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Wenn Engel reisen, dann lacht der Himmel. So war dies bei unserem Ausflug nach Bürgstadt und Miltenberg, der von Christel und Gert (Foxel) exzellent vorgeplant und ausgeführt wurde.
Das unterfränkische Bürgstadt liegt da, wo die Erf in den Main mündet.

Wir trafen uns in Bürgstadt an der alten Pfarrkirche, wo uns Christel zuerst in die Geschichte der Gemeinde und der einzelnen markanten Bauwerke einweihte. Dabei fanden wir Platz im Schatten auf einer gemütlichen Bank.

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Der Weinanbau spielt hier eine große Rolle und bereits 1612 wurde der Bürgstädter Rotwein erstmals erwähnt. Seit 1990 führt der Fränkische Rotwein Wanderweg durch diese Gemeinde.

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Die sonnigen Lagen lassen den Wein gut reifen

In früherer Zeit war zudem der Abbau und Handel mit Buntsandstein von Bedeutung. An vielen Stellen schauen die Sandsteinvorkommen noch zwischen dem überwucherndem Grün heraus.

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Brunnen auf dem Weg von der alten Pfarrkirche zur Martinskapelle

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Dieser freundliche Herr erlaubte mir die Aufnahme dieses Sandsteinbrunnens mit
handbetriebener Wasserpumpe, wie diese früher in manchen Gärten üblich war.
Die Gemeinde ist inzwischen nahtlos mit der Kreisstadt Miltenberg zusammengebaut und beide liegen am nordöstlichen Rand des Odenwalds an der bayerisch-badischen Grenze. Die erste urkundliche Erwähnung Bürgstadts stammt von 1181, wenngleich man weiß, dass die Martinskapelle bereits um 950 erbaut wurde und seitdem einige Änderungen erfuhr. Wie in katholischen Kirchen üblich ist auch diese Kapelle reichlich geschmückt und verziert, was alleine schon der Altar beweist.

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Die beiden Längswände sind mit einer Bilderbibel aus 40 Medaillons geschmückt, wo man ahnen kann, dass frühere, des Lesens unkundige Bürger, dennoch das Christentum erfahren konnten.

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Bürgstadt bietet aber noch viel mehr. Benannt werden soll hier nur das alte Rathaus mit seinem Mansardendach, einer Dachform, die nicht sehr oft anzutreffen ist.

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Nun aber wurde es Zeit für unseren mittäglichen Einkehrschwung beim Häcker, einem Winzerlokal, was anderswo auch Besen-, oder Straußenwirtschaft genannt wird. Christel und Gert hatten hierzu das Weingut Sturm ausgewählt, wo wir uns gut und preiswert stärken konnten.

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Hier nun wurden wir von Herrn Albert Hörnig abgeholt, der uns als Stadtführer in Miltenberg zur Verfügung stand.

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Zum Hotel Riesen erfuhren wir, dass es sich um das dritt, oder viertälteste Hotel Deutschlands handelt. Ein Schild zeugt hier von alter Zeit.

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Das hätte ein Motiv für Meister Spitzweg sein können

In der unteren Bildmitte ist ein Stern zu sehen. Obwohl es früher hier Juden gab und selbst ein alter Judenfriedhof besucht werden kann handelt es sich hier nicht um den Judenstern. Er weist vielmehr auf die Brauereigerechtigkeit hin, einem Recht aus früherer Zeit. Danach konnten Hausbesitzer, die ein Gebäude mit diesem Recht besaßen ihren eigenen Haustrunk in den städtischen Brauhäusern brauen.

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Viele Fachwerkhäuser und Blumenschmuck machen diese Stadt liebenswert. Es könnte hier noch vielmehr beschrieben werden, doch besser ist, Ihr fahrt da noch einmal hin. Kein Wunder, dass Allerorts gefilmt und fotografiert wird und so kann man zu Hause die Zeit bis zu einem erneuten Besuch überbrücken.

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Am „Schnatterloch“, dem historischen Marktplatz verabschiedete sich Herr Hörnig von uns. Christel überreichte ihm ein kleines Präsent von uns. Wir aber ließen den Tag danach in Miltenberg bei Kaffee und Kuchen, oder deftigen Speisen ausklingen, an einem Ort, den wir alleine nicht gefunden hätten. Christel und Gert aber hatten alles im Griff und hierfür bedanken wir uns noch einmal bei Ihnen.


Bericht: Rikue
Bilder: 1 x Arthur, allen anderen Rikue


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