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Reha bei COPD

Zwei Frauen beim Lungensport, © Feierabend.de
Dass Reha-Übungen auch Spaß machen können, zeigen Irmgard und Sibylle.

Reha bei COPD - Mehr Lebensqualität und Hilfe im Umgang mit der Krankheit


Bernd hat im Februar 2013 zum ersten Mal an einer stationären Reha-Maßnahme teilgenommen. Er schreibt: "Zum Ende der Reha trat eine starke Verbesserung der Krankheitssymptomatik auf. Eine Rehamaßnahme ist für Lungenkranke in jedem Fall zu empfehlen, da die Erfahrungen und Anregungen äußerst wichtig sind. In meinem Fall wurde endlich einmal auf diese schwere Erkrankung geachtet, d.h.ich war nicht mutterseelenallein in dieser Krankheitsnot."

Der Tag beginnt um sieben Uhr mit Blutdruckmessen und Inhalieren, anschließend Frühstück, danach Atemtherapie gefolgt vom Lungensport, um 12 Uhr Mittagessen und Pause, am Nachmittag Nordic Walking, dann Abendessen und und am Abend noch ein Vortrag, zwischendurch Blutabnehmen und Messung der Sauerstoffsättigung - nachdem sich Bernd vier Tage durch den vollen Terminplan gequält hatte, bat er um weniger Verordnungen. „Dies ist eine Reha-Klinik!“, hieß es daraufhin. „Hier müssen Sie aktiv sein.“

Bernd leidet seit rund drei Jahren unter einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, kurz COPD genannt. Die Patienten haben je nach Schwergrad heftige Atemnot, an schlechten Tagen können sie oft nur wenige Schritte gehen, besonders Treppen und auch schon leichte Steigungen machen ihnen zu schaffen. Die Krankheit ist nicht heilbar, doch lässt sich das Voranschreiten verzögern, dazu gehören aber Bewegung, Sport, Aktivität, gesunde Ernährung und vor allem: Schluss mit den Zigaretten.

2009 wurde bei Heike nach einer Lungenentzündung eine COPD Stufe 3 festgestellt. Noch bis Mai 2010 hat sie gearbeitet, dann wurde sie krank geschrieben. Im Winter 2010 machte sie eine Reha in Sankt Peter Ording, wo festgestellt wurde, dass sie mittlerweile COPD Stufe 4 hatte. 2011 erlitt sie zwei Exazerbationen, die sie nur knapp überstand. Im Januar 2013 erhielt sie die Mitteilung, dass sie rückwirkend zum Juni 2010 berentet wurde. „So eine Reha baut im Umgang mit der Krankheit richtig auf. Man fühlte sich nicht allein gelassen und hatte immer Ansprechpartner“, blickt Heike auf ihre Zeit in einer Lungenklinik zurück.

Nicht allen fällt es leicht, sich mit einem rauchfreien Leben, einem regelmäßigen Sportprogramm und der Ernährungsumstellung einzurichten. Einige Wochen in einer Reha-Klinik können helfen, denn die intensiven Übungen, keine Ablenkung durch den Alltag zu Hause und die Unterstützung durch die anderen Patienten tragen dazu bei, sich erfolgreich mit der eigenen Krankheit auseinandersetzen.

Doch wie beantragt man eine Reha und wie findet man eine passende Klinik? Und helfen Rehamaßnahmen wirklich? In unserem Artikel zum Thema findest Du die Antworten auf Deine Fragen.


Weiter zu: Reha-Maßnahme beantragen

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