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Gardinen für behagliches Wohnen
Sechzehn Damen und Herren unserer Feierabendgruppe fanden sich am 28.06.2006 in Alsbach – Hähnlein ein, wo Ingrid (Kiraline) eine Werksbesichtigung bei Firma Wölfel & Co vereinbart hatte.In Europa zählt Firma Wölfel zu den Marktführern bei der Herstellung feinster Gardinen.
1926 als Pohl & Co im Sudetenland (heutiges Tschechien) von Richard Wölfel und Walter Pohl gegründet, wurde die deutsche Weberfamilie dort nach Ende des Zweiten Weltkriegs zwangsenteignet. 1947 fing man eine neue Produktion in Alsbach – Hähnlein an und produzierte bereit im Dezember des ersten Jahres die ersten 300 m Gardinenstoff. Heute beschäftigt die Firma rund 180 Personen und produziert pro Woche rund 60 000 Quadratmeter Gardinenstoffe für das mittlere und gehobene Preissegment, wobei man nur in Deutschland produziert, um diesem Standort treu zu bleiben.
Zuerst führte uns Herr Pintscher durch die Produktion, wo in zwei Schichten in der Weberei, der Wirkerei und der Maßkonfektion gearbeitet wird. Ein riesiger Maschinenlärm erfüllt die vier Hallen, wo über 70 automatische Webmaschinen produzieren und aus scheinbar endlosen Polyesterfäden unermüdlich feinste Gardinen weben. Die wenigen aufsichtführenden Mitarbeiter tragen Gehörschutz, wobei eine normale Unterhaltung wegen des Lärms annähernd unmöglich ist
Zuerst führte uns Herr Pintscher durch die Produktion, wo in zwei Schichten in der Weberei, der Wirkerei und der Maßkonfektion gearbeitet wird. Ein riesiger Maschinenlärm erfüllt die vier Hallen, wo über 70 automatische Webmaschinen produzieren und aus scheinbar endlosen Polyesterfäden unermüdlich feinste Gardinen weben. Die wenigen aufsichtführenden Mitarbeiter tragen Gehörschutz, wobei eine normale Unterhaltung wegen des Lärms annähernd unmöglich ist
Aus 400 einzelnen Polyesterfäden werden zunächst die Kettfäden produziert und aufgewickelt. Durch seitlichen Versatz dieser Station werden weiter 400 Fäden verarbeitet und das solange, bis max. 9000 Fäden zu einem Kettbaum mit 5 000 m Länge zusammen geführt sind. Dabei sind die Polyesterfäden sehr dünn - 135 Meter wiegen nur 1 Gramm. Für eine Gardine von 2,60 Meter Breite benötigt man allein 7200 Kettfäden. Aufgewickelt auf eine große Walze sind diese bereit, um von den Webautomaten verarbeitet zu werden.
Gewebt wird mit Projektilen, mit denen die Schussfäden mit 220 bis 240 Schuss/min. quer zwischen den Kettfäden hindurch geschossen werden. Die neuesten Maschinen arbeiten aber mit Stangengreifern. Diese greifen von beiden Seiten zwischen die Kettfäden und übergeben den Schussfaden in der Mitte. Die Geschwindigkeit beträgt hier 350 „Schuss“ pro Minute.
In einer Stunde entstehen so bis zu 4 Meter Gardinenstoff in Breiten von 190, 260, oder 300 cm, wobei diese Breiten später die Gardinenhöhen ausmachen. Im Schuss wird ebenfalls Polyester verwendet, vereinzelt aber auch Baumwolle und Viskose. Durch programmiert geringes Anheben einzelner Kettfäden entstehen Muster im Gardinengewebe. Eine spezielle Maschine sorgt danach dafür, dass die lose auf den Kettfäden hängenden, nicht zum Muster benötigten Schussfäden abgeschält werden. Das Programm des Gardinenherstellers enthält rund 450 verschiedene Dessins. Die Palette reicht von ganz feinen Gardinen aus Semi-Organza über Madras-Voile bis hin zu bedruckten Dekostoffen.
Nun übernahm Frau Tratter unsere Führung und informierte uns darüber, dass die fertige Rohware nach dem Weben die Firma für eine Woche verlässt: Die Stoffe werden extern veredelt, das heißt gewaschen, gebleicht, gefärbt und fixiert. Damit wird gewährleistet, dass die fertige Gardine bei der Wäsche nicht einläuft oder knittert“. Sobald die Ware zurückkommt, beginnt die Konfektion: 90 Näherinnen verarbeiten die Stoffe zu Maßgardinen oder Meterware. In einer Woche produziert Wölfel & Co so rund 60 000 Quadratmeter Gardinenstoffe. Für den Zuschnitt von Gardinenstoff, vornehmlich aber für Konturenschnitte steht eine weiterer Maschine zur Verfügung: „Per Computerprogramm werden hier die Stoffe mit dem größten Laserplotter Deutschlands zugeschnitten. Der riesige Tisch, auf dem die Gardinen mit Laser - Licht passgenau zugeschnitten werden, misst 13,5 mal 3,3 Meter. In einer Woche entstehen so rund 1200 individuelle Maßgardinen. Aber auch Raffrollos werden hier vorbereitend geschnitten.
Nun übernahm Frau Tratter unsere Führung und informierte uns darüber, dass die fertige Rohware nach dem Weben die Firma für eine Woche verlässt: Die Stoffe werden extern veredelt, das heißt gewaschen, gebleicht, gefärbt und fixiert. Damit wird gewährleistet, dass die fertige Gardine bei der Wäsche nicht einläuft oder knittert“. Sobald die Ware zurückkommt, beginnt die Konfektion: 90 Näherinnen verarbeiten die Stoffe zu Maßgardinen oder Meterware. In einer Woche produziert Wölfel & Co so rund 60 000 Quadratmeter Gardinenstoffe. Für den Zuschnitt von Gardinenstoff, vornehmlich aber für Konturenschnitte steht eine weiterer Maschine zur Verfügung: „Per Computerprogramm werden hier die Stoffe mit dem größten Laserplotter Deutschlands zugeschnitten. Der riesige Tisch, auf dem die Gardinen mit Laser - Licht passgenau zugeschnitten werden, misst 13,5 mal 3,3 Meter. In einer Woche entstehen so rund 1200 individuelle Maßgardinen. Aber auch Raffrollos werden hier vorbereitend geschnitten.
An weiteren Arbeitsplätzen werden die Gardinen konfektioniert. Eine Besonderheit ist der Musterrapport. Dabei wird das entsprechende Muster in der Gardine so genäht, dass es direkt auf oder in einer der späteren Falten liegt. Diese erzielt man, indem der Stoff am oberen Saum siebenmal in sich selbst gedreht wird. Aber auch das automatische Ablängen des Gardinenstoffes, das seitliche Besäumen, das Annähen des Bleibandes, das Nähen mit Blindstichen und viele andere Tätigkeiten sind personalintensiv, ganz zu schweigen, von unzähligen manuellen Kontrollen des Gardinenstoffe nach jedem Arbeitsschritt (siehe Bilder rechts).
Wichtig dabei war die Erfahrung, dass Firma Wölfel und Co die über den Fachhandel bestellten Gardinen soweit fertig macht, dass das Aufhängen bei Kunden ohne weiteres Zutun möglich ist.
Zum Abschluss erfolgte noch eine Aussprache mit der Verkaufsleiterin, Frau Rödel, in der noch offen gebliebene Fragen beantwortet wurden. Schließlich aber erhielten alle noch ein nettes Souvenir.
Nach soviel Schönheit, Theorie und Praxis trafen wir uns in einem Restaurant, das Ingrid vorab ausgesucht und auch getestet hatte. Dort gut gesättigt, traten wir am Nachmittag wieder unsere Heimwege an.
Wir Besucher danken allen im Bericht benannten Personen, aber auch der Firma Wölfel & Co im Besonderen, sind wir doch alle bei dem Wissen um das Thema Gardinen einen großen Schritt vorangekommen.
Berichterstatter: rikue
Bilder: rikue
Weitere Bilder (Rikue, Arnulf) hier
Wichtig dabei war die Erfahrung, dass Firma Wölfel und Co die über den Fachhandel bestellten Gardinen soweit fertig macht, dass das Aufhängen bei Kunden ohne weiteres Zutun möglich ist.
Zum Abschluss erfolgte noch eine Aussprache mit der Verkaufsleiterin, Frau Rödel, in der noch offen gebliebene Fragen beantwortet wurden. Schließlich aber erhielten alle noch ein nettes Souvenir.
Nach soviel Schönheit, Theorie und Praxis trafen wir uns in einem Restaurant, das Ingrid vorab ausgesucht und auch getestet hatte. Dort gut gesättigt, traten wir am Nachmittag wieder unsere Heimwege an.
Wir Besucher danken allen im Bericht benannten Personen, aber auch der Firma Wölfel & Co im Besonderen, sind wir doch alle bei dem Wissen um das Thema Gardinen einen großen Schritt vorangekommen.
Berichterstatter: rikue
Bilder: rikue
Weitere Bilder (Rikue, Arnulf) hier










