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Was tun, wenn es brennt? (Feuerwehr Teil 2)
Wer hat schon Erfahrung mit einem Wohnungsbrand? Es muss einem doch lieber sein so etwas nicht zu erleben. Wenn es aber doch einmal geschieht, dann trifft man oftmals die falsche Entscheidung. Um sich hier besser zu informieren trafen wir uns
bei der Berufsfeuerwehr Darmstadt zu einem 2. Besuch, wo uns Herr Jürgen Jost umfangreich informierte.
In Deutschland ereignen sich jährlich rund 230 000 Brände im privaten Bereich. 500 bis 700 Personen sterben dabei durch Rauchvergiftung und die Sachschäden belaufen sich auf cirka 435 Millionen Euro.
Brände entstehen durch Unachtsamkeit, durch einen technischen Defekt, oder auch durch Überhitzung in elektrischen Leitungen und Geräten und selten durch Blitzschlag.
Die meisten Brände durch Unachtsamkeit ereignen sich in der Weihnachtszeit. In einem Film in Echtzeit konnten wir sehen, dass ein Tannenbaum in wenigen Sekunden lichterloh brennt. Bereits nach 20 Sekunden brennt der ganze Raum und der dabei entstehende Rauch
Lässt ein Verbleiben im Raum gleich gar nicht zu. Doch hierzu später noch mehr.
Brände entstehen durch Unachtsamkeit, durch einen technischen Defekt, oder auch durch Überhitzung in elektrischen Leitungen und Geräten und selten durch Blitzschlag.
Die meisten Brände durch Unachtsamkeit ereignen sich in der Weihnachtszeit. In einem Film in Echtzeit konnten wir sehen, dass ein Tannenbaum in wenigen Sekunden lichterloh brennt. Bereits nach 20 Sekunden brennt der ganze Raum und der dabei entstehende Rauch
Lässt ein Verbleiben im Raum gleich gar nicht zu. Doch hierzu später noch mehr.
Brennende Kerzen gehören auch nicht auf Holzteller und nicht auf Glasuntersetzter. Der Glasuntersetzter wird heiß, wenn die Kerze herunter gebrannt ist und entzündet so den Untergrund. Besser ist es die Kerze auf einen Keramik-, oder Tonuntersatz zu stellen. Ganz wichtig aber ist es Kerzen nie unbeaufsichtigt zu lassen.
Doch auch der Topf mit zu wenig Wasser auf dem heißen Herd, oder das heiße Bügeleisen auf dem Bügelbrett lösten schon manchen Brand aus, wenn das Telefon, oder die Wohnungsklingen durch Läuten die Aufmerksamkeit der Bewohner ablenkte. Und schließlich brennt auch ein Handtuch, auf der Herdplatte vergessen, schon bald lichterloh.
In einem weiteren Film sahen wir die Auswirkungen einer vergessenen Zigarette in der Ecke eine Polstercouch: Es dauerte länger, bis sich da etwas tat. Längst hat der Bewohner das Zimmer verlassen. Doch dann kommt es um so heftiger. Feuer und Rauch breiten sich im ganze Raum aus, wobei brennender Schaumgummi Salzsäure abspaltet, die sich zusätzlich in das Luft-/Rauchgemenge einmischt. Brennende Bettfedern geben Blausäure ab, eine zusätzliche Gefahr.
Doch auch der Topf mit zu wenig Wasser auf dem heißen Herd, oder das heiße Bügeleisen auf dem Bügelbrett lösten schon manchen Brand aus, wenn das Telefon, oder die Wohnungsklingen durch Läuten die Aufmerksamkeit der Bewohner ablenkte. Und schließlich brennt auch ein Handtuch, auf der Herdplatte vergessen, schon bald lichterloh.
In einem weiteren Film sahen wir die Auswirkungen einer vergessenen Zigarette in der Ecke eine Polstercouch: Es dauerte länger, bis sich da etwas tat. Längst hat der Bewohner das Zimmer verlassen. Doch dann kommt es um so heftiger. Feuer und Rauch breiten sich im ganze Raum aus, wobei brennender Schaumgummi Salzsäure abspaltet, die sich zusätzlich in das Luft-/Rauchgemenge einmischt. Brennende Bettfedern geben Blausäure ab, eine zusätzliche Gefahr.
Technische Defekte entstehen beispielsweise, wenn Sicherungsautomaten bei Überlastung nicht ausschalten. Deswegen ist es ratsam die Automaten hin und wieder von Hand aus und wieder einzuschalten, damit sie beweglich bleiben. Moderne Geräte haben Stand-by-Funktionen, wo die Netzgeräte dauernd in Funktion sind und sich dabei erwärmen. Haben diese Geräte zu wenig Lüftung, dann kann es zu Überhitzung kommen. Das gilt auch beispielsweise für Fernseher, die sich in Schrankwänden, wo Hitzestaus entstehen können.
Bei einem Brand entsteht durch die hohe Temperatur Kohlenmonoxyd – ein tödliches Gas. In einem Zimmerbrand sieht man – vorübergehend – en Rauch, der sich nach oben zieht und sich dann von der Decke aus nach unten ausbreitet. Im Rauch ist kein Sauerstoff vorhanden. Die Luft darunter ist – noch – durchsichtig. In gebückter Haltung, oder auch kriechend muss man den Raum so schnell wie möglich verlassen. Ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase nützt überhaupt nichts. Im Brandrauch ist kein Sauerstoff enthalten!
Bei einem Brand entsteht durch die hohe Temperatur Kohlenmonoxyd – ein tödliches Gas. In einem Zimmerbrand sieht man – vorübergehend – en Rauch, der sich nach oben zieht und sich dann von der Decke aus nach unten ausbreitet. Im Rauch ist kein Sauerstoff vorhanden. Die Luft darunter ist – noch – durchsichtig. In gebückter Haltung, oder auch kriechend muss man den Raum so schnell wie möglich verlassen. Ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase nützt überhaupt nichts. Im Brandrauch ist kein Sauerstoff enthalten!
Das allerwichtigste bei einem Brand: Die eigene Sicherheit geht vor!
Danach schnellstens die Feuerwehr alarmieren, klar sagen, was brennt und ob noch Personen im Brandbereich vermutet werden. Wenn es geht Türen und Fenster verschließen, weil das Feuer so begrenzt bleibt und damit auch der Rauch. Durch den Brand entsteht im Raum ein leichter Unterdruck. Öffnet man eine Tür, saugt der Raum Frischluft und damit auch Sauerstoff an. Hierbei entsteht eine Rückzündung, wobei eine Stichflamme aus der Tür heraus tritt. Deshalb muss man beim Öffnen einer solchen Tür hinter der Tür, oder seitlich in Deckung gehen. Ist eine Tür schon von außen heiß kann man sie gleich zulassen. Mit Hausmitteln zu löschen hat man da keine Chance mehr. Hier hilft nur noch die Feuerwehr.
Danach schnellstens die Feuerwehr alarmieren, klar sagen, was brennt und ob noch Personen im Brandbereich vermutet werden. Wenn es geht Türen und Fenster verschließen, weil das Feuer so begrenzt bleibt und damit auch der Rauch. Durch den Brand entsteht im Raum ein leichter Unterdruck. Öffnet man eine Tür, saugt der Raum Frischluft und damit auch Sauerstoff an. Hierbei entsteht eine Rückzündung, wobei eine Stichflamme aus der Tür heraus tritt. Deshalb muss man beim Öffnen einer solchen Tür hinter der Tür, oder seitlich in Deckung gehen. Ist eine Tür schon von außen heiß kann man sie gleich zulassen. Mit Hausmitteln zu löschen hat man da keine Chance mehr. Hier hilft nur noch die Feuerwehr.
Eine häufige Ursache für Brände ist in der Küche in Fritteusen und ähnlichen mit Fett, oder Öl gefüllten Behältnissen zu finden. Allzu leicht entzündet sich das Fett und fängt an zu brennen. Die einfachste und sicherste Methode solche Brände zu löschen ist die, mit einem Deckel den Behälter zu verschließen. Der Brand erstickt, wenn kein Sauerstoff mehr im Behälter vorhanden ist. Allerdings darf man den Deckel nicht zu früh abnehmen, wie der noch heiße Behälter das Öl sofort wieder entzünden kann, wenn Luft eintritt.
Aber auch eine Löschdecke kann solche und andere Kleinbrände ersticken. Die Decke darf nur keine Kunststofffasern enthalten. Löschdecken für den Hausgebrauch gibt es immer mal wieder in Baumärkten und Kaufhausketten.
Aber auch eine Löschdecke kann solche und andere Kleinbrände ersticken. Die Decke darf nur keine Kunststofffasern enthalten. Löschdecken für den Hausgebrauch gibt es immer mal wieder in Baumärkten und Kaufhausketten.
ABER: brennendes Öl nie mit Wasser zu löschen versuchen!!! Aus einem Liter Wasser entsteht explosionsartig 1700 Liter heißer Wasserdampf, woher dann Verbrennungen 2. und 3. Grades entstehen.
Herr Jost zeigte uns im Hof das Wasserlöschen von Öl. Eine heiße Feuerwand türmt sich schlagartig vor einem auf.
Herr Jost zeigte uns im Hof das Wasserlöschen von Öl. Eine heiße Feuerwand türmt sich schlagartig vor einem auf.
Und noch etwas: man hört immer wieder, dass man im Brandfall keinen Aufzug benutzen soll. Aber warum eigentlich? In den Aufzugtüren sind Fotozellen eingebaut, die verhindern, dass die Tür sich schließt, solange sich noch Personen, oder Sachen im Türbereich befinden. Im Brandfall entsteht Rauch. Dieser Rauch, im Türbereich angekommen verhindert, dass sich die Tür schließt. Der Aufzug fährt somit nicht weg. Deswegen gleich gar nicht zum Aufzug eilen!
Nun gibt es zwei wichtige Bereiche, mit denen man sich für die eigenen vier Wände befassen muss: Rauchmelder und Feuerlöscher.
Wer im Schlaf von Feuer und Rauch überrascht wird hat kaum noch eine Chance lebend davon zu kommen. Das tödliche Kohlenmonoxyd riecht nicht. Hilfreich sind hier Rauchmelder, die gemäß einer Radionotiz demnächst sogar zur Pflicht werden sollen. Rauchmelder gibt es batteriebetrieben, untereinander verbunden mit Klingeldraht, oder über Funk miteinander verknüpft. Im Rauchmelder ist eine Lichtquelle und eine Fotozelle, oder Fotodiode eingebaut, die dann keinen freien Blick mehr erhält, wenn Rauch, Staub, oder Küchendunst ins Gerät gelangt. Deswegen muss der Einsatzort gemäß der Bedienungsanleitung des Gerätes gewählt werden. Bei Batteriebetrieb muss beim Batteriewechsel auf den in der Bedienungsanleitung genannten Batterietyp geachtet werden. Der Grund liegt im unterschiedlichen Verhalten des Spannungsabfalls während des Gebrauchs.
Feuerlöscher im privaten Bereich sind eine Überlegung wert. Zum einen werde sie erst Pflicht bei zusammen mehr als 50 kW Leistung im Haus, sei es elektrische Leistung, oder auch die Leistung der Heizung. Sind aber Feuerlöscher vorhanden, dann gilt eine Prüfpflicht alle 2 Jahre.
Feuerlöscher gibt es für die Klassen A = feste, glutbildende Stoffe, B = flüssige Stoffe, C = gasförmige Stoffe, auch unter Druck und D = brennbare Metalle. Neuerdings gibt es auch noch Feuerlöscher der Klasse F = Fettbrände. Die beiden letzten Typen sind im privaten Bereich allerdings fehl am Platz, so dass man häufig von den ABC Feuerlöschern spricht.
In diesen Löschern befindet sich Löschpulver, mit dem auch an elektrischen Leitungen und Geräten gelöscht werden kann. Ein Mindestabstand von einem Meter (VDE fordert 3 Meter) muss aber eingehalten werden. Die Löscher sind bei 1000 Volt und ein Meter Abstand geprüft.
In diesen Löschern befindet sich Löschpulver, mit dem auch an elektrischen Leitungen und Geräten gelöscht werden kann. Ein Mindestabstand von einem Meter (VDE fordert 3 Meter) muss aber eingehalten werden. Die Löscher sind bei 1000 Volt und ein Meter Abstand geprüft.
Das Löschen geschieht wie folgt: 1. Löscher entsichern, 2. Spritzpistole festhalten – es erfolgt ein Rückstoß und 3. in kurzen Stößen löschen, denn nach 12 Sekunden ist so ein Löscher leer. Dabei nie gegen die Windrichtung löschen.
Die Pulverlöscher gibt es in zwei Ausführungen und zwar als Dauerdrucklöscher und als Aufladelöscher.
Beim Dauerdrucklöscher befindet sich das Löschmittel und das Treibmittel in einem Behälter. Das Pulver setzt sich mit der Zeit ab und verhindert den Löschvorgang. Beim Prüfen muss der Löscher geöffnet und entleert werden. Das Pulver wird durchgesiebt, wieder eingefüllt und der Behälter wieder mit Druck versehen. Eine umherziehende Firma hat vor einem Jahr bei mir den Löscher nur geschüttelt und den Druck überprüft. So etwas aber machen nur Scharlatane.
Der Aufladelöscher besteht aus einem Behälter für Pulver und einem innen, oder außen angebrachten Behälter für das Treibmittel. Im Prüffall wird das Pulver ebenfalls durch gesiebt. Die Treibmittelpatrone, gefüllt mit Stickstoff, Pressluft, oder CO2 muss nur im Druck kontrolliert und ggf. aufgefüllt werden. Diese Löscher sind in der Anschaffung teuerer.
Beim Dauerdrucklöscher befindet sich das Löschmittel und das Treibmittel in einem Behälter. Das Pulver setzt sich mit der Zeit ab und verhindert den Löschvorgang. Beim Prüfen muss der Löscher geöffnet und entleert werden. Das Pulver wird durchgesiebt, wieder eingefüllt und der Behälter wieder mit Druck versehen. Eine umherziehende Firma hat vor einem Jahr bei mir den Löscher nur geschüttelt und den Druck überprüft. So etwas aber machen nur Scharlatane.
Der Aufladelöscher besteht aus einem Behälter für Pulver und einem innen, oder außen angebrachten Behälter für das Treibmittel. Im Prüffall wird das Pulver ebenfalls durch gesiebt. Die Treibmittelpatrone, gefüllt mit Stickstoff, Pressluft, oder CO2 muss nur im Druck kontrolliert und ggf. aufgefüllt werden. Diese Löscher sind in der Anschaffung teuerer.
Pulverlöscher müssen als Sondermüll entsorgt werden, wenngleich das Pulver ungefährlich ist. Der Amtsschimmel lässt grüßen.
Als bessere Alternative im privaten Bereich gilt ein 2 kg CO2 Löscher, der ebenfalls der ABC Klasse entspricht. Nu ist CO2 nicht zum Löschen von Öl-, oder Fettbränden geeignet! Der Vorteil von CO2: es arbeitet geruchs- und rückstandslos. Der Nachteil: CO2 verdrängt den Sauerstoff, so dass in kleinen Räumen, Toiletten, oder Speisekammern Erstickungsgefahr besteht. Im Freien lässt die Löschwirkung von CO2 rasch nach.
Als bessere Alternative im privaten Bereich gilt ein 2 kg CO2 Löscher, der ebenfalls der ABC Klasse entspricht. Nu ist CO2 nicht zum Löschen von Öl-, oder Fettbränden geeignet! Der Vorteil von CO2: es arbeitet geruchs- und rückstandslos. Der Nachteil: CO2 verdrängt den Sauerstoff, so dass in kleinen Räumen, Toiletten, oder Speisekammern Erstickungsgefahr besteht. Im Freien lässt die Löschwirkung von CO2 rasch nach.
Neben dem Löschversuch von brennendem Öl im Freien führte uns Herr Jost noch einen weiteren Versuch vor: Ein leere Haarspraydose wurde den Flammen ausgesetzt: ein lauter Knall und der Deckel der Dose war weggesprengt. Mehr konnte nicht passieren, die Dose war in einem Käfig gefangen. Ohne Käfig wäre die Dose wie ein Geschoss durch die Gegend geflogen.
Wir möchten Herrn Jost noch einmal unseren Dank ausdrücken für den exzellenten Vortrag mit Vorführungen. Uns allen ist einiges bewusster geworden.
Bericht: Richard (rikue)
Bilder: Arnulf und Richard
Bilder: Arnulf und Richard






