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Autor

Gabriele (stubentiger)


Wasserschloss Klaffenbach

veröffentlicht: Oktober 2006

WS1


Das Wasserschloss liegt am Stadtrand von Chemnitz. Das bereits im 16. Jahrhundert erbaute Schloss wurde mit Hilfe europäischer Fördermittel nach der Wende restauriert. Seine idyllische Lage und die vorhandene Mischung von Kultur, Sport, Kunst und angenehmer Gastlichkeit macht es zu einem beliebten Ausflugsziel.
Obwohl wir schon über 35 Jahre in der Nähe von Chemnitz wohne, haben wir erst jetzt einen der schönen Herbsttage zu einem Besuch des Schlosses genutzt. Ich muß sagen, es hat uns sehr gut gefallen und wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal dort.

Gabriele (stubentiger)



WS2


Das Wasserschloß Klaffenbach ist ein reizvolles Renaissance-Schloß am Rande des Erzgebirges. Es liegt verkehrsgünstig im Süden der Großstadt Chemnitz und bietet damit einen guten Ausgangspunkt für Ausflüge ins Erzgebirge. Das Schloßgebäude ist nach der Wende mit großem Aufwand restauriert worden. Wandmalereien verschiedener Jahrhunderte wurden freigelegt, der Wassergraben neu ausgehoben und die Nebengebäude renoviert.
Im Hauptgebäude finden Ausstellungen, Konzerte und Tagungen statt - und heiraten kann man hier in wunderschöner Umgebung auch. Das Schloßhotel bietet Übernachtungsmöglichkeiten und Tagungsorganisation, sowie Restaurant, Cafe und die rustikale "Torwache". Daneben gibt es ein Museum für sächsische Fahrzeuge. Wenn Frau hier ihren Mann beschäftigt, kann sie die Kinder in den Geschenk- und Kreativ-Shop schicken, wo sie mit Basteln und Denkspielen unterhalten werden und kann selbst die drei Ateliers besuchen: Unsere "Klöppelkiste" mit allem, was eine Klöpplerin braucht, dazu Spitze und erzgebirgische Drechselwaren. Oder sie beobachtet den Silberschmied Heck, wie er Gefäße und Schmuck herstellt. Oder sie probiert selbst, wie man eine Kerze zieht.

Auch die Umgebung ist reizvoll: Wanderwege sind angelegt, und für das sportliche Angebot sorgen der Golfplatz und ein Reiterhof.


Für spezielle Informationen klicke hier

WS3


Aus Geschichte und Gegenwart


Im Mittelalter gehörten die Gemeinden Klaffenbach und Neukirchen zur einflussreichen Benediktinerabtei St. Marien, deren Relikte heute im Schlossbergmuseum Chemnitz zu sehen sind.

Das Wasserschloß Klaffenbach wurde in den Jahren 1546-49 als Renaissanceschloss errichtet und mit einem Wassergraben umgeben. Zu der Zeit besaß der reiche Annaberger Bürger Wolff Hunerkopf das Gut.
Im Laufe der folgenden vier Jahrhunderte wurde das Grundstück zu einem stattlichen Anwesen erweitert. Die Eigentümer des Schlosses wechselten dabei mehrmals.

Nach dem Tod von Hunerkopf kaufte Kurfürst August 1570 dessen Nachkommen das Schloss ab. 1615 erwarb der kurfürstliche Oberhofmarschall und Oberstallmeister Freiherr Dietrich von Taube das Schloss. Er veranlasste den Ausbau des zweiten Obergeschosses mit Fachwerkwänden und kunstvollen Dekorationen. 1667 wurde die Familie Taube in den Grafenstand erhoben und 200 Jahre lang war das Wasserschloß Klaffenbach in deren Besitz.

Anschließend erwarb Carl Hermann Hähnel, ein Fabrikant aus Schneeberg, das Gut. Er und seine Nachkommen nutzten das Schloss wieder als Wohnsitz.

Ab dem Jahre 1909 war die Landesbank Berlin Eigentümer des Schlosses und teilte den Grundbesitz immer weiter auf. Das Schloss selbst war aber jahrhundertelang keiner Gemeinde und keinem Amt zugehörig, bis dann 1934 die Gemeinde Klaffenbach das Gebäude kaufte.

Mit dem Zweiten Weltkrieg brachen auch für das Schloss harte Zeiten an: Ab 1935 wurde es für den Reichsarbeitsdienst genutzt und bis 1947als Quartier für sowjetische Soldaten und Umsiedler. Danach diente das Gelände bis 1989 als Unterkunft für den Jugendwerkhof für Mädchen. Lange blieb das reizvolle Renaissance-Schloss den Blicken der Öffentlichkeit verborgen.

Nach der Wende, 1992, beschloss die Gemeinde Klaffenbach, das Gebäude, unter anderem mit Fördermitteln der Europäischen Union, großzügig zu restaurieren. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich das verwahrloste Gelände wieder zu einem touristischen und kulturellen Zentrum der Region.

1997 wurde die Stadt Chemnitz durch die Eingemeindung der Gemeinde Klaffenbach auch neuer Eigentümer des Wasserschloßes. Heute sind in den Nebengebäuden des früheren Herrenhauses ein Museum und Kunstwerkstätten, ein Hotel und eine Kapelle für Trauungen untergebracht. Die historischen Wandmalereien und Ornamente konnten rekonstruiert werden und blieben so den Betrachtern erhalten.


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