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Besuch bei der HEAG
Mit unserem Besuch setzten wir die Reihe informativer Veranstaltungen fort.
Empfangen wurden wir vom Geschäftsführer der HEAG Mobilo GmbH, Herrn Karl-Heinz Holub, der uns mit vielen nett interpretierten Informationen einen Einblick rund um das Unternehmen vermittelte.
Wie ich schon zur Einladung zu diesem Treffen schrieb kannten viele von uns die HEAG schon als Kinder und hier als Stromlieferant sowie als Bus- und Straßenbahnanbieter. Dabei reichen die Anfänge auf das Jahr 1886 zurück, wo zwei Vorortbahnen Darmstadt mit Eberstadt und Griesheim verbanden. 1887 fand der Start der „Elektrischen“ statt und hieraus gründete sich 1912 die HEAG, als Hessische Eisenbahn-Aktiengesellschaft. Schon 1915 versorgte die HEAG mehr als 100 Städte und Gemeinden mit Strom. 1941 erfolgte eine Namensänderung in Hessische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft.
In den 90er Jahren des vorherigen Jahrhunderts begannen sich die Vorgaben der EU auch auf die HEAG auszuwirken. Herr Holub erläuterte nun die hieraus resultierenden, gravierenden Veränderungen.
Das gesamte Unternehmen aller HEAG Firmen beschäftigt 3.600 Mitarbeiter. Die größte Sparte im Unternehmen dient der Versorgung mit Strom, Gas und Wasser. Es gibt weiterhin die Sparten Entsorgung, Bauverein, Medianet und die HEAG Mobilo.
In den 90er Jahren des vorherigen Jahrhunderts begannen sich die Vorgaben der EU auch auf die HEAG auszuwirken. Herr Holub erläuterte nun die hieraus resultierenden, gravierenden Veränderungen.
Das gesamte Unternehmen aller HEAG Firmen beschäftigt 3.600 Mitarbeiter. Die größte Sparte im Unternehmen dient der Versorgung mit Strom, Gas und Wasser. Es gibt weiterhin die Sparten Entsorgung, Bauverein, Medianet und die HEAG Mobilo.
Diese Firma beschäftigt aus dem Verbund 662 Mitarbeiter, die getrennt durch europäisches Recht wiederum in den Firmen HEAG MOBIBUS, HEAG MOBISERV und HEAG MOBITRAM arbeiten. MOBIBUS und MOBITRAM sind die Betreiber der Busse und Straßenbahnen. MOBISERV übernimmt die Werksleistungen für die Nutzfahrzeuge bis hin zu Reparaturen, Abgasuntersuchungen und Hauptuntersuchungen mit Anbringen der Plaketten, die wir für unsere Autos alle 2 Jahre bei TÜV, Dekra, oder
anderen erhalten.
anderen erhalten.
Ein 3-Ebenen Modell regelt die Zusammenarbeit zwischen RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund), DADINA (Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation) und den Verkehrsunternehmen. Letztere haben gemäß dem Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen (ÖPNVG) (nur noch) die Aufgaben Betriebsdurchführung, Wartung und Instandhaltung der Verkehrsanlagen, Fahrgastinformationen und Vertrieb.
Der Verkehrsbetrieb reicht von Darmstadt bis zum Flughafen Frankfurt/Main. Man fährt in Mannheim und Ludwigshafen und zum Teil auch in Heidelberg. In einem Gebiet mit einer der größten Verkehrsdichten in Deutschland befördert man jährlich 31 Millionen Fahrgäste. Alleine das Straßenbahnstreckennetz misst derzeit 48,6 km und wird von 44 Straßenbahntriebwagen und 30 Niederflurbeiwagen befahren. Ähnlich stellt sich die Bilanz bei HEAG MOBIBUS dar. Man unterhält zwei Betriebshöfe mit Werkstätten. Straßenbahnschienen haben eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren. Es muss also immer mal wieder etwas erneuert werden und viele werden sich noch an die 3 Darmstädter Großbaustellen innerhalb der letzten Jahre erinnern. Dabei stimmt sich dann die Stadt Darmstadt mit der HEAG Mobilo ab um zu klären, was dabei gleich noch geändert werden kann. Derzeit gibt es eine neue Großbaustelle in Darmstadt-Arheilgen, wo die Trasse verändert und gleichzeitig verlängert wird, um das nach Norden hin gewachsene Arheilgen ebenfalls an die Straßenbahn anzubinden.
Weiterhin gehören etwa 70 Straßenbahnhaltestellen, Wartehallen. Stationäre Automaten, dynamische Fahrgastinformationen und Videokameras dazu. Und schließlich hält man den Mannschaftsbus für den SV 98 bereit.
Straßenbahnen fahren mit 700 Volt Gleichstrom, der über Kohleschleifer von den Kupferkabeln der Oberleitung entnommen wird. Straßenbahnen haben verschiedene Bremssysteme, die nebeneinander bestehen. Die Hauptbremskraft entsteht dadurch, dass der Antriebsmotor als Generator umgeschaltet wird. Die derzeitige Diskussion um Hybridfahrzeuge im Autostraßenverkehr ist somit bei Straßenbahnen längst Alltag: 30 % der aufgenommenen Energie werden beim Bremsen der Fahrzeuge wieder ins Stromnetz zurück gespeist. Im Bild ist eine Magnetschienenbremse gezeigt.
Der Verkehrsbetrieb reicht von Darmstadt bis zum Flughafen Frankfurt/Main. Man fährt in Mannheim und Ludwigshafen und zum Teil auch in Heidelberg. In einem Gebiet mit einer der größten Verkehrsdichten in Deutschland befördert man jährlich 31 Millionen Fahrgäste. Alleine das Straßenbahnstreckennetz misst derzeit 48,6 km und wird von 44 Straßenbahntriebwagen und 30 Niederflurbeiwagen befahren. Ähnlich stellt sich die Bilanz bei HEAG MOBIBUS dar. Man unterhält zwei Betriebshöfe mit Werkstätten. Straßenbahnschienen haben eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren. Es muss also immer mal wieder etwas erneuert werden und viele werden sich noch an die 3 Darmstädter Großbaustellen innerhalb der letzten Jahre erinnern. Dabei stimmt sich dann die Stadt Darmstadt mit der HEAG Mobilo ab um zu klären, was dabei gleich noch geändert werden kann. Derzeit gibt es eine neue Großbaustelle in Darmstadt-Arheilgen, wo die Trasse verändert und gleichzeitig verlängert wird, um das nach Norden hin gewachsene Arheilgen ebenfalls an die Straßenbahn anzubinden.
Weiterhin gehören etwa 70 Straßenbahnhaltestellen, Wartehallen. Stationäre Automaten, dynamische Fahrgastinformationen und Videokameras dazu. Und schließlich hält man den Mannschaftsbus für den SV 98 bereit.
Straßenbahnen fahren mit 700 Volt Gleichstrom, der über Kohleschleifer von den Kupferkabeln der Oberleitung entnommen wird. Straßenbahnen haben verschiedene Bremssysteme, die nebeneinander bestehen. Die Hauptbremskraft entsteht dadurch, dass der Antriebsmotor als Generator umgeschaltet wird. Die derzeitige Diskussion um Hybridfahrzeuge im Autostraßenverkehr ist somit bei Straßenbahnen längst Alltag: 30 % der aufgenommenen Energie werden beim Bremsen der Fahrzeuge wieder ins Stromnetz zurück gespeist. Im Bild ist eine Magnetschienenbremse gezeigt.
Der gesamte Verkehr wird in der Leitstelle gesteuert und überwacht. Die Leitstelle arbeitet rund um die Uhr im Schichtbetrieb und ist deswegen mit insgesamt 17 Mitarbeitern besetzt.
Man überwacht mit 42 Kameras, die an Verkehrsknotenpunkten und Haltestellen die Ist-Situation wiedergeben.
Im 7-Minutentakt senden die Fahrzeuge per GPS Informationen an die Leitstelle. An Monitoren wird dabei abgebildet, wo sich das einzelne Fahrzeug befindet, ob und wenn ja, wie viel Verspätung vorliegt u.v.a.m. Verspätungen bis 2 Minuten werden grün, zwischen 2 und 5 Minuten orange und über 5 Minuten rot dargestellt.
HEAG Mobilo führt derzeit als erster deutscher Verkehrsbetrieb Digitalfunk ein und deckt hiermit das gesamte Rhein-Main-Gebiet ab. Hierdurch ist eine schnelle Kommunikation mit jedem einzelnen Fahrzeug möglich, so dass zu jeder Situation Informationen ausgetauscht und Anweisungen gegeben werden können.
Bis Ende 2007 will HEAG Mobilo die Anzeigen an allen Haltestellen auf digitale Technik umstellen. Danach können weit mehr Linien als jetzt angezeigt werden und dies dann in Echtzeit, also Verspätungen eingerechnet und angezeigt. Die digitale Technik wird künftig noch mehr Highlights ermöglichen. So wird man im Internet, oder auf dem Handy die Echtdaten der Fahrzeuge abrufen können und danach entscheiden, ob man wegen Verspätung noch etwas zuhause bleiben kann. Aber auch der Fahrkartenkauf per Handy wird kommen, wobei das Ticket per SMS auf das Handy übertragen wird. Unsere Enkel lassen grüßen….
Über GPS weiß jedes Fahrzeug, wo es sich befindet. Automatisch löst das Fahrzeug dann den Befehl für die Ampelvorrangschaltung aus und die Ampel schaltet auf grün.
Aus der langen Geschichte um den Personenverkehr besitzt die HEAG Mobilo eine Vielzahl historischer Fahrzeuge und Geräte, die man gerne in einem Museum der Öffentlichkeit zugänglich machen will. Hierfür laufen Planungen ein solches Museum in Darmstadt-Kranichstein zu erbauen. Das wäre sicher ein weiterer guter Beitrag die Darmstädter Geschichte und Entwicklung geeignet darzustellen.
Alle Teilnehmer waren vom Vortrag und der Führung sehr angetan, weswegen wir auf diesem Weg Herrn Holub noch einmal recht herzlich danken möchten.
Bericht: Richard (rikue)
Bilder: Arnulf 7x, rikue 1 x
Bis Ende 2007 will HEAG Mobilo die Anzeigen an allen Haltestellen auf digitale Technik umstellen. Danach können weit mehr Linien als jetzt angezeigt werden und dies dann in Echtzeit, also Verspätungen eingerechnet und angezeigt. Die digitale Technik wird künftig noch mehr Highlights ermöglichen. So wird man im Internet, oder auf dem Handy die Echtdaten der Fahrzeuge abrufen können und danach entscheiden, ob man wegen Verspätung noch etwas zuhause bleiben kann. Aber auch der Fahrkartenkauf per Handy wird kommen, wobei das Ticket per SMS auf das Handy übertragen wird. Unsere Enkel lassen grüßen….
Über GPS weiß jedes Fahrzeug, wo es sich befindet. Automatisch löst das Fahrzeug dann den Befehl für die Ampelvorrangschaltung aus und die Ampel schaltet auf grün.
Aus der langen Geschichte um den Personenverkehr besitzt die HEAG Mobilo eine Vielzahl historischer Fahrzeuge und Geräte, die man gerne in einem Museum der Öffentlichkeit zugänglich machen will. Hierfür laufen Planungen ein solches Museum in Darmstadt-Kranichstein zu erbauen. Das wäre sicher ein weiterer guter Beitrag die Darmstädter Geschichte und Entwicklung geeignet darzustellen.
Alle Teilnehmer waren vom Vortrag und der Führung sehr angetan, weswegen wir auf diesem Weg Herrn Holub noch einmal recht herzlich danken möchten.
Bericht: Richard (rikue)
Bilder: Arnulf 7x, rikue 1 x








