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Eine drei Länder Reise und mehr ....

Wie im Einladungstext benannt haben unsere Freunde Margot und Gerd (knausi) aus 2 Reisen mit ihrem Wohnmobil einen interessanten vertonten DIA-Nachmittag zusammen gestellt. Dabei ging die eine Reise über den Zeitraum von 54 Tage durch Süddeutschland, Südtirol und Kärnten. Die zweite Reise dauerte 90 Tage und führte entlang der Westküste Frankreichs.

Es war im Jahr 2009, als man bei herrlichem Sonnenschein zu Hause los fuhr. Der erste Halt war in Nürtingen am Nekar. Schon früh war die Gegend von Alemannen besiedelt, wie Reihengräber belegen. Die Altstadt von Nürtingen liegt auf einem vom Nekar geschaffenen Umlaufberg und ist durch seine ehemaligen Stadttoren und historischen Gebäuden sehenswert. Von hier aus führte eine Radtour in Richtung Tübingen.

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Nun ging es weiter nach Ulm, mit seinem gotischen Münster, dessen Kirchturm mit 161,53 Metern der höchste der Welt ist. Ulm hat die älteste Verfassung einer deutschen Stadt und wird erstmals 854 urkundlich erwähnt, war Königspfalz und Freie Reichsstadt. Albert Einstein wurde hier 1879 geboren und gilt als berühmtester Sohn der Stadt. Bekannter in Bezug auf Ulm aber ist sicherlich der Schneider von Ulm, Albrecht Ludwig Berblinger, der neben weiteren Erfindungen einen Hängegleiter entwickelte, den er gegen seine Erfahrung an einem ungeeigneten Ort und widrigen Wetterverhältnissen 1811 den „Offiziellen“ vorführen sollte. Aus heutiger Sicht musste das schief gehen. Sehenswürdigkeiten sind das Fischer- und das Gerberviertel mit malerischen Häusern, Brücken und Plätzen.

Das nächste Ziel war Memmingen, die Stadt der Tore, Türme, Giebel und Fassaden. Mit ca. 42.000 Einwohnern konnte die am Rande des Allgäus angesiedelte Stadt ihr schönes mittelalterliches Stadtbild erhalten. Besonders sehenswert ist das Siebendächerhaus, das Renaissance-Rathaus, sowie die Kreuzherrnkirche.

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Nächster Zielpunkt war Nesselwang mit einem Brauereimuseum, der Pfarrkirche St. Andreas und der Wallfahrtskirche Maria Trost. Man unternahm eine Wanderung zur Mittelstation der Alpspitzbahn, wurde mit schöner Natur, einem herrlichen Panorama und enormem Muskelkater belohnt. Flachlandtiroler sollten doch besser im Tal bleiben.

Jetzt folgte der Besuch in Füssen im Allgäu. Hier gibt es das Kloster und die Basilika St. Mang, das Hohe Schloss und die Heilig-Geist-Spitalkirche und natürlich die Schlösser Hohenschwangau und das von Ludwig dem II. errichtete Schloss Neuschwanstein.

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Über Reutte, Innsbruck und die alte Brennerstraße ging es nach Sterzing in Südtirol. Über Brixen und mit der Fahrt durch das Pustertal wurde Bruneck erreicht, auch Perle des Pustertals genannt. Das Städtchen ist im Kern historisch, rundherum ländlich gestaltet.

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Das ist die Gegend von Dolomiten und Zillertaler Alpen woraus folgt, dass es auch hochgelegene Täler gibt. In einer breiten Talmulde liegt Antholz auf 1.532 Metern Höhe, wo die bekannten Biathlon-Wettkämpfe statt finden. Mit Wanderungen erreicht man den Antholzer See (1.640 m), die mächtige Reiserfernergruppe mit Hochgall (3.436 m) und Wildgall (3.273 m). Auch sind der Klammbach-Wasserfall, die Schwörz-Alm und der Antholzer See nicht weit.

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Nun ging es weiter nach Kärnten, über Toblach, Lienz, Spittal a.d. Drau und Millstatt nach Döbriach am Millstätter See. Der See liegt auf 588 m Seehöhe, ist 11,5 Kilometer lang, bis zu 1,8 Kilometer breit, ist nach dem Wörthersee zweitgrößter und mit 141 m tiefster See Kärntens.

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Millstatt ist der historisch und kulturell bedeutendste Ort am See. Als bekanntestes Bauwerk gilt das um 1130 erbaute Benediktiner Stift mit dem im 12. Jahrhundert erbauten Kreuzgang.

Weiter ging es durch das Lieser-Tal nach Gmünd und von dort in das Maltatal, auch „Tal der stürzenden Wasser“ genannt, wo der Maltabach die sehenswerten „Malteiner Wasserspiele“ in einem leicht zugänglichen Taleinschnitt bildet. Die Malta Hochalpenstraße ist 14,4 km lang mit kühnen Spitzkehren und mehreren Felstunnels.

Am nächsten Ziel, der Kölnbreinsperre angekommen eröffneten sich atemberaubende Ausblicke auf die Landschaft um die 3000er Hochalmspitze, Hafner und Ankogel. Es folgte eine Wanderung zur Osnabrücker Hütte mit einem imposanten Blick auf den Großelend Gletscher.

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Über Gmünd ging es nun nach Freilassing in Bayern nach Burghausen an der Salzach. Hier befindet sich die mit 1.051 Metern längste Burganlage der Welt. Sie besteht aus sechs für sich abgeschlossenen Höfen, die durch Tore, Gräben und Zugbrücken gesichert waren. Das Rathaus in Burghausen besitzt eine Fassade aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

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Und nun ging es zum Kloster Andechs. Hier gab es leckeres Bier und Schweinshaxen, denn es gibt hier eine Brauerei, ein Bräustüberl, einen Klostergasthof und ein reichhaltiges kulturelles Angebot. Besucher aus der ganzen Welt geben sich hier die Türklinken in die Hand.

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Das letzte Ziel auf dieser Reise war nun Oberkirch im Schwarzwald, der Stadt des Weins, mit malerischen Altstadtwinkeln. Dazu kommen Reste der Stadtmauer und der Befestigungsanlagen, Teile des Klosters Allerheiligen und schließlich die Burgruine Schauenburg aus den Jahren 1070 – 1090.

Die schönste Reise geht einmal zu Ende und man freut sich doch wieder auf zu Hause.

Im Jahr 2010 packten Margot und Gerd ihr Wohnmobil und machten sich nach Westen hin auf den Weg, Frankreichs Nordwestküste war das Ziel.

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Über Saarbrücken und Luxemburg ging es nach Stenay und von da aus nach Quend-Plage-les-Pins an der Còte d`Albrarte. Man findet dort einen 15 km langen Sandstrand.

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Die kleine Hafenstadt Le Crotoy liegt in der Bucht der Somme auf einer Halbinsel. Reste der alten Stadtmauer und die Ruine des Schlosses, in dem Jeane d`Arc im Jahre 1431 von der Engländern gefangen gehalten wurde, sind sehenswert. Mit einer Museumseisenbahn kann man bis Saint-Valery-sur-Some fahren.

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Nun ging es weiter nach Le Trèport. Die Stadt kauert sich zu Füßen der 100 Meter hohen Kreidefelsen an der Mündung der Bresle. Über Saint-Valery-en-Caux an der Alabasterküste ging es zu den Felsen von Etretat. Wind und Meer haben hier durch ständiges Nagen eine grandiose Küstenlandschaft erschaffen.


Bei einer Fahrt durch die Normandie folgte nun ein Abstecher nach Mont-Saint-Michel, einer felsigen Insel, auf deren Spitze ein weltbekanntes Benediktinerkloster steht. 1978 wurde Mont-Saint-Michel in die Liste der UNESCO-Weltkulturerben aufgenommen.

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Die nächste Station war Trègastel an der „Cote de Granit rose“. Ein besonders reiches Kulturerbe ist der in rund 300 Millionen Jahren von der Natur geschliffene Edelstein aus rosa Granit.

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Auf einer kleinen Insel steht das Schloss Costaèrès aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Heutiger Besitzer ist Dieter „Didi“ Hallervorden.

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Über Saint-Pol-Lèon, einer der attraktivsten und malerischen Städte der Bretagne ging es weiter nach Concarneau an der Cher, wo eine ehemalige Festung ihr architektonisches Kulturgut bis heute bewahren konnte. Das elegante Schloss Chenonceau ist ein Wunder der Architektur, denn es wurde nicht am, sondern mitten in den Fluß Cher hineingebaut.

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Auf der Reise weiter der Loire aufwärts wurde das Schloss Cheverny, eines der berühmtesten Loire-Schlösser, besucht. Hierbei handelt es sich um eines der ersten privaten Anwesen, die bereits 1922 für Besucher geöffnet wurden.

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Weiter die Loire entlang kommt man zum Schloss der Superlative: Chambord. Mit einer Länge von 165 Meter und 117 Meter Breite ist dieses Märchen wie aus 1001 Nacht. 84 Treppen verbinden 440 Zimmer. Die Dächer tragen 365 Schornsteine, Spitzhelme, Glockentürmchen und 800 Kapitelle. Dieses verwunschene Traumschloss wurde unter dem Repräsentationswahn des Bauherrn Franz I. erschaffen.


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Die Stadt Gien an der Loire war ein Zentrum der französischen Reformation und hat eine sehr wechselhafte Geschichte. Unter Karl dem Großen wurde eine Burganlage errichtet. Die Burg wurde zum Ende des 15.Jahrhunderts wesentlich umgebaut.

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Eine jede Reise geht einmal zu Ende. Über das Lothringische Pont-a-Mousson ging es weiter über Metz, Saarbrücken und dann schnell nach Hause.

Wir danken noch einmal unseren Freunden Margot und Gerd für die Vorstellung dieser hervorragenden Reisen.

Bericht Richard (rikue)
Bilder: 1 x rikue, alle anderen Bilder knausi


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