räume mit viel Bewegungsfreiheit sind im Alter z. B. wichtig – denken Sie daran, wenn z. B. die Kinder ausziehen und Räume freiwerden. Ein frühzeitiger Umbau sichert später Mobilität und Komfort. Viele Erleichterungen für das Alter lassen sich in jüngeren Jahren bereits problemlos installieren – und helfen auch dann, das Leben einfacher zu machen. Breitere Türen mit 100 cm Durchgangsbreite sind auch im normalen Familienalltag praktikabel, bodengleiche Duschen sind nicht erst dann sinnvoll, wenn man bereits im Ruhestand ist, und niedrig angebrachte Lichtschalter in einer Höhe von 50 oder 60 cm sind auch für Kinder viel leichter zu erreichen.Die (Neben-) Kosten
Das Letzte, was Sie als Rentner wahrscheinlich gebrauchen können, ist ständiger finanzieller Trouble mit den eigenen 4 Wänden. Das gilt zum einen für Reparaturen, zum anderen aber auch für die Nebenkosten, wenn die ins Unbezahlbare steigen. Gegen Reparatur-Stress hilft nur eins: regelmäßige Wartung aller anfälligen Hausteile (z. B. Heizung) und eine finanzielle Reserve, die im Notfall für ein kleines Polster sorgt. Und gegen steigende Nebenkosten hilft es, wenn Sie Ihre Immobilie frühzeitig fit für eine Untervermietung machen. Gestalten Sie ihr Haus frühzeitig so, dass mit wenig Aufwand eine Trennung in 2 Wohneinheiten möglich ist. Einfach geht das, wenn in den beiden potenziellen Wohnungen jeweils ein Bad ist und es die Möglichkeit gibt, eine Küche unterzubringen. Auch ein Balkon oder Gartenzugang für Ihre Untermieter kann später die Unter-Vermietung vereinfachen und Ihnen eine kleine Zusatzrente bescheren.Staatliche Zuschüsse sichern
Wer heute seine Immobilie fit für das Alter machen will, kann sich finanzielle Unterstützung sichern. So zahlen Sozialversicherungsträger, wie z. B. die Krankenkasse, einen Zuschuss zu den fälligen Umbaumaßnahmen, wenn diese die Pflege erleichtern oder dem Betroffenen ein selbstständigeres Leben ermöglichen. Eine weitere Möglichkeit der Unterstützung bieten Sonderprogramme in den Ländern und Gemeinden. Wie viel Geld es im Einzelfall gibt, hängt von der Größe der Wohnung, den festgelegten Umbaumaßnahmen und dem Einkommen des Betroffenen ab – es lohnt auf jeden Fall, sich beim Seniorenbeauftragten in den Wohnungs- und Sozialämtern zu informieren.Mehr Tipps für Ihre Finanzen finden Sie täglich auf optimal absichern.de!









