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Regional > Essen > Aktivitäten unserer Gruppe > Ausflüge / Lecker essen > Führung durch die Margarethenhöhe
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Führung durch die Margarethenhöhe, 15.06.2011
"Ein ganzer Stadtteil unter Denkmalschutz" - unter sachkundiger Leitung gab es eine Führung durch die Gartenstadt (Essen-)Margarethenhöhe.Renate Sommer, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Bürgerschaft Margarethenhöhe, begrüßte uns am "Brückenkopf" und führte uns zunächst in das Museum, von dem aus wir den vereinbarten Startpunkt im Auge behalten konnten - es wurden nämlich noch ein paar Angemeldete vermisst (dazu später mehr).
Während des anschließenden Rundganges bekamen wir eine Fülle von Informationen, nicht nur über die Margarethenhöhe selbst, sondern im Zusammenhang auch über die Stadt Essen. Es waren nämlich nicht nur Interessierte aus Essen dabei, sondern auch aus Gelsenkirchen und Herne, sogar aus Heiden und Coesfeld!
(Wusstest Du zum Beispiel, dass die Stadt Essen kein Goldenes Buch, sondern ein Stahlbuch hat? Dieses Stahlbuch hielt man für angemessener, da die Stadt "ihren Aufstieg vor allem der Kruppschen Gußstahlfabrik zu verdanken" habe.)
Die Margarethenhöhe, ein Werk des Baumeisters Georg Metzendorf, wurde 1906 gegründet und nach ihrer Stifterin benannt. Margarethe Krupp hatte die Stiftung aus Anlass der Heirat ihrer Tochter Bertha errichtet.
Die Margarethenhöhe war nicht, wie man vermuten könnte, eine Arbeitersiedlung nach heutigem Verständnis. Ihre Bewohner waren zum überwiegenden Teil Beamte und Angestellte der Post, Eisenbahn und der Gerichtsbarkeit, ferner Lehrer und Gewerbetreibende.
Metzendorf nahm auch Einfluss auf die Gestaltung und Ausstattung der Innenräume der Häuser: Der gekachelte Herd in der Küche sollte durch seine zentrale Anordnung im Mittelpunkt des Grundrisses auch die benachbarten Räume heizen. Wichtig war außerdem, dass "durch die separate Anordnung einer Spülküche die übelriechenden und dampferzeugenden Hausarbeiten ausgegliedert" wurden. Eine solche Spülküche wie auch eine ganze Wohnungsgestaltung und -einrichtung konnten wir in der eigens erstellten Musterwohnung in der Stensstraße ansehen.
Besonders ansprechend sind die immer wieder anders gestalteten Haustüren und Giebel, besonders auch der zentrale Punkt: der Marktplatz mit dem Schatzgräberbrunnen. Der eingemeißelte Spruch
"Grabt nach Schätzen nicht mit Spaten,
suchet sie in edlen Taten"
ist sicher nachdenkenswert und wurde besonders gern fotografiert.
An diesem Marktplatz nun trafen wir dann doch noch die fehlenden Angemeldeten. Weil sie noch neu in unserer Gruppe sind und noch kein persönlicher Kontakt bestand, konnten sie von unterwegs niemanden über die Verspätung (Autobahn) informieren. Sie waren aber clever und fanden unsere Gruppe in dem großen Areal doch noch! Es gab eine freudige Begrüßung. In der so komplettierten Runde erfuhren wir dann noch Einzelheiten über die heutige Infrastruktur der Margarethenhöhe, und auch, dass der Denkmalstatus - erstaunlicherweise - erst seit 1987 gilt.
Mit einem herzlichen Dank für die umfassenden Informationen, die kompetente Beantwortung von Fragen und die genau nach unseren Wünschen konzipierte Führung verabschiedeten wir uns von Frau Sommer am Restaurant Hülsmannshof zu dem vereinbarten Kaffeetrinken, wo uns bereits ein durch Berufstätigkeit erst jetzt anwesendes Mitglied erwartete.
"Ich wusste gar nicht, dass das so groß ist", hörte man immer wieder, und manch eine/r war froh, sich nun ein wenig ausruhen zu können - das machte bei leckerem Waffelessen im Garten des Restaurants besonders viel Spaß.
Text: Agnostia, Fotos: frajowie, haitabu, raawiya













Liebe Agnostia Dies ist wieder mal ein gelungener Bericht! Danke für die vielen ausführlichen Informationen. Ich glaube allen Teilnehmern hat die Besichtigung gefallen. Herzliche Grüße von Raawiya
Danke liebe raawiya! Wie Dir sicher auffällt, konnte ich heute noch eine Bilder-Ergänzung anbringen :-) LG Gaby