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Autor
Gabriele (stubentiger)
- ein kollektives Hobby -
In der Augustusstraße von Dresden ist es zu sehen, das über einhundert Meter lange Wandbild vom Fürstenzug. 94 Persönlichkeiten, auf Kacheln aus kostbaren Meißner Porzellan, sind dargestellt. Ein Stück Stadtgeschichte der Elbestadt und derer von Wettin. Eine Besichtigung darf auf keinem Stadtrundgang fehlen.
Ob sich nicht schon mancher Betrachter gewünscht hat, dass diese Herren von der Wand steigen und leibhaftig vor ihm stehen?
Inzwischen wurde dieser Wunsch Wirklichkeit. In Rochlitz, zwischen Leipzig und Chemnitz gelegen, entstand im Jahr 2004 die Idee, den Fürstenzug im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine zu stellen.
8 Partner schlossen sich zusammen, um dieses gewaltige Projekt zu realisieren. Seit 2004 ist nun schon mancher Schweißtropfen geflossen, sei es bei den fleißigen Näherinnen, den Organisatoren und nicht zuletzt bei den 94 Mitwirkenden.
Ob sich nicht schon mancher Betrachter gewünscht hat, dass diese Herren von der Wand steigen und leibhaftig vor ihm stehen?
Inzwischen wurde dieser Wunsch Wirklichkeit. In Rochlitz, zwischen Leipzig und Chemnitz gelegen, entstand im Jahr 2004 die Idee, den Fürstenzug im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine zu stellen.
8 Partner schlossen sich zusammen, um dieses gewaltige Projekt zu realisieren. Seit 2004 ist nun schon mancher Schweißtropfen geflossen, sei es bei den fleißigen Näherinnen, den Organisatoren und nicht zuletzt bei den 94 Mitwirkenden.
Ursprünglich befand sich ein Bild in Sgraffitotechnik an gleicher Stelle. Auf weißem Kalkputz wird eine dunkelgraue Farbe aufgetragen, die Darstellungen danach herausgekratzt. Ein Beispiel für diese Technik: der Innenhof des Dresdner Schlosses ist damit ausgestaltet.
1871 - 76 wurde der Fries vom Professor der Dresdner Kunstakademie und Historienmaler, Wilhelm Walther auf eine Aussenwand des Schlosses aufgetragen.
Als um die Jahrhunderwende 1900 deutliche Verwitterungsspuren und Risse auftraten, wurde beschlossen das Bild auf Meißner Porzellankacheln zu übertragen. Dafür waren 25.000 Stück notwendig! Die Kachel haben die Abmessung 20,5 x 20,5 cm.
Der Bombenangriff vom Februar 1945 überstand der Fürstenzug, im Gegensatz zum Schloss, relativ unbeschadet. 1978/79 wurde das Porzellanbild gereinigt und von den bis dahin noch sichtbaren Brandspuren befreit.
1871 - 76 wurde der Fries vom Professor der Dresdner Kunstakademie und Historienmaler, Wilhelm Walther auf eine Aussenwand des Schlosses aufgetragen.
Als um die Jahrhunderwende 1900 deutliche Verwitterungsspuren und Risse auftraten, wurde beschlossen das Bild auf Meißner Porzellankacheln zu übertragen. Dafür waren 25.000 Stück notwendig! Die Kachel haben die Abmessung 20,5 x 20,5 cm.
Der Bombenangriff vom Februar 1945 überstand der Fürstenzug, im Gegensatz zum Schloss, relativ unbeschadet. 1978/79 wurde das Porzellanbild gereinigt und von den bis dahin noch sichtbaren Brandspuren befreit.
Der Wandfries, das größte Porzellanbild der Welt, zeigt die Ahnengalerie der Wettiner mit 35 Markgrafen, Herzögen, Kurfürsten und Königen, welche zwischen 1123 und 1904 in Sachsen herrschten. Unter der Darstellung ist der jeweilige Name angebracht.
Weiterhin sind 59 andere Personen abgebildet. 1 Person wurde auf dem Bild erst kürzlich, anlässlich der Vorbereitung zum "lebendigen" Fürstenzug gefunden. Sie blieb bisher, unter den Wissenschaftlern, Künstlern und Studenten im hinterem Bildteil unentdeckt, weil von ihr nur die Kopfbedeckung und eine Fahne auf dem Wandbild sichtbar sind.
Weiterhin sind 59 andere Personen abgebildet. 1 Person wurde auf dem Bild erst kürzlich, anlässlich der Vorbereitung zum "lebendigen" Fürstenzug gefunden. Sie blieb bisher, unter den Wissenschaftlern, Künstlern und Studenten im hinterem Bildteil unentdeckt, weil von ihr nur die Kopfbedeckung und eine Fahne auf dem Wandbild sichtbar sind.
In Rochlitz, zwischen Leipzig und Chemnitz gelegen, entstand im Jahr 2004 die Idee, den Fürstenzug im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine zu stellen.
8 Partner schlossen sich zusammen, um dieses gewaltige Projekt zu realisieren. Seit 2004 ist nun schon mancher Schweißtropfen geflossen, sei es bei den fleißigen Näherinnen, den Organisatoren und nicht zuletzt bei den 94 Mitwirkenden.
Zahlreiche Kostüme und Zaumzeuge sind entstanden, es sind kleine Kunstwerke, und konnten schon bei dem einen oder anderen Live-Auftritt der „Fürsten“ bewundert werden.
So auch zur Reisemesse im Januar 2006 in Dresden. Friedrich der Streitbare und Konrad der Große gaben damals sich die Ehre.
Seine Premiere hatte der „lebendige“ Fürstenzug in Dresden zum Festumzug, am Nachmittag des 27. August 2006, anlässlich der 800-Jahrfeier. Rund 350 000 Zuschauer bewunderten in der Dresdner Innenstadt den farbenprächtigen Vorbeimarsch.
Alle, die an diesem Tag nicht dabei sein konnten, hatten dann im September 2006 zwischen Rochlitz und Seelitz (Landkreis Mittweida) die Gelegenheit, dieses Spektakel zu erleben. Unsere Fotos (Gabriele / stubentiger) stammen von diesem 2. Auftritt.
Geplant ist nun, dass der Zug jedes Jahr, zu besonderen Anlässen, wieder zum Leben erweckt wird.
Die Kostüme und das Zubehör sind ab 2007 in der Tafelstube von Schloss Rochlitz zu besichtigen.
Der 1. Auftritt des "lebendigen" Fürstenzuges in Mittelsachsen war ein voller Erfolg. Zehntausende Menschen säumten am 10. 09. die Straßen zwischen Rochlitz und Seelitz. An den Autokennzeichen konnte man erkennen, dass die Gäste aus allen Teilen Deutschlands gekommen waren.
In Seelitz auf dem Reitplatz wurde dem Fürstenzug ein würdiger Empfang bereitet. Von Mutter Anna (Birgit Lehmann) und Vater August (Mathias Brade) wurden alle 94 Mitwirkenden einzeln vorgestellt, so erfuhren die Besucher Wissenswertes über die dargestellten Figuren und ihre Darsteller. Es gab also eine Lehrstunde in wettinischer Geschichte für alle.
8 Partner schlossen sich zusammen, um dieses gewaltige Projekt zu realisieren. Seit 2004 ist nun schon mancher Schweißtropfen geflossen, sei es bei den fleißigen Näherinnen, den Organisatoren und nicht zuletzt bei den 94 Mitwirkenden.
Zahlreiche Kostüme und Zaumzeuge sind entstanden, es sind kleine Kunstwerke, und konnten schon bei dem einen oder anderen Live-Auftritt der „Fürsten“ bewundert werden.
So auch zur Reisemesse im Januar 2006 in Dresden. Friedrich der Streitbare und Konrad der Große gaben damals sich die Ehre.
Seine Premiere hatte der „lebendige“ Fürstenzug in Dresden zum Festumzug, am Nachmittag des 27. August 2006, anlässlich der 800-Jahrfeier. Rund 350 000 Zuschauer bewunderten in der Dresdner Innenstadt den farbenprächtigen Vorbeimarsch.
Alle, die an diesem Tag nicht dabei sein konnten, hatten dann im September 2006 zwischen Rochlitz und Seelitz (Landkreis Mittweida) die Gelegenheit, dieses Spektakel zu erleben. Unsere Fotos (Gabriele / stubentiger) stammen von diesem 2. Auftritt.
Geplant ist nun, dass der Zug jedes Jahr, zu besonderen Anlässen, wieder zum Leben erweckt wird.
Die Kostüme und das Zubehör sind ab 2007 in der Tafelstube von Schloss Rochlitz zu besichtigen.
Der 1. Auftritt des "lebendigen" Fürstenzuges in Mittelsachsen war ein voller Erfolg. Zehntausende Menschen säumten am 10. 09. die Straßen zwischen Rochlitz und Seelitz. An den Autokennzeichen konnte man erkennen, dass die Gäste aus allen Teilen Deutschlands gekommen waren.
In Seelitz auf dem Reitplatz wurde dem Fürstenzug ein würdiger Empfang bereitet. Von Mutter Anna (Birgit Lehmann) und Vater August (Mathias Brade) wurden alle 94 Mitwirkenden einzeln vorgestellt, so erfuhren die Besucher Wissenswertes über die dargestellten Figuren und ihre Darsteller. Es gab also eine Lehrstunde in wettinischer Geschichte für alle.
Episoden am Rande: Als der Tross des Fürstenzuges schon in Dresden angekommen war, fiel einem Darsteller auf: Meine Perücke fehlt. Dank der neuen Technik (Handy, Auto) konnte der Wettiner doch noch in voller Haarpracht am Festumzug teilnehmen. Sein Sohn wurde alarmiert, er kam nach Dresden gerast und konnte die „falsche Haarpracht“ noch pünktlich übergeben.
Dr. Hans-Christian Hoch aus Dresden stellt im Fürstenzug seinen Urgroßvater dar. Dieser war ein Freund des Malers Wilhelm Walter und er hat ihn auf dem Gemälde mit verewigt.
Sicher haben einige den Beitrag im mdr-Fernsehen „Die Wettiner kehren zurück“ gesehen. Dieser Beitrag berichtetet u. a. von der Generalprobe des Fürstenzuges. Dort wurde auch gezeigt, dass das Pferd von Moritz absolut nicht damit einverstanden war, dass er mit der 25 kg schweren Rüstung aufsitzen wollte. Markise warf Moritz ab und suchte sein Heil in der Flucht. Auf dieser stand der den Zug begleitende Polizeiwagen im Weg. Markise sprang kurzerhand darüber und hinterließ einige kräftige Beulen auf der Motorhaube.
Aus diesem Grund war in Dresden die meistgestellte Frage: „Wer war denn das, der vom Pferd gefallen ist?
Dr. Hans-Christian Hoch aus Dresden stellt im Fürstenzug seinen Urgroßvater dar. Dieser war ein Freund des Malers Wilhelm Walter und er hat ihn auf dem Gemälde mit verewigt.
Sicher haben einige den Beitrag im mdr-Fernsehen „Die Wettiner kehren zurück“ gesehen. Dieser Beitrag berichtetet u. a. von der Generalprobe des Fürstenzuges. Dort wurde auch gezeigt, dass das Pferd von Moritz absolut nicht damit einverstanden war, dass er mit der 25 kg schweren Rüstung aufsitzen wollte. Markise warf Moritz ab und suchte sein Heil in der Flucht. Auf dieser stand der den Zug begleitende Polizeiwagen im Weg. Markise sprang kurzerhand darüber und hinterließ einige kräftige Beulen auf der Motorhaube.
Aus diesem Grund war in Dresden die meistgestellte Frage: „Wer war denn das, der vom Pferd gefallen ist?
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Text (über d. Rochlitzer Verein) und alle Fotos: Gabriele, (stubentiger)
Text, (historischer Teil): Gernot, (gernsixtie)





