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17.02.2009 Besuch beim HR Studio Südhessen
Am 3. Oktober 1948 begann die Geschichte des Hessischen Rundfunks der damit im letzten Jahr sein 60 jähriges Jubiläum feierte. Das Stammhaus mit Sitz in Frankfurt unterhält fünf HR Studios in Kassel, Gießen, Fulda, Darmstadt und Wiesbaden. Hinzu kommen acht Regionalkorrespondenten in Bensheim, Erbach, Hanau, Korbach, Limburg, Marburg und Witzenhausen. Dabei ist Kassel zur 2. Hauptstelle ausgebaut, um dem nordhessischen Versorgungsgebiet ebenfalls ein Gewicht zu verleihen. Sie alle zusammen versorgen uns mit Wissenswertem aus den hessischen Regionen. Zusätzlich berichten zwei Fernseh- und vier Hörfunkkorrespondenten des HR aus dem ARD-Hauptstadtstudio in Berlin und weitere hr-Korrespondenten sind in den Auslandstudios der ARD in Brüssel, Madrid, Prag, Rabat und Washington tätig.
Der HR gab uns Gelegenheit das Studio Darmstadt zu besuchen, wobei das auf 20 Personen begrenzte Angebot auf unserer Homepage innerhalb von 6 Tagen ausgefüllt war. Das zeigt das Interesse an dieser Veranstaltung und wir wurden nicht enttäuscht.
Geführt und informiert wurden wir von Frau Petra Demant vom Besucherservice des HR.
Dabei wurden wir gleich zu Anfang um Ruhe gebeten, denn in der Moderationskabine wurde eine Sendung vorproduziert und an der Tür brannte ein Rotlicht.
Im Studio Darmstadt sind rund 15 Personen als Redakteure und Reporter beschäftigt und hier für die Räume Stadtgebiet Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Bergstraße im Einsatz. Dabei erarbeiten sie Beiträge für die Rundfunkprogramme HR 1, HR 2, HR 3, HR 4 und HR Info, sowie für das HR 3 Fernsehprogramm. Für letzteres ist ein Mitarbeiter als Videoreporter weitergeschult worden, um nicht immer ein Fernsehteam aus dem Stammhaus anfordern zu müssen. Dabei recherchieren sie in Zeitungen, im Internet und in Presseverteilern nach berichtenswerten Informationen und immer wieder wenden sich auch Zuhörer oder Zuschauer an den Sender, an die Regionalstudios, oder an die Korrespondenten und geben Hinweise auf entsprechende Informationen.
An den Redaktionsplätzen wird danach das Programm geplant und in das Computersystem eingefügt. Am Desktop sieht der Moderator und der Techniker die zeitliche Reihenfolge und entsprechend wird die Sendung dann „gefahren“. Umgekehrt aber besteht jederzeit die Möglichkeit aus aktuellem Anlass einzugreifen, um Zusätze, oder Änderungen in das Programm einfließen zu lassen. Neuerdings werden Moderatoren in Sachen Technik weiter geschult, um die Sendungen allein „fahren“ zu können. Und während ich an diesem Bericht arbeite höre ich in HR 4, dass ein Reporter von Otzberg aus Richtung Darmstadt fuhr, als er dichten Rauch über Dieburg sah. Sofort änderte er seine Route und sah ein brennendes Haus in der Dieburger Innenstadt. Umgehend machte er ein Interview mit Dieburgs Bürgermeister und fertigte einen aktuellen Bericht, der Minuten später gesendet wurde.
Halbstündlich werden Verkehrsteilnehmer von der Verkehrsredaktion informiert. Der Moderator entscheidet dabei über die Dringlichkeit, wobei für Notfallsmeldungen auch laufende Programmsequenzen unterbrochen werden. Besonders beliebt ist dabei der verlorene Spanngurt auf der Autobahn.
Gesendet wird von Frankfurt, oder von Kassel aus. In den Regionalprogrammen aber senden die hr-Studios in die jeweilige Region von ihren Standorten aus, wobei Frankfurt, Kassel und die weiteren Studios mit Glasfaserkabeln untereinander vernetzt sind.
Moderator zu werden ist kein Ausbildungsberuf. Vielmehr führen hier auch mehrere Wege zum Ziel. Einer davon ist beispielsweise der ein Praktikum beim HR zu machen und dabei möglichst bald Beiträge vorzuschlagen, oder Ideen einzubringen. So macht man auf sich aufmerksam und findet u.U. die Chance zu einer freien Mitarbeit. Es folgen dann verschiedene Schulungen, wie beispielsweise im Schreiben und im Sprechen, um dabei zu lernen, dass Moderationen nicht wie abgelesen klingen. Aber auch eine freie Moderation nur nach Stichworten wird geschult. Da wir Besucher alle aus der freien Wirtschaft, oder aus Verwaltungen kommen sind wir mit dem System „freier Mitarbeiter“ und dessen Bezahlung nun gar nicht vertraut. Klar, dass wir hierzu Fragen stellten und zwar zur Bezahlung und zur Kranken- und Rentenversicherung.
Moderator zu werden ist kein Ausbildungsberuf. Vielmehr führen hier auch mehrere Wege zum Ziel. Einer davon ist beispielsweise der ein Praktikum beim HR zu machen und dabei möglichst bald Beiträge vorzuschlagen, oder Ideen einzubringen. So macht man auf sich aufmerksam und findet u.U. die Chance zu einer freien Mitarbeit. Es folgen dann verschiedene Schulungen, wie beispielsweise im Schreiben und im Sprechen, um dabei zu lernen, dass Moderationen nicht wie abgelesen klingen. Aber auch eine freie Moderation nur nach Stichworten wird geschult. Da wir Besucher alle aus der freien Wirtschaft, oder aus Verwaltungen kommen sind wir mit dem System „freier Mitarbeiter“ und dessen Bezahlung nun gar nicht vertraut. Klar, dass wir hierzu Fragen stellten und zwar zur Bezahlung und zur Kranken- und Rentenversicherung.
Dann kam noch die Frage, wem der HR denn eigentlich gehört. Die Antwort überrascht: er gehört allen Gebührenzahlern. An der Spitze steht der Intendant und das alles wird von einem Rundfunkrat kontrolliert, der zudem auf neutrale Berichterstattung und Ausgewogenheit zu achten hat. Soweit, so gut – nur habe ich dabei folgendes nicht begriffen: wenn ein Unternehmen pleite geht, dann haften die Eigentümer. Wenn ein Sender pleite gehen würde, dann haften die Gebührenzahler aber noch lange nicht. Hier müsste man wohl tiefer in die Thematik öffentlich rechtlicher Anstalten einsteigen und das schenken wir uns.
An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal beim HR, dass wir diesen Besuch ermöglicht bekamen. Unser besonderer Dank aber geht an Frau Demant, die uns hervorragend informierte und so zum Gelingen dieser Veranstaltung entscheidend beitrug.
Den Tag ausklingen ließen wir dann bei einem Treffen im City Braustübl´, das von HR Studio aus nur einen Steinwurf entfernt angesiedelt ist.
Bericht und Bilder: Richard (rikue)
An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal beim HR, dass wir diesen Besuch ermöglicht bekamen. Unser besonderer Dank aber geht an Frau Demant, die uns hervorragend informierte und so zum Gelingen dieser Veranstaltung entscheidend beitrug.
Den Tag ausklingen ließen wir dann bei einem Treffen im City Braustübl´, das von HR Studio aus nur einen Steinwurf entfernt angesiedelt ist.
Bericht und Bilder: Richard (rikue)









