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Im Falle eines Falles....
Wir alle wollen älter werden, doch niemand will alt sein. Und doch – keiner bleibt verschont. Eines Tages müssen wir diese Welt verlassen. Dabei aber trifft es manchen unvorbereitet, ist das Thema Sterben noch immer mit einem gewissen Tabu verbunden. Die Angehörigen haben dann zur persönlichen Trauer noch umfangreiche Aufgaben zu erledigen, was nur erahnen kann, wer in Ruhe seine Unterlagen durchsieht und nachdenkt.Die Firma Kahrhof in Darmstadt, ein seit 1860 in 8. Generation geführtes Bestattungsunternehmen führt Informationsveranstaltungen zu Bestattungskultur und Bestattungsvorsorge durch, wo aufgezeigt wird, was alles zu beachten ist und wer was unternehmen kann.
Begonnen hatte die Firma als Schreinerei, Glaserei und Sargmagazin in der Altstadt „auf der Insel“, etwa dort, wo heute das Justus-Liebig-Haus zu finden ist.
Um die Jahrhundertwende 1899/1900 errichtete man in der Merckstraße 13 ein neues Wohn- und Geschäftshaus, das nach der Zerstörung gleich nach Kriegsende wieder aufgebaut wurde. Lange Jahre hatte man hier noch selbst Särge hergestellt. Heute kauft man diese zu und nutzt die dadurch frei gewordenen Räume u.a. um den Hinterbliebenen Raum für Auswahl, Begegnung und Trauerkultur zu bieten.
Dabei zeigte sich schon im Vorfeld, dass dieses Unternehmen aus vielfältiger Erfahrung den Hinterbliebenen neben einem würdevollen Abschied so manche Arbeit abnehmen kann. Dazu - und das steht im Vordergrund – erfuhren wir Umfassendes von der Gestaltung des Abschieds, bis hin zu Sterbegeldversicherungen und Alternativen. So erbringt Firma Kahrhof ihren vielfältigen Dienst an den Toten und an den Lebenden.
Um hierzu kompetente Informationen zu erhalten trafen wir uns bei diesem Unternehmen, wo wir vom Chef, Herrn Dipl. Wirtschaftsingenieur Werner Kahrhof empfangen wurden.
Um hierzu kompetente Informationen zu erhalten trafen wir uns bei diesem Unternehmen, wo wir vom Chef, Herrn Dipl. Wirtschaftsingenieur Werner Kahrhof empfangen wurden.
Wir hörten Gedanken über das Bestattungswesen, wie beispielsweise: Wer wird wo bestattet, wie ist die Familiensituation, Anzahl der zur Trauerfeier erwarteten Personen, wo soll diese Feier stattfinden, wie soll bestattet werden und vieles mehr.
Es ist deswegen wichtig zu wissen; Was wollen wir, was die Kinder und die Enkel? Wer trauert um mich? Das sollte man zu Lebzeiten klären, denn eine einmal getroffene Entscheidung ist nicht mehr änderbar.
Seit 2006 ist Firma Kahrhof nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und empfohlen von der bundesweit tätigen Verbraucherorganisation Aeternitas.
Es ist deswegen wichtig zu wissen; Was wollen wir, was die Kinder und die Enkel? Wer trauert um mich? Das sollte man zu Lebzeiten klären, denn eine einmal getroffene Entscheidung ist nicht mehr änderbar.
Seit 2006 ist Firma Kahrhof nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und empfohlen von der bundesweit tätigen Verbraucherorganisation Aeternitas.
Wir hörten Viel über die Art der Bestattung, wie Erdbestattung mit Wahlgrab, oder Reihengrab, über Feuerbestattung mit Urnenwahlgrab, Wiesenurnenwahlgrab, Wiesenreihengrab, Urnenreihengrab, Urnennische, Anonyme Bestattung, Friedpark (Baumbestattung), Seebestattung, Ruheforst, Oase der Ewigkeit oder im Friedwald sowie über die Naturbestattung. Dazu erfuhren wir viel über Kosten und Nutzungszeit und erfuhren, dass die Grabstätte durch die Kosten für Kauf, Grabstein mit Gravur und Nachgravur, Verlängerung der Nutzungszeit und für Blumenschmuck und Grabpflege rund 75 % der Beerdigungskosten ausmachen. Dazu gibt es regionale Unterschiede, weil die Städte und Gemeinden in Deutschland bei weitem keine gleichen Gebührenordnungen und auch unterschiedliche Friedhofsordnungen haben. Ursprünglich waren die Grabstätten bei der Einführung von Friedhöfen zunächst kostenlos. Doch im Erfinden von Steuern und Gebühren waren unsere Gemeinde- und Volksvertreter von je her sehr effizient. Dabei ist interessant, dass Deutschland und Griechenland die einzigen europäischen Länder sind, wo Friedhofszwang besteht. In Deutschland gibt es das Länderbestattungsrecht und die Gemeindefriedhofsverordnungen.
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- Mit Strasssteinen, oder auch echten Steinen, Medaillen u.ä. besetzt steht so manche Urne im gehobenen Segment zur Verfügung
Bei der Bestattung in einem Sarg ist in diesem selbst noch Luft beinhaltet, die zum Verwesen der Leiche erforderlich ist. Anders ist dies bei einer Bestattung im Tuch, wie im Islam. Hier geht der ganze Prozess langsamer vor sich. Und noch länger dauert der Zerfall in wasserhaltigen Gräbern, wie dies von Moorleichen bekannt ist.
In Darmstadt ist die Ruhezeit 20 Jahre. Der älteste Friedhof in Darmstadt war um die Stadtkirche herum und am Kapellplatz, wo noch heute einzelne Grabsteine anzutreffen sind. Hier, aber auch anderswo müssen Grabsteine, sowie Wand- und Bodenplatten nach Ablauf der Nutzungszeit entfernt werden. Auch hier fallen wieder Kosten an, weil man einen Grabstein mit Fundament in aller Regel nicht selbst transportieren und entsorgen kann.
Wir erfuhren viel über Preise für die einzelnen Leistungen und das auch unter Bezug auf Preisvergleiche im Internet. Auf den ersten Blick erscheinen Angebote im Internet in der Tat billiger. Schaut man aber genauer hin sieht man, dass Äpfel mit Birnen verglichen werden. Genaue Vergleiche sind hier vor der Auftragsvergabe angebracht. Dabei haben die Angehörigen neben Trauer und zusätzlichen Arbeiten gar nicht lange Zeit, denn innerhalb von 96 Stunden sind sie verpflichtet die Bestattung zu regeln. Anderenfalls meldet sich nach 2-3 Wochen das Ordnungsamt, oder sucht weltweit nach Angehörigen, die Bestattungspflichtige genannt werden. Hierbei ist es unerheblich, ob der, oder die Angehörigen erben, oder nicht. Zahlungspflichtig sind Eltern, Kinder, Geschwister, genau wie dies im Erbrecht festgeschrieben ist. Selbst bei familiärem Zwist muss bezahlt werden und nur jemand, der gegen den Verstorbenen ein gerichtliches Urteil wegen Misshandlung, oder ähnliches erwirkt hat kann sich von einer Zahlung befreien lassen.
Nun gibt es Menschen, die keine Angehörigen haben. Sofern Vermögen vorhanden ist kann eine Beerdigung hiervon bezahlt werden. Es mehren sich aber die Fälle, wo das Vermögen und selbst eine Sterbegeldversicherung infolge Krankheit, Pflegeheim, o. ä. aufgebraucht ist. In diesem Fall tritt das Ordnungsamt auf und zahlt eine einfache, kostengünstige Beerdigung.
Schaut man in den Ausstellungsraum für Särge, fällt die Wahl schwer. Ähnlich wie bei Urnen sind an Ausführung und Schmuck kaum Grenzen gesetzt. Im Gegensatz zu Möbeln, die meistens aus holzfurnierten Materialien bestehen sind Särge aus 2,5 bis 3 cm starkem Massivholz gefertigt. Sie haben im Standard eine Länge von 2 Metern, können aber auch als Sonderbestellung in Überlänge und Überbreite gefertigt werden. Die Särge haben Griffe zum Tragen und in Boden und Deckel eine Stoffauskleidung. Die Särge für jüdische Bestattungen sind eckig, ohne Griffe und ohne jegliche Verzierung.
Die Särge für jüdische Mitbürger sind eckig und ohne Griffe und haben keinerlei Verzierung. Hin und wieder hört man von Pappsärgen. Diese haben auch keine Griffe, doch ist die Abholung der Toten in ihnen von zuhause infolge mangelnder Festigkeit und Flüssigkeitsansammlung nicht möglich. Bundesweit wird hierfür keine Genehmigung erteilt. Die Pappsärge wurden im Krieg in London erfunden, weil man befürchtete, dass es durch deutsche Angriffe zu vielen Toten kommen würde.
Der Sarg für die Feuerbestattung ist einfach gehalten, preiswert und entspricht der Ausführung, die auch das Ordnungsamt ordert.
Der Sarg für die Feuerbestattung ist einfach gehalten, preiswert und entspricht der Ausführung, die auch das Ordnungsamt ordert.
Das Einkleiden der Toten wird, wie auch vieles andere, vom Beerdigungsinstitut übernommen. Dabei gibt es Einschränkungen in der Kleiderwahl: Zum einen muss zur Einäscherung der Tote leicht entkleidbar sein, weil ein Amtsarzt im Krematorium nachprüft, ob es sich auch um den benannten Toten handelt und die Todesursache des Arztes stimmt. Zum anderen gibt es die Gruppe der Schwerverletzten, wo ebenfalls die Identität zu klären ist.
Firma Kahrhof verfügt über einen Abschieds- und eine Trauerraum. Während im Abschiedsraum mehrere Verwandte und Bekannte des, oder der Verstorbenen Abschied nehmen und auch kondolieren können ist der Trauerraum für wenige Teilnehmer gedacht. Hier sind die Angehörigen ungestört alleine, oder mit einem Pfarrer, oder Prediger zusammen.
Herr Kahrhof sprach aber auch Vertragsformen an, wie Vorsorgevertrag, oder Patientenverfügung. Zur Letzteren gab er uns einen wichtigen Tipp: Was soll in einem Notfall geschehen? Ärzte versuchen schließlich ihr Möglichstes ein Leben zu retten. Deswegen solle man im Falle eines Koma beispielsweise angeben, nach welcher Zeit, in Wochen, oder Monaten die Apparate endgültig abgeschaltet werden sollen.
Wir erfuhren noch viel mehr. Dabei möchte ich anmerken, dass hier bei weitem nicht alles das wieder gegeben werden kann, was wir gehört und gesehen haben. Zu vielfältig ist die Thematik, sodass wir mit den zum Abschluss erhaltenen umfangreichen, sehr gut gestalteten Unterlagen zuhause all das Gesagte und noch mehr nachvollziehen können.
Bericht Richard (rikue)
Bilder: Richard und Firma Kahrhof
Wir erfuhren noch viel mehr. Dabei möchte ich anmerken, dass hier bei weitem nicht alles das wieder gegeben werden kann, was wir gehört und gesehen haben. Zu vielfältig ist die Thematik, sodass wir mit den zum Abschluss erhaltenen umfangreichen, sehr gut gestalteten Unterlagen zuhause all das Gesagte und noch mehr nachvollziehen können.
Bericht Richard (rikue)
Bilder: Richard und Firma Kahrhof















