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Immobilienhypothek: So lassen sich die eigenen 4 Wände zu Geld machen


Eigenheim (_© Elena Petrova - Fotolia.com)

Viele Ruheständler stehen heute vor einem Dilemma: Sie sitzen buchstäblich auf einem Haufen Geld und können es doch nicht ausgeben. Denn das Geld steckt in der selbstgenutzten Immobilie. Zwar wird dadurch auch keine Miete fällig, aber es fehlt oft an Geld, um sich etwas Besonderes zu gönnen oder auch nur, um fällige Zusatzkosten zu begleichen, die von der Rente nicht bezahlbar sind. Für diese Rentner kann eine sogenannte Umkehrhypothek oder Immobilienrente eine Option sein. Das Modell: Sie nehmen auf die abbezahlte Immobilie ein Darlehen auf, das aber nicht getilgt wird und für das auch keine Zinsen fällig werden. Tilgung und Zinsen werden vielmehr der Darlehensschuld zugeschlagen. Das Geld wird zur freien Verfügung ausgezahlt.

Neue Schulden auf der „alten“ Immobilie

Die Konsequenzen für die Immobilie: Die eigentlich schuldenfreie Immobilie wird wieder belastet, und die Belastung steigt durch den auflaufenden Zins immer weiter an. Vor allem Erben sehen das Modell deshalb mit einem weinenden Auge. Der Vorteil für die Erben: Bleibt nach Abzug der Darlehenssumme und der Zinsen ein Restwert, können sie die Immobilie übernehmen und die Schulden tilgen. Draufzahlen müssen sie nie, denn bei der Umkehrhypothek haftet nur die Immobilie, nicht das restliche Vermögen. Ein Erbe über die Immobilie hinaus wird also nicht berührt.

Der Verkauf als Alternative

Oft weisen Verbraucherschützer darauf hin, dass ein Verkauf der Immobilie die bessere Option sei. Dabei wird jedoch vergessen, dass zwar ein höherer Erlös erzielt wird, der Verkäufer aber auch ausziehen und sich ein neues Zuhause suchen muss. Und für das wird Miete fällig, die im Laufe der Jahre steigen kann und den höheren Erlös natürlich aufzehrt. Deshalb sollte ein Verkauf vor allem dann in Betracht gezogen werden, wenn das Haus im Alter nicht oder nur mit erheblichen Umbauten genutzt werden kann, weil es nicht barrierefrei ist. Wer aber in den eigenen 4 Wänden bleiben will und zusätzliche Liquidität benötigt, sollte sich einmal ein Angebot machen lassen, auch wenn der Erlös auf den ersten Blick gering erscheint: Denn es kommt – anders als beim Verkauf – Jahr für Jahr die Mietersparnis hinzu. Über die Jahre häuft sich so neben der Einmalzahlung eine ansehnliche Summe an.

Die verschiedenen Modelle am Markt

Angeboten wird das Modell einer Umkehrhypothek vor allem von der Immokasse (www.immokasse.de). Abgesichert ist die Bank mit einer Grundschuld im Grundbuch. Erst wenn der Eigentümer auszieht, die Immobilie verkauft oder stirbt, muss die Darlehenssumme mit den aufgelaufenen Zinsen zurückgezahlt werden. Anbieter wie die Investitionsbank Schleswig-Holstein (www.ib-sh.de/ibimmorente) bieten die Möglichkeit, das Kapital direkt verrenten zu lassen. Der Immobilienbesitzer erhält dann keine Kapitalzahlung, sondern bekommt eine monatliche Rente ausgezahlt. Die wird bei der Investitionsbank z. B. aber nicht lebenslang gezahlt, sondern nur so lange, bis die statistische Lebenserwartung erreicht wird. Das Modell ist damit eher uninteressant, denn aus der Kapitalzahlung kann jeder – z. B. über eine private Rentenversicherung –selbst eine Rente finanzieren, die dann in der Regel lebenslang gezahlt wird.

Tipp: Das Risiko einer Pflegebedürftigkeit sollte frühzeitig abgesichert werden – denn Pflegekosten können das Vermögen schnell aufzehren. Informationen dazu im Ratgeber „Risiko Pflegefall absichern“, den Sie hier kostenlos herunterladen können.

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