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Wir besuchten die Altstadt von Bensheim
Bensheim im Kreis Bergstraße liegt im Süden von Hessen. Mit mehr als 40.000 Einwohnern ist es die größte Stadt des Kreises. Trotz massiver Zerstörungen durch Brandbomben im März 1945 ist vom historischen Kern genügend Bausubstanz vorhanden,so dass wir mit einem geführten Rundgang durch die Kernstadt von Bensheim rund 23 historische Standorte kennen lernen konnten.
Man kann den Rundgang auch in eigener Regie durchführen, wofür die dargestellt Karte Aussagen macht....
Man kann den Rundgang auch in eigener Regie durchführen, wofür die dargestellt Karte Aussagen macht....
.....doch hört man dann keinesfalls die netten Geschichten, mit denen uns Frau Marlies Draudt als Gästeführerin viele Details zur Geschichte von Bensheim näher brachte.
Bereits 100 nach Chr. wurde an der hessischen Bergstraße Weinbau betrieben, was durch die gute Lage möglich war. Es zeigt sich aber auch, dass die Gegend schon sehr früh besiedelt war. Im Jahr 765 ist Bensheim als Basinsheim erstmals urkundlich erwähnt. 956 erteilte Kaiser Otto I. der Stadt das erste Marktrecht im Süden der Republik.
Viel erfuhren wir zum 1895 in seiner heutigen Ausführung erstellten Marktbrunnen, den neben dem hessischen Staatswappen allegorische Figuren der Gerechtigkeit, des Ackerbaus, des Handwerks sowie Kinderfiguren als Allegorien der vier Jahreszeiten ziert. Die vier geschmiedeten Wasserspeier treten aus Löwenmasken hervor. Die Figur auf dem Brunnen zeigt den Stadt- und Kirchenpatron St. Georg, der von hoch oben die Wochenmärkte und die in Bensheim abgehaltenen vier Jahrmärkte beobachtet. Heute schauen wir das gerne an. Dabei ist es gar nicht so lange her, als die Einwohner alles benötigte Wasser von diesem Brunnen nach Hause schleppen mussten, denn Wasserleitungen wurden erst 1890 bis 1894 verlegt.
Viel erfuhren wir zum 1895 in seiner heutigen Ausführung erstellten Marktbrunnen, den neben dem hessischen Staatswappen allegorische Figuren der Gerechtigkeit, des Ackerbaus, des Handwerks sowie Kinderfiguren als Allegorien der vier Jahreszeiten ziert. Die vier geschmiedeten Wasserspeier treten aus Löwenmasken hervor. Die Figur auf dem Brunnen zeigt den Stadt- und Kirchenpatron St. Georg, der von hoch oben die Wochenmärkte und die in Bensheim abgehaltenen vier Jahrmärkte beobachtet. Heute schauen wir das gerne an. Dabei ist es gar nicht so lange her, als die Einwohner alles benötigte Wasser von diesem Brunnen nach Hause schleppen mussten, denn Wasserleitungen wurden erst 1890 bis 1894 verlegt.
Der Stadtkern war ursprünglich mit einer Stadtmauer umgeben, von denen an einigen Stellen noch Reste zu sehen sind.
Um 1300 wurde der in der Stadtmauer integrierte „Rote Turm“ errichtet. Dabei ist der Sockel unterhalb der in einigen Metern Höhe erreichbaren Tür ursprünglich die obere Kante der angefügten Stadtmauer gewesen. Der Name des Turms kommt wahrscheinlich von dem ursprünglich vorhandenem Putz, der möglicherweiße rot angestrichen war.
Die katholische Pfarrkirche St. Georg zeigt an ihrer Vorderseite Symbolfiguren der vier Evangelisten.
Die Kirche bildet zusammen mit einem noch immer betriebenen Franziskanerkloster eine religiöse Einheit
Wir erfuhren viel über frühere Adelsfamilien,, die zum Repräsentieren an exponierten Stellen der Stadt „Höfe“ errichteten. Hierzu zählen u.a. der Walderdorffer Hof von 1395,.....
....der Hohenecker Hof von 1756,.......
......oder der Wambolter Hof von 1733.
Auch in Bensheim gilt: In historischen Stadtkernen immer auch nach oben schauen.
Das Eingangsportal des Heilig-Geist Hospital, auch Marienhaus genannt. Das Haus wurde 1597 erbaut und durchlebte mehrere Nutzungszeiten. So war es ursprünglich eine Pilgerstätte.
Die Hauptstraße in Bensheim zierten früher 20 Brunnen. Noch heute sind einige Brunnen zu sehen, wie der Hospitalbrunnen mit dem Marienhaus im Hintergrund, oder der Nibelungenbrunnen mit dem oben aufgesetzten symbolischen Schatz der Nibelungen, der noch immer im Rhein vermutet wird.
Wir alle kennen den Spruch: „Hinnerum wie die Fraa vun Bensem“ (hochdeutsch hintenherum, wie die Frau von Bensheim), doch was bedeutet er und wie kam es dazu? In Bensheim steht hierzu eine Brunnenfigur. Im Dreißigjährigen Krieg soll die Fraa vun Bensem die bayrischen Truppen gefragt haben, ob diese die schwedischen und französischen Besatzer vertreiben wollten. Sie zeigte ihnen einen noch heute vorhandenen Geheimgang, durch den die Bayern in die Innenstadt gelangten und von da aus die feindlichen Truppen am 20.11.1644 verjagten. Die Figur trägt eine Laterne mit sich, denn im Geheimgang war es dunkel.
Nun, die 90 Minuten lange Führung bracht noch viel mehr zutage, was sich hier natürlich nicht alles wiedergeben lässt. Deswegen ist jeder Leser aufgerufen sich selbst vor Ort einmal kundig zu machen. Uns bleibt jetzt nur noch einmal Frau Draudt unseren Dank auszudrücken für die hervorragende und informative Führung.
Bericht Richard (rikue)
Bilder: rikue
Bericht Richard (rikue)
Bilder: rikue
































Vielen Dank. Da ich nicht mit konnte, habe ich hier eine Menge erfahren. waltraud
Lieber Richard, leider war es mir nicht möglich an diesem Ausflug teilzunehmen. Dennoch vielen Dank für Deinen sehr informativen Bericht. Herzliche Grüsse von Edda