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17.03.2009 Besuch bei INTERMAIL Direktmarketing GmbH



Zum Versenden von Mailing, (Werbe- und Printmedien) stehen infolge von Gesetzesänderungen inzwischen mehrere Unternehmen bereit. Eines davon mit Sitz in Griesheim bei Darmstadt ist INTERMAIL, ein Unternehmen, das – wie auch MAXIMAIL - zum Medienhaus Südhessen gehört – uns besser bekannt als „Darmstädter Echo“

Dieses Unternehmen bietet mit seiner fachlichen Kompetenz nationalen und internationalen Firmen alles, was die Werbe- und Printmedienbranche benötigt. Anlässlich unseres Besuchs bei MAXIMAIL gab uns INTERMAIL die Gelegenheit ihr Unternehmen zu besichtigen und kennen zu lernen.


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Geführt wurden wir vom Geschäftsführer, Herrn Bernd Sauer, der uns umfangreich über das weite Arbeitsfeld dieses Unternehmens informierte.

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Ein Kunde ist die weltweit führende American Express Company, für die INTERMAIL die Zeitschriften „Centurion“ und „Departures“ verschickt. Hieraus aber resultiert, dass der hohe American Express Sicherheitsstandart auch bei Intermail Einzug nahm, denn es wird mit sensiblen Kundenadressen und Kundendaten gearbeitet. Deswegen wurden wir alle mit Namen und Adresse registriert und daraufhingewiesen, dass im Unternehmen installierte Kameras jede Person und so auch uns aufnehmen und die Bilder für 30 Tage gespeichert werden.

Aus dem zuvor gesagten, aber auch aus der Tatsache, dass Intermail niemals mit Adressen handelt wurde es möglich, dass von hier aus auch Steuerbescheide, Mahnbescheide, Wahlbenachrichtigungen und andere Schriftstücke verschiedener Gemeindeverwaltungen an die einzelnen Bürger zum Versand gelangen. Dabei erhält man von den Kunden Datensätze, die oftmals entsprechend aufgearbeitet, gedruckt und kuvertiert werden. Auch die Adressen werden als Etiketten erstellt und auf die Produkte aufgebracht, oder mit Inkjetmarkierung aufgedruckt.

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Die Adressen und alle damit zusammenhängenden Datensätze werden in Rechnern in einem separaten Raum gespeichert und auch bearbeitet. Hier haben nur lizenzierte Mitarbeiter Zugang, die zudem durch einen mitgeführten elektronischen Schlüssel dafür sorgen, dass sich ihre Bildschirme blau färben, sobald sie den Arbeitsplatz verlassen.

Die Etiketten werden aufgeklebt und sind je nach Kundenwunsch fest mit dem Printobjekt verbunden, oder auch leicht ablösbar. Dabei sind die Etiketten am unteren Produktrand angeordnet, dort aber auf dem Kopf stehend. Dies kommt daher, dass die Austrägerin, oder der Austräger die Produkte in ihrer Tasche mit sich führen und die Adresse dabei leichter lesbar wird.

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Im normalen Geschäftsablauf werden wöchentlich rund 600 t Papierprodukte versandt. In Spitzenzeiten wird diese Menge manch mal schon täglich erreicht.
Mehrere große Aufträge im Zeitschriftenversand stellen eine logistische Meisterleistung dar. Aus den annähernd 14 Millionen Exemplaren der ADACmotorwelt bedient INTERMAIL den kleinen, aber feinen Anteil des Auslandversands. Aber auch das Versenden von großen Aufträgen, Großmailing genannt, für Tchibo, oder auch für das Möbelhaus Kempf stellen Herausforderungen dar, weil auch hier mit echten Adressen, aber auch mit nur Hausnummern-Adressen gearbeitet werden muss. Letztere stellt die Deutsche Post AG zur Verfügung, die per Postwurfspezial genau weiß, wer wo wohnt und damit auch dafür sorgt, dass Herr Zumwinkel eine einmalige Pension von 20 Millionen Euro erhält. Beides mal nicht zur Recht – so jedenfalls ist meine Meinung.
Intermail kann täglich bis 1,6 Millionen Großmailing-Objekte verarbeiten, wobei jede Inkjet-Anlage rechnergesteuert bis zu 12.000 Adressen aufdruckt. Bis zu 250.000 Sendungen können täglich kuvertiert und bis zu 600 000 Kataloge mit schützender Folie verschweißt werden. Aber auch das Beifügen von Beilagen, das Stapeln auf Paletten und deren Folieneinschweißen gehört jeweils zum Repertoire des Unternehmens.

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Mit einer hochmodernen Xerox-Digitaldruckmaschine können zudem auf elektronischem Weg Farbdrucke erzeugt und den Produkten beigefügt werden.

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Bei allen Sendungen wird mit einem Mailsortprogramm auf Sendungs- und Postoptimierung geachtet, indem die Sendungen nach Postleitzahlen und Botenfolge sortiert den Austrägern zugestellt werden. Hierdurch wird beim Austragen vor Ort enorm Zeit eingespart. Zugestellt werden alle die Sendungen durch die Deutsche Post AG, durch MAXIMAIL und durch kooperierende andere Anbieter.

Intermail verfügt über 6.500 m² Hallenfläche und beschäftigt 60 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Da viele Tätigkeiten per Handarbeit verrichtet werden müssen arbeitet man in Spitzenzeiten mit bis zu 200 Aushilfen und dann in drei Schichten.

Wir bedanken uns noch einmal bei Herrn Sauer dafür, dass wir dieses interessante Unternehmen besuchen und dank der umfangreichen Erklärungen näher kennen lernen durften.


Bericht: Richard (rikue)
Bilder: Arnulf 2 x, Richard 5 x, Walter 1 x

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