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Apropos Weihnachten
Ich weiß nicht, geht es ihnen auch so?
Die Zeit vergeht wie im Fluge. Und mit zunehmendem Alter vergeht sie nicht nur, nein sie rennt regelrecht davon. Schuld daran sollen unser Alter und unsere innere Uhr sein. Genau wie unser inneres „Chemiewerk“ mit zunehmendem Alter immer langsamer arbeitet, wird auch unsere innere Uhr langsamer. Materialermüdung nennt man es wohl in der Metallurgie. Wir suchen noch unser letztes Osterei und schon müssen wir an die Weihnachtsgeschenke denken.
Apropos Weihnachten, erst einmal aber stellen wir doch unseren Stiefel - blank geputzt - vor die Tür. Als ich fleißig meine Stiefel blank wienerte, musste ich an meine Kindheit denken. Nie glänzten sie mehr als zu dieser Jahreszeit. Ich wurde nachdenklich. Was ist das eigentlich für ein Tag, dieser Nikolaustag? Warum schleicht ein alter Mann durch die Nacht und beschenkt die Kinder? Und warum heißt er Nikolaus? Also machte ich mich auf die Suche und wurde fündig.
Es gibt viele Legenden über den Nikolaus.
Aber alle haben einen Ursprung. Nämlich das 4. Jahrhundert in Kleinasien. Dort lebte und wirkte im Kloster von Myra der Bischof Nikolaus von Myra. Er erhielt schon mit 19 Jahren die Bischofweihe und setzte seine ganze Kraft und sein Vermögen ein, um armen und in Not geratenen Menschen zu helfen. So wurde er zum Schutzpatron vieler Gilden, Seefahrer, Diebe, aber vor allem der Kinder und Jugendlichen. Ihm zu Ehren wurde der 6. Dezember als kirchlicher Feiertag ernannt an dem auch die Weihnachtsbescherung erfolgte.
Das änderte sich nach der Reformation der Kirche.
Der protestantische Glaube wollte keine Heldenverehrung. Und so wurde aus dem kirchlichen Feiertag der heute übliche Nikolaustag, an dem blank geputzte Schuhe, Strümpfe, Stiefel oder auch Teller vor der Tür stehen.
Zu diesen Bräuchen gibt es zahlreiche Legenden.
So konnte ein armer Vater seine 3 Töchter nicht verheiraten, weil er die Mitgift nicht aufbringen konnte. Sie sollten sich wohl oder übel der Prostitution hingeben. Eines Nachts, als die Schwestern schliefen, wurde ein Säckchen, prall gefüllt mit Goldstücken, durch das geöffnete Fenster geworfen. Das wiederholte sich in der 2. und 3. Nacht. Als sich der glückliche Vater bedanken wollte, sah er nur noch eine dunkle Gestalt davon eilen. Erst als die erste Tochter vor den Traualtar trat, erkannte er den Heiligen Nikolaus. Darum also kommt der Nikolaus heimlich und unerkannt in der Nacht.
Eine weitere Legende beschreibt wie der Heilige Nikolaus die Menschen vor dem Hungertod bewahrt.
Nach etlichen Missernten sehen die Menschen endlich das Schiff, das ihnen das ersehnte Getreide bringt. Kurz vor dem Anlegen wird es von Piraten gekapert. Sie wollen das Schiff freigeben und verlangen als Gegenleistung einen Kahn voller Gold. Die Menschen geben ihren letzten Schmuck her, aber es langt nicht. Das Schiff wird nicht voll. Also verlangen die Piraten für jedes fehlende Pfund Gold ein Kind als Sklave.
Die Menschen rufen in ihrer Verzweiflung ihren Schutzpatron, den Heiligen Nikolaus. Er füllt mit seinem Vermögen und dem gesamten Kirchenschatz den Kahn. Die Piraten ziehen mit dem Gold zufrieden von dannen.
Als man das Getreide verteilt geschieht ein Wunder- es füllt sich immer wieder nach und wird nicht weniger. Hier erfahren wir, warum Gaben verteilt werden. Früher bastelten die Kinder kleine Papierschiffchen, die sie vor die Tür stellten. Daraus wurden im Laufe der Zeit Schuhe, Strümpfe, Stiefel oder Teller.
Auch die Frage nach guten oder bösen Kindern, hat ihren Ursprung in einer Legende.
Ein Herr hatte 3 Knechte, die alle ein bestimmtes Talent besaßen. Er gab jedem ein Geldstück und ging davon. Nach seiner Rückkehr fragte er jeden Knecht, was er denn mit dem Geld und seinem Talent gemacht hat? Das schrieb er sorgfältig in sein goldenes Buch und lobte den Fleißigen und strafte den Faulen. Deshalb also hat der, doch so liebe Nikolaus eine Rute dabei und kann aus seinem Buch erfahren, wer gut und wer böse war.
Mit der Zeit haben sich in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Bräuche herausgebildet. Nun ist der Nikolaus ein sehr alter Mann geworden, der seine Aufgaben nicht mehr allein verrichten kann. Also hat er sich den Knecht Ruprecht als munteren Gesellen geholt, der ihm hilft alle Kinder in dieser Nacht, der Nacht des Heiligen Nikolaus am 6. Dezember, glücklich zu machen
Autorin: Renate Franke (Jolly63)
Die Zeit vergeht wie im Fluge. Und mit zunehmendem Alter vergeht sie nicht nur, nein sie rennt regelrecht davon. Schuld daran sollen unser Alter und unsere innere Uhr sein. Genau wie unser inneres „Chemiewerk“ mit zunehmendem Alter immer langsamer arbeitet, wird auch unsere innere Uhr langsamer. Materialermüdung nennt man es wohl in der Metallurgie. Wir suchen noch unser letztes Osterei und schon müssen wir an die Weihnachtsgeschenke denken.
Apropos Weihnachten, erst einmal aber stellen wir doch unseren Stiefel - blank geputzt - vor die Tür. Als ich fleißig meine Stiefel blank wienerte, musste ich an meine Kindheit denken. Nie glänzten sie mehr als zu dieser Jahreszeit. Ich wurde nachdenklich. Was ist das eigentlich für ein Tag, dieser Nikolaustag? Warum schleicht ein alter Mann durch die Nacht und beschenkt die Kinder? Und warum heißt er Nikolaus? Also machte ich mich auf die Suche und wurde fündig.
Es gibt viele Legenden über den Nikolaus.
Aber alle haben einen Ursprung. Nämlich das 4. Jahrhundert in Kleinasien. Dort lebte und wirkte im Kloster von Myra der Bischof Nikolaus von Myra. Er erhielt schon mit 19 Jahren die Bischofweihe und setzte seine ganze Kraft und sein Vermögen ein, um armen und in Not geratenen Menschen zu helfen. So wurde er zum Schutzpatron vieler Gilden, Seefahrer, Diebe, aber vor allem der Kinder und Jugendlichen. Ihm zu Ehren wurde der 6. Dezember als kirchlicher Feiertag ernannt an dem auch die Weihnachtsbescherung erfolgte.
Das änderte sich nach der Reformation der Kirche.
Der protestantische Glaube wollte keine Heldenverehrung. Und so wurde aus dem kirchlichen Feiertag der heute übliche Nikolaustag, an dem blank geputzte Schuhe, Strümpfe, Stiefel oder auch Teller vor der Tür stehen.
Zu diesen Bräuchen gibt es zahlreiche Legenden.
So konnte ein armer Vater seine 3 Töchter nicht verheiraten, weil er die Mitgift nicht aufbringen konnte. Sie sollten sich wohl oder übel der Prostitution hingeben. Eines Nachts, als die Schwestern schliefen, wurde ein Säckchen, prall gefüllt mit Goldstücken, durch das geöffnete Fenster geworfen. Das wiederholte sich in der 2. und 3. Nacht. Als sich der glückliche Vater bedanken wollte, sah er nur noch eine dunkle Gestalt davon eilen. Erst als die erste Tochter vor den Traualtar trat, erkannte er den Heiligen Nikolaus. Darum also kommt der Nikolaus heimlich und unerkannt in der Nacht.
Eine weitere Legende beschreibt wie der Heilige Nikolaus die Menschen vor dem Hungertod bewahrt.
Nach etlichen Missernten sehen die Menschen endlich das Schiff, das ihnen das ersehnte Getreide bringt. Kurz vor dem Anlegen wird es von Piraten gekapert. Sie wollen das Schiff freigeben und verlangen als Gegenleistung einen Kahn voller Gold. Die Menschen geben ihren letzten Schmuck her, aber es langt nicht. Das Schiff wird nicht voll. Also verlangen die Piraten für jedes fehlende Pfund Gold ein Kind als Sklave.
Die Menschen rufen in ihrer Verzweiflung ihren Schutzpatron, den Heiligen Nikolaus. Er füllt mit seinem Vermögen und dem gesamten Kirchenschatz den Kahn. Die Piraten ziehen mit dem Gold zufrieden von dannen.
Als man das Getreide verteilt geschieht ein Wunder- es füllt sich immer wieder nach und wird nicht weniger. Hier erfahren wir, warum Gaben verteilt werden. Früher bastelten die Kinder kleine Papierschiffchen, die sie vor die Tür stellten. Daraus wurden im Laufe der Zeit Schuhe, Strümpfe, Stiefel oder Teller.
Auch die Frage nach guten oder bösen Kindern, hat ihren Ursprung in einer Legende.
Ein Herr hatte 3 Knechte, die alle ein bestimmtes Talent besaßen. Er gab jedem ein Geldstück und ging davon. Nach seiner Rückkehr fragte er jeden Knecht, was er denn mit dem Geld und seinem Talent gemacht hat? Das schrieb er sorgfältig in sein goldenes Buch und lobte den Fleißigen und strafte den Faulen. Deshalb also hat der, doch so liebe Nikolaus eine Rute dabei und kann aus seinem Buch erfahren, wer gut und wer böse war.
Mit der Zeit haben sich in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Bräuche herausgebildet. Nun ist der Nikolaus ein sehr alter Mann geworden, der seine Aufgaben nicht mehr allein verrichten kann. Also hat er sich den Knecht Ruprecht als munteren Gesellen geholt, der ihm hilft alle Kinder in dieser Nacht, der Nacht des Heiligen Nikolaus am 6. Dezember, glücklich zu machen
Autorin: Renate Franke (Jolly63)

danke für die aufschlußreiche Belehrung viele wissen ja nicht mal mehr was Weihnachten bedeutet warten nur auf riesengroße Gaben - und es kann nicht teuer genug ausfallen.viele Grüße 3th764