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18. September 2011
An der regelmäßig angebotenen geführten Besichtigung durch Dom und Schatzkammer nahmen acht Mitglieder unserer Regio-Gruppe teil. Ein neuntes Mitglied, dessen Name erstmalig bei der Anmeldung zu einer Veranstaltung aufgetaucht war, konnte in dem Kreis der Anwesenden leider nicht zuverlässig ausgemacht werden, gab sich zumindest nicht zu erkennen. Sollte er diesen Bericht lesen: hier einen herzlichen Gruß und bitte melde Dich hier im Kommentar oder im Forum.

Begrüßt wurden wir auf dem Domplatz durch Schwester M. Theodora, die dort zunächst einiges Wissenswerte über die Gründung des Stiftes Essen und seine wechselvolle Geschichte erzählte.

Im Dom selbst konnten wir den großen Siebenarmigen Leuchter bewundern, dessen Inschrift seine Stifterin Äbtissin Mathilde bezeugt. Seine Form entspricht dem überlieferten Bild des jüdischen Leuchters, der auf dem Titusbogen in Rom abgebildet ist.

Das bedeutendste Kunstwerk des Ruhrgebiets aber ist die Goldene Madonna, die früheste vollplastische Darstellung Marias mit dem Kind.

Über 40 Reliquiare und liturgische Geräte konnten besichtigt werden, darunter vier Vortragekreuze und der goldene Buchdeckel der Äbtissin Theophanu. Interessant sind auch die ausgestellten Isignien der Bischöfe, wobei das Kohlestück aus dem Ring des ersten Essener Bischofs Franz Hengsbach, des späteren Kardinals, nicht fehlt. (Hengsbach hatte das Kohlestück in seinen Bischofsring einfügen lassen, um damit seine Verbundenheit mit den Menschen des Ruhrgebiets zu dokumentieren).

Wie wir erfuhren, werden in besonderen Gottesdiensten auch heute noch liturgische Geräte und Reliquiare eingesetzt.

Mit der sachkundigen Führung zeigten sich die Teilnehmer sehr zufrieden, auch damit, dass alle Ebenen mittels Aufzug erreicht werden konnten. "Jetzt wohn' ich schon so lange in Essen, aber das hab ich noch nicht gesehen" war mehrfach zu hören.

Nach einem herzlichen Dank an Schwester M. Theodora verabschiedeten wir uns und gingen zu dem nahe gelegenen Café. Dieser kleine Weg bot wegen des "verkaufsoffenen Sonntags" in der Fußgängerzone noch einen Aufenthalt an einer Showbühne, deren musikalische Darbietungen höchst unterschiedlich wahrgenommen wurden - vielleicht doch eine Jahrgangsfrage? :-)

Text: Agnostia, 01.10.2011


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Der siebenarmige Leuchter aus ottonischer Zeit,
Foto: raawiya

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Die Goldene Madonna, das älteste vollplastische Marienbild (ca. 980),
Foto: raawiya

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Insignien der Bischöfe
Foto: maigloeckchen1938

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Foto: maigloeckchen1938

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.. und anschließend ins Café Overbeck
Foto: maigloeckchen1938


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