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07.08.2007 Besuch bei der Sammlung Historischer Elektrogeräte Darmstadt

Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) beliefert in ihrem Versorgungsgebiet rund 700 000 Privat- und Geschäftskunden mit Strom. Darüber hinaus beliefert sie Kunden mit Wasser und Gas und unterhält das Müllheizwerk in Darmstadt.

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Das Versorgungsgebiet der HEAG

Diese und die anderen nachfolgenen Informationen erhielten wir durch Herrn Karl-Heinz Hirz, dem Ansprechpartner der Historischen Sammlung.

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Zur Stromversorgung unterhält man 26 Umspannanlagen, denen RWE den Strom mit 110 000 Volt anliefert. In den Umspannanlagen senken Transformatoren den Strom auf 20 000 Volt ab. Von dort aus gelangt der Strom zu Trafostationen (Trafohäuschen), wo der Strom auf die im Haushalt benötigten Spannungen von 400 und 230 Volt herunter transformiert wird.

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So sah der HEAG-Kühlschrank aus dem Jahr 1955 aus.Er fasste 105 Liter Inhalt und entstand in Zusammenarbeit mit BBC.
In früheren Jahren lieferte die HEAG „nur“ den Strom. Schon vor dem 2. Weltkrieg aber begann man mit dem Verkauf von Elektrogeräten, die von den Stromablesern beim Kunden angeboten wurden. Nach dem Krieg weitete man das Geschäft aus, wobei die Kunden bis 72 Monate Ratenzahlung vereinbaren konnten. Dabei begann Heag selbst mit der Herstellung von Kühlschränken und Warmwasserspeichern, was aber in den 60er Jahren wieder eingestellt wurde.

Bei diesen Geschäften aber wurden auch Altgeräte zurück genommen, denn schon bald hatte man die Idee hiermit einmal ein Museum zu bestücken. Man sammelte in einer Halle am Dornheimer Weg, doch immer wieder fehlte der nötige Platz für eine repräsentative Präsentation.

Nach Jahrzehnten wurde eine Erneuerung der Umspannanlage Süd erforderlich. Moderne Anlagen beanspruchen aber weniger als 20% der bisherigen Fläche, wonach man endlich Räume schaffen konnte diesen lange geplanten Wunsch zu verwirklichen. Nach dem Entkernen, Abmauern und Umbauen war man 1998/1999 so weit mit der Verwirklichung eines Museums zu beginnen. Eine hiermit beauftragte Agentur aber überstieg bald den finanziell gesteckten Rahmen, weswegen der Konzern in der Mitarbeiterzeitung einen Aufruf nach willigen Pensionären startete. Man begann mit 7 Personen, von denen heute noch 5 rührige und kompetente Pensionäre Fleißarbeit vollbringen und auch die Führungen im Museum durchführen.

Zu den Exponaten gehören Elektro-Haushaltgeräte (E-Herde, Waschmaschinen, Küchengeräte), Rundfunk-, Fernseh-, Phonogeräte, Elektrowerkzeuge, Elektroinstallation, Elektroheizung, Beleuchtung, Zähler, Messgeräte, Wandler, Motoren, Generatoren, Umspanner, Nieder- und Mittelspannungs-Schaltgeräte. Man rettete eine Schaltanlage und baute sie in einer Wand des Vortragsraumes ein.

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Elektroherde von den verschiedensten Herstellern sind hier ausgestellt. Dabei gibt es reine Elektroherde mit 2-, 3- und 4-Steckerstiftkochplatten, wo sich die Kochplatten zur Reinigung der Herdoberfläche noch leicht abnehmen ließen. Herde mit und ohne Backofen, aber auch eine Elektro-Kohleherd-Kombination der Darmstädter Firma Roeder ist vorhanden. Selbst voll funktionsfähige Kinder-Elektroherde lassen sich hier bestaunen.

Als „highlight“ dieser Rubrik sehe ich den Herd „Gerda“ an, der von Roeder für die U-Boot Flotte der Wehrmacht gebaut wurde. Betrieben wurde er mit Gleichstrom. Und erst nach dem Krieg wurde dieser Herd noch einige Zeit für Gastronomiebetriebe gefertigt, dann allerdings für den Anschluss an Drehstrom.

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Eine Vielzahl an historischen Waschmaschinen ist hier versammelt. Dabei ist die 1901 gefertigte Holzbottisch-Waschmaschine der Firma Mielewerke Gütersloh durch Schwenkbewegung eines Kugelpendels von Hand angetrieben.

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Es folgen dann Waschmaschinen mit Wassermotor und schließlich mit Elektromotor.
Lange aber hielt sich der Holzbottich, bevor Metallbehälter folgten. Führend war dabei das Schwenkarm-System der Firma Mielewerke, zuerst wie im Bild mit den Armen von oben nach unten hängend und später unten gelagert, mit den Schwenkarmen nach oben gerichtet.


Nur langsam kamen die „Waschbüffets“ in den Handel. Dabei gab es zwei Grundvarianten. Die Waschmaschine mit Schwenkarmprinzip und daneben eine Schleuder, im Büffet integriert

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und ein Büffet mit einer Waschmaschine, mit einer von oben zu füllenden Trommel, die aber
um eine waagerechte Achse drehte.

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Schließlich folgten die Frontlader, wie wir diese heute noch verwenden. Die Miele-Werke brachten 1961 das erste deutsche befestigungsfreie Gerät auf den Markt. Zuvor mussten diese Geräte am Boden befestigt werden, damit sie nicht „weghupften“.


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Küchen- und Haushaltsgeräte und hier besonders ein Staubsauger Typ „Saugling“ von 1913 füllen ganze Regale und Vitrienen der Ausstellung.

Eine Besonderheit ist dabei ein von Firma Bavaria 1975 hergestellter Porzellan-Kaffeefilter mit Porzellan-Kaffeekanne und Steigrohr nach dem Perkolator-Prinzip




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Wie oben geschrieben, gibt es eine Vielzahl an historischen Komponenten. So beinhaltet die Ausstellung auch den „Volksempfänger“ an den viele von uns noch dunkele Erinnerungen knüpfen.

Dennoch wäre es kein Museum, würden keine weiteren historischen Exponate angenommen. Wir übergaben Herrn Hirz für die Sammlung ein Grundig 4-Spur Tonbandgerät TK 146 komplett mit Schaltplan und Bedienungsanleitung aus dem Ende der 60er Jahre des vorherigen Jahrhunderts.

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Glanzstücke der Ausstellung sind ein komplettes Wasserkraftwerk aus Schönnen bei Erbach/Odw.

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und ein Modell des alten Gaswerks in Darmstadt an der Kasinostraße.

Unser Dank gilt Herrn Hirz, der uns breit informierte und dabei geduldig unsere vielen Fragen beantwortete. Wir wünschen ihm und seinen Mitstreitern weiterhin viel Erfolg.

Einer inzwischen lieb gewordenen Tradition folgend trafen wir uns danach in einem nahe gelegenen Cafe, wo wir einen netten Abschluss fanden.



Bericht: Richard (rikue)
Bilder: Arnulf, Onkel Walter und rikue

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