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Geldanlage zu Rentenbeginn: Clever abgesichert im Alter
Viele haben kurz vor dem Beginn des Ruhestandes Geld zur Verfügung: Sei es aus einer ausgezahlten Lebensversicherung, einer Erbschaft oder aus einer Abfindung im Job. Das Geld soll dann oft dazu genutzt werden, im Alter eine zusätzliche Rente zu finanzieren. Aber wie legt man es am besten an, damit es möglichst rentabel genutzt wird? Ausgangspunkt ist ein Mustersparer, der aus einer Lebensversicherung 50.000 Euro ausgezahlt bekommt. Die sollen so angelegt werden, dass sie im Alter für eine Zusatzrente sorgen.
Rentenversicherung gegen Einmalzahlung
Die privaten Rentenversicherer haben für diese Fälle natürlich eine Lösung im Angebot. Sie zahlen die 50.000 Euro dabei in eine private Rentenversicherung ein und erhalten im Gegenzug eine lebenslange Rente aus dieser Versicherung. Die erzielbare Rente differiert dabei je nach Anbieter ganz erheblich. Zu Rentenbeginn gibt es je nach Anbieter eine Rente von bis zu 220 Euro, die im Laufe der Jahre bis auf 275 Euro steigen kann. Der Vorteil dieses Modells: Die Rente wird lebenslang garantiert ausgezahlt, das Kapital kann nicht verbraucht werden. Außerdem ist das Modell steuerbegünstigt: Bei einem Rentenbeginn mit 65 Jahren werden auf die 220 Euro Rente gerade einmal 10 bis 15 Euro Steuern fällig.Fazit: Die lebenslange Garantie nagt an der Rendite, dafür gibt es eine lebenslange Renten-Garantie und Steuervorteile.
Bankauszahlplan
Auch Banken bieten eine Lösung an, wenn vorhandenes Kapital verrentet werden soll. Bei Bankauszahlplänen fließt das Kapital in einen Vertrag, aus dem Monat für Monat bei festem Zins eine Rente gezahlt wird. Wahlweise wird bei der Auszahlung das Kapital verbraucht oder bleibt stehen. In der Regel sind die Modelle empfehlenswert, bei denen das Kapital im Laufe der Jahre verbraucht wird, denn bei dem aktuell niedrigen Zinsniveau werfen Bankauszahlpläne mit Kapitalerhalt kaum nennenswerte Erträge ab. Die Konditionen der Anbieter liegen derzeit im Bereich von 4%, damit kann über 15 Jahre eine Rente von rund 350 Euro vor Steuern erreicht werden. Die gegenüber der Versicherungslösung höhere Steuer bezahlen Sie aber damit, dass das Kapital nach 15 Jahren verbraucht ist – werden Sie älter, kommen Sie nicht mehr in den Genuss der Zusatzrente und brauchen eine andere Einnahmequelle.Fazit: Die besseren Konditionen sind interessant, wenn die Zusatzrente nicht wirklich zum Lebensunterhalt benötigt wird, der Lebensunterhalt also aus anderen Quellen sichergestellt wird. Denn dann können Sie damit leben, dass das Kapital irgendwann aufgezehrt ist und die Rente wegfällt.
Investmentfonds als Rentenbasis
Auch eine Anlage in einem konservativen Investmentfonds ist eine Möglichkeit, das Kapital in eine Zusatzrente umzuwandeln. Klar ist dabei: Diese Möglichkeit ist am riskantesten, bietet aber auch die besten Rendite-Chancen. Um das Risiko kalkulierbar zu halten, sollte die Rentenhöhe und damit die Auszahlungssumme immer an den Wert des Fondsvermögens angepasst werden. Bei einer Anlagesumme von 15 Jahren (=180 Monate) und einem Betrag von 50.000 Euro werden im ersten Monat 278 Euro ausgezahlt – 1/180 des Anlagebetrages. Steigt das Fondsvermögen z. B. nach 2 Jahren auf 75.000 Euro, steigt die Rente auf 417 Euro, fällt es auf 30.000 Euro, sinkt die Rente auf 167 Euro. Die Schwankungen zeigen das Risiko dieser Variante: Die zur Verfügung stehende Rente kann sich von Monat zu Monat stark verändern.Fazit: Die Fonds-Variante ist vor allem für Anleger gedacht, die auch im Ruhestand noch auf Rendite setzen – und Ihr Auskommen gesichert haben.
Tipp: Hier können Sie die Anbieter für Tagesgelder, Sparbriefe und Festgelder vergleichen.











