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Hier pfungt`s (Besuch bei der Pfungstädter Brauerei)
Das ist der Werbespruch der Pfungstädter Brauerei Hildebrand GmbH & Co. KG. Und weiter heißt es: „Wer einmal gesehen hat, wie unser Bier gebraut und abgefüllt wird, dem schmeckt das gute Pfungstädter noch besser.“ Darum fanden sich 31 Damen und Herren unserer Gruppe, aber auch einige Gäste im Schalander der Firma ein, wo uns Herr Georg Utz zuerst mit einem vertonten Video und viel Information die Geschichte der Firma und den eigentlichen Brauvorgang näher brachte.
Die Brauerei feierte gerade ihr 175 jähriges Bestehen in Pfungstadt. Zum Jubiläum fanden sich 50.000 Besucher ein, wodurch der Bekanntheitsgrad der derzeit 17 Sorten Getränke weiter wächst. Dazu hat man seit 1867 bis heute hohe Auszeichnungen erhalten. Entgegen dem Trend konnte man zudem den Bierausstoß und damit den Bierverkauf im vergangenen Jahr leicht steigern.
Bierähnliche Getränke sind schon seit 6000 Jahren bekannt. Im Jahre 1516 erließ Herzog Wilhelm von Bayern das Reinheitsgebot nach dem die deutschen Brauer noch heute ihr Bier brauen und zwar aus Hopfen, Malz und Quellwasser.
Quellwasser entnimmt die Pfungstädter Brauerei ihren zwei eigenen 80 m tiefen Brunnen mit der Leistung von 50 m³/Stunde. Das Wasser stammt aus dem Odenwald mit einem Härtegrad von 14 Grad. Es wird im Werk auf 5 Grad Deutsche Härte umgewandelt. Um einen Hektoliter Bier herzustellen werden 5 Hektoliter Wasser benötigt.
Bierähnliche Getränke sind schon seit 6000 Jahren bekannt. Im Jahre 1516 erließ Herzog Wilhelm von Bayern das Reinheitsgebot nach dem die deutschen Brauer noch heute ihr Bier brauen und zwar aus Hopfen, Malz und Quellwasser.
Quellwasser entnimmt die Pfungstädter Brauerei ihren zwei eigenen 80 m tiefen Brunnen mit der Leistung von 50 m³/Stunde. Das Wasser stammt aus dem Odenwald mit einem Härtegrad von 14 Grad. Es wird im Werk auf 5 Grad Deutsche Härte umgewandelt. Um einen Hektoliter Bier herzustellen werden 5 Hektoliter Wasser benötigt.
Hopfen sorgt im Bier für den feinherben Geschmack, sorgt für Entspannung und Entwässerung. Dabei kommt der Hopfen aus verschiedenen deutschen Anbaugebieten. Das weltweit größte Gebiet ist die Hallertau in Süddeutschland. Nebenbei: Hopfen wurde zur Heilpflanze 2007 erkoren. Den Brauereien wird heute der Hopfen in Pellets, oder als Extrakt in reiner Form angeboten. Die Pfungstädter Brauerei verwendet Pellets.
Malz, die Seele des Bieres, wird durch einen Keimprozess aus zweizeiliger Sommergerste gewonnen. Diese Gerste deswegen, weil normale Gerste zuviel Eiweiß enthält und zudem über bittere Spelzen verfügt. Man erhält die Gerste aus hessischen Anbaugebieten, wobei man inzwischen mit den um 50 % gestiegenen Einkaufspreisen kämpft, die zum einen aus der schlechten Ernte infolge schlechtem Wetter in 2006, zum anderen aber aus der Änderung von Anbauflächen zur Erzeugung von Rohstoffen für die Bioenergie her rühren.
In der Mälzerei kommt die Gerste in die Reinigung und von da aus über eine Weiche in den Keimkasten. Das Malz wird dabei mit Wasser verrührt und kontinuierlich auf cirka 77 °C erwärmt. In dem dabei entstandenen Maisch wird der enthaltene Zucker in Alkohol und Wärme zerlegt. Unterschiedliche Maischtemperaturen bestimmen unterschiedliche Biersorten. Im Läuterbottich werden die festen Bestandteile, der Treber, von der Flüssigkeit, der Würze, getrennt.
Während die Würze zur Bierherstellung erforderlich ist, wird der Treber
an landwirtschaftliche Betriebe abgegeben.
Während die Würze zur Bierherstellung erforderlich ist, wird der Treber
an landwirtschaftliche Betriebe abgegeben.
Jetzt wird der Würze Hopfen zugegeben und beides gemeinsam gekocht. Dabei werden alle Enzyme zerstört und die Würze steril gemacht. Der Grad der Stammwürze im späteren Bier wird durch die Kochzeit bestimmt. Durch das Kochen gelangen die Bitterstoffe des Hopfens ins Bier und sorgen für den feinherben Geschmack.
Nun wird die sterilisierte Würze möglichst schnell abgekühlt und auf die erforderliche Gärtemperatur gebracht – für Pils beispielsweise
10 - 12 °C. Möglichst rasch, damit es zu keinen Fehlgärungen kommt. Verständlich, dass die Pfungstädter Brauerei riesige Kühlmaschinen unterhält.
Der Würze wird danach in einem verschlossenen Gärtank Hefe zu gesetzt, wonach der Gärvorgang startet, der bis zu zehn Tage andauern kann. Deswegen verfügt man über riesige Tanks, denn man braut jährlich rund 430.000 Hektoliter Bier.
Nun wird die sterilisierte Würze möglichst schnell abgekühlt und auf die erforderliche Gärtemperatur gebracht – für Pils beispielsweise
10 - 12 °C. Möglichst rasch, damit es zu keinen Fehlgärungen kommt. Verständlich, dass die Pfungstädter Brauerei riesige Kühlmaschinen unterhält.
Der Würze wird danach in einem verschlossenen Gärtank Hefe zu gesetzt, wonach der Gärvorgang startet, der bis zu zehn Tage andauern kann. Deswegen verfügt man über riesige Tanks, denn man braut jährlich rund 430.000 Hektoliter Bier.
Hier nun wird der im Maischvorgang abgetrennte Zucker in Alkohol umgewandelt. Zusätzlich entsteht Kohlensäure, die wir Biertrinker dann so schätzen.
Nach einer Gärzeit von 7 Tagen entsteht Jungbier, das in sterilisierten Flaschen, oder Fässern abgefüllt wird.
Nach einer Gärzeit von 7 Tagen entsteht Jungbier, das in sterilisierten Flaschen, oder Fässern abgefüllt wird.
Hierfür stehen riesige Anlagen zur Verfügung, die Fässer und Flaschen reinigen, sterilisieren, auf Beschädigungen kontrollieren und dann wieder füllen.
Für die Flaschenabfüllung steht eine der modernsten Anlagen Europas zur Verfügung mit einer stündlichen Leistung von 60.000 Flaschen.
Weiter geht es zur Flaschenetikettierung und vollautomatische Bestückung der Bierkästen. Danach führt der Weg vorbei am Flaschenlager und an der Verladehalle für Fass- und Flaschenbier.
Bericht: Richard (rikue)
Bilder: Arnulf und Richard
Bilder: Arnulf und Richard
Und wenn sich der Frischestern auf den Pfungstädter Flaschen grün färbt ist die Flasche optimal gekühlt.
Nach diesen äußerst interessanten Informationen und dem Firmenrundgang bewirteten Frau Sommer und Herr Utz die Besucher mit Bier und Brötchen mit Fleischwurst, was Hotti zur Frage veranlasste, wann es denn Frühstück gäbe.
Wir möchten uns an diese Stelle noch einmal für Informationen und Führsorge bedanken, denn wir haben wieder viel dazu gelernt.
Bericht: Richard (rikue)
Bilder: Arnulf und Richard
Bilder: Arnulf und Richard
p.s. Durch eine “offene Tür” hatte ich Gelegenheit historische Maschinen zu fotografieren. Hier ein Beispiel:















